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Warum ich ein Fangirl bin

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Ich denke, ich habe angefangen ein "Fangirl“ zu sein, als ich ungefähr elf war. Es geschah im Musikunterricht. Wir sahen, wie so oft, einen Film. Darin ging es um eine Highschool im sonnigen Albuqurque, New Mexico, Vereinigte Staaten von Amerika. 

Singende Highschool Schönlinge 

Diese Schüler waren außergewöhnlich. Natürlich, sonst müsste Disney keinen Film über sie drehen. Sie bereiteten sich auf das halbjährliche Musical der "East High“ vor. Einige mit sehr viel Elan, andere waren sich nicht sicher, ob sie überhaupt ein Teil davon sein wollten. Ich bin mir dafür ziemlich sicher, dass ich meine Seele in dem Moment an "High School Musical“ verkauft hatte, als Troy und Gabriella "Breaking Free“ sangen. 

Ich war vorher schon Fan von einigen Dingen gewesen. Harry Potter zum Beispiel. Doch dieses Gefühl, das diese beiden singenden Pseudo-Teenager in mir auslösten, war mit nichts davor vergleichbar. Ich wollte so sein wie sie; ich wollte dort sein, wo sie waren und vor allem wollte ich es mit jeder Faser meines Körpers. Irgendwann waren meine Wände tapeziert mit den Gesichtern Zac Efrons, Vanessa Hudgens und Ashley Tisdales. Ich konnte die Songs auswendig und den Dialog des Films mitsprechen. Außerdem besaß ich Federmäppchen, Stifte und Ordner mit dem "High School Musical“ Schriftzug. Ich hörte auf etwas zu "mögen“ und fing an – wie Fangirls es unter sich ausdrücken – besessen davon zu sein. 

Auf eine gute Weise. Ich weiß, es hört sich nicht unbedingt "gesund“ an. Ich beschreibe – oder entschuldige – es immer damit, dass ich ein sehr leidenschaftlicher Mensch bin. Begeisterungsfähig. Ja, das ist ein gutes Wort. 

Twilight-Phase

Aber natürlich blieb es nicht bei "High School Musical“. Als ich dann 13 wurde, kam – und im Nachhinein kann ich nicht behaupten, dass ich stolz darauf bin – die "Twilight“-Phase. Ich wendete mich ab von singenden Highschool Schönlingen und wendete mich glitzernden, grüblerischen Vampiren zu. Und ich war nicht die Einzige. 2008: Das Jahr, in dem sich die Mädels der 6a in zwei Lager splitteten. Team Edward oder Team Jacob

Welches Fabelwesen mir mehr zusagte? Nun, sagen wir es mal so: Funkelnde Sachen mochte ich schon immer. Aus dieser Phase bin ich Gott sei Dank herausgewachsen. Aber auch heute kann es noch passieren, dass ich eine Staffel einer Serie an zwei Tagen durchschaue, weil ich nicht aufhören kann. Dass ich in einem Film einen Schauspieler erspähe, der mir gefällt und ihn erst einmal google. Um danach die anderen Filme zu schauen, die er gedreht hat. 

Ich hänge zwar keine Poster mehr auf, aber schwach würde ich dennoch werden, wenn mir Daniel Radcliffe oder Emma Watson über den Weg liefen. Wenn ich ein gutes Buch anfange, kann es sein, dass ich es an einem Tag durchlese und die neue Staffel von "Stranger Things“ war nicht sehr lange "neu“. 

Ja, wie oben schon erwähnt, begeisterungsfähig ist das Wort, das ihr sucht. Und das glücklicher Weise. Mein Leben wäre viel eintöniger, wenn ich nicht so wäre.

Bis nächste Woche

Eure Fabs

 

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