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Keinen Plan

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Heute ist das neue Jahr schon wieder fünf Tage alt. Na? Hat jemand von euch seine guten Vorsätze schon wieder über Bord geworfen? Oder seid ihr immer noch fleißig dabei zwischen Krafttraining und Pilates hin und her zu switchen? 

Zeit der Schuldgefühle

Die Zeit der Schuldgefühle hat einmal wieder begonnen. Und, das ist es doch, um was es eigentlich bei Neujahrsvorsätzen geht, oder? Sich scheiße zu fühlen. Weil man nicht genug Sport macht, Burger liebt oder Projekte immer bis zuletzt aufschiebt. 

Also wirklich, das muss sich ändern, hat die große Mehrheit entschieden. Das heißt, ab sofort nur noch vegane Zitronenbrühe, brav den Sonnengruß dreimal täglich machen und ja aufpassen, dass man Hausarbeiten zwei Wochen vor der Deadline abgibt. Welche Zeit eignet sich da besser dieses Vorhaben anzupacken als nach Weihnachten, wenn man vom vielen Festtagsessen aussieht wie eine aufgegangene Dampfnudel

Neues Jahr, neues Glück, oder? Falsch. Dieser Brauch ist für mich der schlimmste überhaupt. Denn natürlich muss das ganze Zwangsvorhaben auf lange Sicht scheitern. Wer hat denn schon Bock jeden Tag der Superhuman zu sein? Die beste Version von sich selbst. Hört sich doch mega stressig an. Außerdem sind wir Menschen einfach nicht dafür gemacht perfekt zu sein. 

Schinderei

Ich stell‘ mir gerade eine Welt voller gelenkiger, gedetoxter Veggie-Menschen vor. Klingt nach einem burnout-verursachenden Alptraum. Wie soll man denn acht Stunden arbeiten, drei Liter Wasser trinken, zwei Stunden trainieren und dann noch darauf achten wie viele Kalorien man zu sich nimmt. Das ist rein logistisch doch schon gar nicht möglich. Geschweige denn lässt sich ein Tagesablauf danach ausrichten. 

Und wieso ist die gesellschaftliche Norm, dass man sich ausgerechnet ab Neujahr schinden muss? Ich meine, jemand, der wirklich etwas an seinem Leben verändern möchte, der braucht doch kein Datum dafür. Muss keinen Termin ausmachen, wann er anfängt. Er fängt sofort damit an. 

Neujahrsvorsätze verändern sich meist auch nicht. Viele Leute haben Jahre lang, Jahrzehnte lang, den gleichen. Was das ganze Unterfangen einfach nur noch lächerlich macht. Denn am Ende läuft alles eh wieder auf verwaiste Fitnessstudio-Mitgliedschaften und Big Mac in der Mittagspause heraus. Ach ja und zu allem Überfluss auch noch nagende Schuldgefühle und Selbstzweifel. Dann lieber erst gar keine Vorsätze festlegen. 

Bis nächste Woche

Eure Fabs

#dennichkommwiederkeinefrage

 

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