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Diese Graphic Novels müsst ihr kennen

Übersicht

Bücher sind gut und schön. Mit ihnen entflieht man seiner Realität für eine Weile und hat danach ein Abenteuer erlebt. Also bei einem guten Buch natürlich.

Allerdings gibt es hin und wieder auch Zeiten, beispielsweise nach einem herausragenden Schmöker, da ist es schwer sich sofort auf eine neue Story einzulassen. Den sogenannten "Reading Slump" (zu Deutsch ungefähr: Leseflaute) kann man mit ein paar Tricks jedoch überwinden. Einer davon: Graphic Novels. Schnell durchgelesen, mit teils atemberaubenden Zeichnungen sind sie unterhaltend und machen wieder Lust auf längere, in Romane verpackte, Geschichten.

Der Unterschied zwischen einer Graphic Novel und einem Comic ist, dass erstere komplexer ist, mehr Vorstellungsspielraum für den Leser lässt. Außerdem ist sie größtenteils in Buchform verfasst, somit länger und thematisch verzweigter. Zudem sind Graphic Novels auch eher für ein erwachseneres Publikum ausgelegt.

Das hier sind meine Empfehlungen für euch:

Nimona

Nimona ist eine aufgeweckte Teenagerin in einer Fantasywelt, die an die der Grimmschen Märchen angelegt ist. Eines Tages steht sie im Versteck von Bösewicht Ballister Blackheart, um sich als dessen Sidekick zu bewerben. Sie ist von seinem schurkischen Plan angetan, doch was Blackheart letztlich überzeugt ist Nimonas Gestaltwandlerfähigkeiten. Das bringt allerdings ebenfalls das Institut für Recht und Ordnung und Heldentum auf den Plan und die Verhältnisse im Märchenreiche geraten ins Wanken. Diese Graphic Novel von Noelle Stevenson ist zum Brüllen komisch, sehr süß gezeichnet und trifft direkt den aktuellen Nerv. Denn wer will denn noch einen schicken Jüngling die Welt retten sehen? Eine ungestüme, furchtlose, perfekt unperfekte Gestaltwandlerin hört sich für mich nach mehr Spaß an.

Persepolis

Marjane erlebt in ihrer Kindheit die islamische Revolution im Iran mit. So muss sie proislamische Indoktrination in der Schule über sich ergehen lassen, erfährt von der Schließung der Universitäten unter der neuen Regierung, eckt mit ihrem Wunsch nach westlichen Gütern wie Jeans an und wehrt sich dagegen ein Kopftuch zu tragen. Marjane erfährt von den Folterungen durch das Regime des Schahs und erlebt Verhaftungen und Demütigungen ihrer Familie durch Islamisten. Als die Situation immer heikler wird schicken ihre bürgerlichen, intellektuellen Eltern Marjane ins Ausland. Marjane Satrapi verarbeitet ihre Kindheit in eindringlichen Bildern. Der Kontrast zu den kindlichen Bildern gepaart mit den starken, fatalen Ereignissen macht das Lesen noch intensiver. Zudem erfährt man einiges über die Iranische Geschichte der 70er-Jahre, was in unseren westlichen Geschichtsbüchern nicht so häufig behandelt wird.

Saga

Alana und Marko fliehen mit ihrer Tochter Hazel vor Häschern. Ein Krieg ist in der Galaxie ausgebrochen. Gerade zwischen den beiden Staaten, denen Alana und Marko jeweils angehören. Viel von Saga ist inspiriert von "Star Wars". Aber auch einen Touch Shakespeare findet sich in der Romeo-und-Julia-Story der Liebenden zweier verfeindeter Spezies wieder. Nimmt man noch eine Prise "Herr der Ringe" und "Game of Thrones" dazu hat man genau die Mischung, die Saga so unfassbar interessant und spannend macht. Brian K. Vaughan (Skript) und Fiona Staples (Zeichungen) haben einen bisher neun Bände umspannenden Kosmos erschaffen, der es wert ist genauer erkundet zu werden. Und vor allem in der Mainstream-Popkultur etabliert zu werden.

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