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Vermeidungstaktiken für Faschingsmuffel

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Rosenmontag naht mit riesigen Schritten und das heißt, was? Eigentlich nur, dass ich, wenn ich nicht früh genug das Haus verlasse, auch nicht mehr aus dem Ort herauskomme, den ich Heimat nenne. Denn direkt vor der Haustür (also fast) findet der Tod für jeden Faschingsallergiker statt. DER ROSENMONTAGSUMZUG. Dam dam daaaaa. 

Faschingsmuffel

Wenn man ihn nicht sieht, hört man ihn auf alle Fälle. Bei der ganzen Guggenmusik vibrieren die Teller im Schrank und unser Hund fängt an zu jaulen. Ja der Enthusiasmus, den offenbar meine ganze Gemeinde für die fünfte Jahreszeit verspürt, ist offenbar an mir vorbei gegangen. Ich muss zugeben, das Verkleiden finde ich eigentlich ganz witzig. Aber dieses Konzept vom Fröhlichsein auf Knopfdruck stresst mich irgendwie ziemlich. Wie, nur weil wir uns eine neongrüne Perücke aufsetzen, unsere alten Leoleggins von 2007 rauskramen und unsere Nase rot anmalen, sind wir auf einmal hundert Mal lustiger als normal? Verstehe ich nicht. 
 
Aber ich weiche vom Thema ab: Also, wie kann man dem ganzen Wahnsinn ausweichen? (ACHTUNG: Die folgenden Antworten könnten eine sarkastische Note haben) 

Effektive Taktiken

  • Hide and ignore: Die beste Möglichkeit, wie ich finde, ist sich den Tag frei zu nehmen, sich im Bett zu verkriechen und das Theater auszusitzen. Dazu kämen bestimmt auch ein Paar Oropax gut. Alternativ wäre auch ein Art Wettbewerb denkbar, bei dem ihr herausfindet wer lauter sein kann, ihr mit der neuesten Folge "Riverdale“ (bitte keine Spoiler), oder das Carnevalstreiben. Was auch immer gut funktioniert: Überstunden machen, sich bei einem Freund verstecken, oder mal wieder Oma besuchen gehen. (Wenn sie wie in meinem Fall nebenan wohnt, bringt das aber relativ wenig). 

 

  • Join and ignore: Ja, ich weiß, das mag jetzt etwas seltsam klingen, aber, mitmachen lenkt von dem ganzen Radau ab. Vor allem wenn man ein paar Gläser Bier hatte, wird irgendwann und irgendwie alles erträglich(er). Außerdem wärmt es ein bisschen auf, wenn man schon den ganzen Nachmittag in der Kälte rumsteht. Dabei müsst ihr euch nicht einmal die Mühe machen und euch ein teures Kostüm kaufen, dass ihr danach nie wieder auch nur anschaut. Mein Vorschlag: Einfach das übriggeblieben Lametta vom Christbaum ins Haar, das Ganze ein bisschen auftoupieren. Und zum Schluss das Meisterwerk noch mit bunter Schminke, wie pinkem Lippenstift zu blauem Lidschatten, abrunden und schon kann's ab auf die Piste gehen. Wenn jemand fragt, was das darstellen soll, am besten einfach nur mit einem abfälligen "Pfhäh“ antworten und weitergehen. 
 
  • Leave the country and ignore: Natürlich gibt es auch noch die Idee seinen Jahresurlaub auf dieses Zeit zu legen und dann in ein Land zu fahren, wo man diesen Schwachsinn nicht feiert. Obwohl das vermutlich auch unter Verstecken einzuordnen ist. Ach, egal. 
 
Ich hoffe, euch helfen die Tipps ein bisschen beim Prokrastinieren vom "Fasching“. 
 
Bis nächste Woche
 
Eure Fabs
 
 

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