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Seltsame Unterhaltung – die Letzte

Übersicht

Meine kleine Reihe über "Guilty Pleasures" oder auch seltsame Vorlieben geht in die letzte Runde. Dieses Mal ist das Thema: Bücher. Welcher Schmöker ist so schlecht, dass er eigentlich schon wieder richtig gut ist? Hier habt ihr eine Auswahl.

Vampire Academy von Richelle Mead (Lyx Verlag)

Um was geht es?

Lissa ist ein Vampir. Aber nicht nur das. Zudem soll sie die nächste Königin werden. Rose ist ihre Beschützerin, sie ist halb Mensch halb Vampir. An der Vampire Academy werden sie für ihr späteres Leben ausgebildet. Als sich aber die seltsamen Ereignisse an der Schule häufen, beschließen Lissa und Rose abzuhauen. Ein wildes Abenteuer beginnt.

Warum ist es ein Guilty Pleasure?

Einmal raten? Richtig, der Vampirroman. Es war einmal ein Jahr das hieß 2008. Eine Buchverfilmung, den Menschen schlaflose Nächte bereiten sollte, ob jetzt positiv oder negativ sei mal dahingestellt. Twilight im Kino besiegelte den Vampirhype auf der Leinwand und auch im Bücherregal. Es sollte noch bis ungefähr 2012 cool sein. Aber danach… Tote Hose. Nichts mehr mit Blutsaugern. Her mit den dystopischen Endzeitromanen. Ich muss zugeben, ich hatte immer schon eine Schwäche für Vampire. Aber eher für die Gruseligen oder zumindest Schrägen. Wie Dracula oder Der kleine Vampir. Doch auf einmal waren sie der Inbegriff von Romantik. Nach der ganzen Aufregung um Edward und Jacob habe ich dann aber auch irgendwann die Begeisterung für Blutsauger verloren. Bis ich auf Vampire Academy stieß. Naja, okay, ich musste schon auch überzeugt werden. Aber die Reihe ist cool und witzig, hat interessante Charaktere und ist spannend. Auf jeden Fall lesenswert.

Pan-Trilogie von Sandra Regnier (Carlsen Verlag)

Um was geht es?

Felicity ist nicht gerade das was man sich unter einer prophezeiten Retterin vorstellt. Sie ist erst achtzehn Jahre alt, trägt eine Zahnspange und sieht ein bisschen heruntergekommen aus. Der Neue an der ihrer Schule, Leander Fitzmor, dagegen ist groß, muskulös, sehr gutaussehend und damit überhaupt nicht Felicitys Typ. Das scheint Lee, wie er genannt wird, aber egal zu sein. Denn er weicht nicht mehr von ihrer Seite.

Warum ist es ein Guilty Pleasure?

Eigentlich ist es die alte Leier. Junge trifft Mädchen. Mädchen ist etwas Besonderes, weiß es aber noch nicht. Junge weiß es zwar, sagt es ihr aber natürlich erst in der letzten Hälfte des Buches (was mich wiederum wahnsinnig macht) kurz vor Schluss. Sie steht irgendwie auf ihn, gibt es aber nicht zu. Er steht irgendwie auf sie, aber er hat auch noch einen Auftrag. Aber jetzt kommt’s: Das Mädchen ist ein bisschen pummelig. Und auch nicht sonderlich beliebt. Sie ist ein Nerd. Er ist ein perfekt aussehender, unglaublich intelligenter Paranormaler. Was? Das kommt euch bekannt vor. Mir auch. Und trotzdem habe ich mich, als ich aufgeschaut habe, auf der vorletzten Seite wiedergefunden. Also kann das Ganze nicht sooo schlecht gewesen sein, oder?

Bridget Jones von Helen Fielding (Goldmann)

Um was geht es?

Bridget Jones ist Mitte 30, Single, übergewichtig und raucht wie ein Schlot. Als auf einmal zwei Männer auf der Bildfläche erscheinen wird es für die tollpatschige Bridget Zeit sich zu entscheiden. Wen will sie? Ihren arroganten aber trotzdem anziehenden Chef Daniel Cleaver oder ihre alte Kindheitsbekanntschaft Mark Darcy?

Warum ist es ein Guilty Pleasure?

Natürlich ist Bridget Jones nicht frei von Stereotypen. Und auch die Love Interests sind nicht ganz unproblematisch. Aber das macht das Ganze auch so amüsant und unterhaltend. Wenn der Stress der realen Welt einmal die Überhand gewinnen will, ist Bridget Jones ein sicheres Heilmittel gegen alle nervigen negativen Gefühle. Gerade auch weil die Protagonistin nicht perfekt ist und allerhand Unsinn veranstaltet, ist man sich sicher: Mir geht es gar nicht so schlecht. Und wenn Bridget darüber hinweg gekommen ist, dann kann ich das auch.

 

Bis nächste Woche!

Eure Fabs

 

 

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