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Volcan Lanín

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Die Legende besagt, dass im Krater des Vulkans Lanín die Gottheit Pillán lebt. Unzufrieden mit den Menschen, einer Gruppe des Stamms von Huanquimil, die einen Hirsch bis hoch hinauf auf den Lanin verfolgten, spuckte sie Feuer und Asche und ließ sich nur durch ein Menschenopfer besänftigen. Also wählten die Schamanen das liebreizendste Mädchen der Gegend aus, ein Kondor hob es in die Lüfte und warf es in den Krater. Seitdem speit der Vulkan Lanín kein Feuer mehr.

 

Hueñauca (el señor del Volcán)


Eine weitere Legende besagt, dass das Wesen in den Tunneln der unterirdischen Höhlen der Vulkane wohnt, die die Hitze und das Licht der brennenden Lawa erhalten. Die Menschen in der Antike hatten die Möglichkeit Hueñauca ein Opfer zu bringen und sich dadurch von ihren Feinden zu befreien. Aufgrund der Angst, die sie jedoch vor ihm hatten, haben sie ihn niemals gesehen. Hueñauca nahm diese als Sklaven und ließ sie in seinen Minen und Bergwerken unter den Vulkanen arbeiten. Ihre Angst veranlasste die Menschen dazu, sich Hueñauca als ziegenbockähnliches Wesen vorzustellen, das sich mit seinem gelben Fell und dem langen Bart auf seinen Hinterbeinen aufrichten und wie ein Zweibeiner laufen kann. 

 

Parque Nacional Lanín


Der Nationalpark Lanín wurde 1937 gegründet und umfasst eine Fläche von mehr als 3700 km². Im Süden grenzt der Park an den Parque Nacional Nahuel Haupi. Der Nationalpark Lanín wird von sieben Mapuche-Gemeinden aus der Umgebung mitverwaltet, wodurch er ein einzigartiges Modellprojekt in Argentinien darstellt. 

 

Vulkan Lanín - Noch Vulkan oder schon ein Gletscher?


Der Vulkan Lanín gilt als der schönste Berg Argentiniens und ist auf dem Wappen von Neuquén Provinz abgebildet. Er verdankt seinen Namen der Sprache der Mapuche und heißt so viel wie "erstickt". Seine letzte Eruption hatte der Vulkan im Jahr 560. Eine weitere Besonderheit des Laníns ist der Gletscher an der Südseite des Vulkangipfels. Das Besteigen des Laníns ist somit "einfacher" von der Nordseite aus, da einem die 80 Meter hohe Gletscherwand nicht in die Quere kommt. Im Nationalpark erzählten sie uns jedoch, dass es trotzdem eine spezielle Ausrüstung, Erfahrung und Vorbereitung braucht um den 3747 Meter hohen Berg zu besteigen. Der Schwierigkeitsgrad des Aufstiegs sei wohl nicht auf die leichte Schulter zu nehmen!

Nach einer zweitägigen Autofahrt mit kaum Fußraum, sieben Leuten, einer ausgestopften Dachkiste und der Hoffnung, dass das per Post geschickte Gepäck, was bei sieben Personen und dem Wunsch zelten zu gehen, nicht ins Auto passt, auch wirklich (zum richtigen Zeitpunkt) dort ankommt, wo es erwartet wird, erreichen wir Junín de los Andes. Das letzte Stück der Fahrt auf der bekannten Ruta 40.

Die Ruta 40 ist mit ihren 5301 Kilometern die längste Nationalstraße Argentiniens und ebenso eine der längsten Fernstraßen der Welt. Neben der Panamericana ist sie die bekannteste Fernstraße auf dem südamerikanischen Kontinent, was ihr viel touristische Bedeutung verschafft. Die Ruta 40 zieht sich durch den gesamten Westen Argentiniens von Süden nach Norden mit einer Ausnahme: der Insel "Feuerland" (Tierra del Fuego).

 

Río Paimun


Nach weiteren eineinhalb Stunden von Junín de los Andes über Erdstraßen und Schotterwege, sieben Personen auf fünf Sitzen (das geschickte Gepäck kam zum Glück an und nahm den gesamten Kofferraum in Anspruch), Hunger und Müde vom vielen im Auto sitzen, erreichen wir endlich das Ziel: Den Río Paimun im Nationalpark Lanín. Nun stehen uns drei Wochen Zelten bevor. Zu unserem Glück spielt uns das Wetter kaum Streiche, weshalb wir nur drei Tage mit eisiger Kälte auskommen müssen - zum Glück ohne Regen.

Wir verbringen die Zeit am schwarzen Strand, schwarz, weil es Sand aus der Lawa des Vulkans Lanín ist, wo mir die Künste des Truco-Spiels (das typisch, argentinische Kartenspiel) beigebracht werden. Außerdem unternehmen wir viele verschiedene Ausflüge zum Beispiel zum Wasserfall, zur "Base del Volcan Lanín", in verschiedenen Wäldern, mit dem Boot über den Lago Huechulafquen oder in die "nahegelegenen" Städte Junín oder San Martin de los Andes. 

In Junín de los Andes besuchen wir eine riesige Feria der Gauchos, wo sich alles "Gauchotypische" finden lässt: handgemachte Mates, Zaumzeug für Pferde und natürlich das typische Outfit des argentinischen Gauchos. Und zwar: Stiefel aus Leder mit Spornen aus Eisen oder Silber. Dazu kombiniert "Bombachas", Sombrero oder boina (Mütze), Halstuch und facón (Gaucho-Messer), das am Gürtel befestigt wird. Oftmals darf auch der Poncho nicht fehlen!



 

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Hasnain Kazim liest in der Stadtbibliothek im K3 Heilbronn aus „Mein Kalifat“.