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Hello, Mrs. President

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Nach getaner Arbeit muss man sich auch mal 'nen Ausflug gönnen. Und wo könnte man das besser machen als im Touristenparadies Costa Rica?

Vor kurzem ging ins Traumziel Karibik, um genauer zu sein in die costaricanische Provinz Limón. Motiv der Reise war der "Día del Negro" (Tag des Schwarzen), ein Feiertag, der sich voll und ganz der Kultur der Afrocostaricaner, widmet. Samstag morgen um halb sechs packten Gastmama, Gasttante, eine Freundin der Familie, meine Mitfrewilligen Maurice, Jannik, David und ich unsere sieben Sachen und nahmen den Bus nach Limón Stadt, um dort die jährliche Parade, die die Tänze, Musik, Religion, Keidung, eben das ganze Lebensgefühl der Negros, feiert, mitzuerleben. Hört sich alles ganz entspannt an, scheint aber für manche Ticos ein unmögliches Unterfangen zu sein; Fast alle Ticos, denen ich von meinen Plänen erzählte, starrten mich entgeistert an und wiesen mich immer und immer wieder auf die unzähligen Gefahren hin, die in Limón lauern würden. Limón ist zwar als Region zweifelsohne rückständig, aber, finde ich, viel interessanter als die übrigen Provinzen.

Die afrikanisches und jamaikanischen Einflüsse spürt man überall. Mach sieht sie an der traditionellen Kleidung und an der überwiegend dunklen Hautfarbe, man riecht und schmeckt sie, denn das Essen ist sehr kokoslastig und komplett anders als im Rest des Landes und man hört sie, denn die Afrokaribische Bevölkerung hat mit dem "Mekatelyu" eine eigene Sprache, eine Art Kreolenglisch, bei dem meine Ohren spitz werden und mein Herz höher schlägt.
 


Hello, Mrs. President

Während wir die Parade anschauten, auf der in brühender Hitze und sehr hoher Luftfeuchtigkeit ausgelassen zu lauter Reggaemusik getanzt wurde, staunten wir nicht schlecht, als plötzlich die Präsidentin Laura Chinchilla neben uns auftauchte. Nach einem Gruppenfoto mit ihr, fuhren wir weiter nach Cahuita, einem kleinen Küstenort mit Traumstrand, an dem wir den Folgetag verbrachten.

Wieder zu Hause angekommen hieß es wieder: "ab an die Arbeit". Es dauerte aber nicht lange, bis zum nächsten Trip. Freitag fuhren wir los nach Manuel Antonio, der von Lonely Planet 2013 zum schönsten Strand Mittelamerikas gewählt wurde (das musste sein, sorry :P). Es war das erste Mal seit der Finca, dass sich fast alle Freiwilligen wieder gesehen haben. Somit hatten wir Gelegenheit, uns über unsere Eindrücke und Erlebnisse der ersten Wochen auszutauschen, was echt interessant war. Wir verbrachten dort zein schönes Wochenende und genossen die Zeit zusammen. Ab und an mussten wir auch gegen Waschbären und Affen"kämpfen", die auf der Suche nach Essen gerne die Rucksäcke der Strandbesucher durchwühlen.

Wir hatten sehr viel Spaß und haben eine Menge coole Backpacker vom ganzen Globus kennengelernt. Eine Versammlung von Fernwehkranken sozusagen :)

Bis zum nächsten Mal.

Den nächsten Eintrag gibt's [hier].
 

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