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Warum ihr Vikings schauen solltet

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Ich weiß, ich weiß. Ich bin ein ziemlicher Spätzünder – schließlich ist Vikings schon fünf Staffeln lang bei Amazon Prime Video zu sehen. Und ab 5. Dezember wird endlich die sechste und letzte Staffel veröffentlicht. Zugegebenermaßen hatte ich am Anfang meine Schwierigkeiten mit den Wikingern. Sie sind nicht besonders liebenswert, sehr selbstsüchtig und insgesamt ziemlich gewalttätig. 

Die Bande um den berüchtigten Kämpfer Ragnar Lothbrok plündert im, für sie, neu endeckten England Klöster, brandschatzt und mordet. Und trotzdem, ist es schwer wegzuschauen. Die Charaktere haben einige Fehler, manchmal hasst man sie sogar. Aber mit der Zeit sieht man eben auch die starken Seiten, die Loyalität die den Stammesmitgliedern und der Familie zuteil wird. Die mutigen Frauen, die ausgebildet werden, um genauso angriffslustig wie die Männer in die Schlacht zu ziehen. 

Was besonders wichtig ist: Mindestens eine Figur zu finden, die man anfeuert, deren Schicksal einem nicht egal ist. Sonst kann man sich auch gleich eine andere Serie suchen (The Walking Dead kann sich angesprochen fühlen). Meine ist: Schildmaid Lagertha. Sie ist vermutlich die taffste Person in der ganzen Show. Sie kennt ihren Wert, lässt sich nicht übergehen und ist vermutlich die Einzige, auf die man sich wirklich verlassen könnte. 

Mit der Zeit sieht man auch über die teilweise wirklich dummen Entscheidungen von Rollo, Floki oder Ragnar hinweg und auch die Söhne von letzterem sind interessante Figuren. Besonders Ivar, der mit einer Knochenkrankheit zur Welt kam, die ihm nur durch große Anstrengungen und schmerzhaft aussehende Beinschienen ermöglicht zu laufen. Dabei ist Ivar der gerissenste und der gefährlichste von den fünf Brüdern. Seine Figur ist so vielschichtig, so unberechenbar, dass man gar nicht anders kann als hinzusehen. 

Die handelnden Charaktere sind außerdem historische Legenden, die echt einmal gelebt haben sollen. Über das "dunkle Zeitalter" ist allerdings nicht viel bekannt, so dass die meisten Geschichten reine Spekulation sind. Darin sieht Drehbuchautor Michael Hirst die Gelegenheit die Einzelheiten dieser Mythen auszuschmücken und wie bei "Game of Thrones" auf einmal die Hauptfigur oder den Lieblingscharakter auf eine schaurige Art umkommen zu lassen. 

Die englischen Könige des achten Jahrhunderts kommen dabei ebenfalls nicht zu kurz. Auch ihre Geschichten sind dreidimensional, ihre Motive hinterhältig und ihre Aktionen gegen die norwegischen Eindringlinge durchaus clever. Die Show lebt natürlich von Auseinandersetzungen auf dem Schlachtfeld. Es geht darin nicht immer nur Engländer gegen Skandinavier. Nein, auch Bruder kämpft gegen Bruder. Häufig das Ziel: Die Krone vom Küstenort Kattegat. 

Wer sie am Ende auf dem Kopf behalten wird ist die Frage. Ich tippe auf Torvi. Unwahrscheinlich aber hey: Es sind schon schrägere Sachen passiert (Bran als König von Westeros? Ziemlich unerwarteter Twist). Die letzte und sechste Staffel wird sie beantworten. Allerdings habe ich Angst um meine Lieblingsfigur. Es gibt da so eine lästige Prophezeiung, dass sie sterben soll. 

Wer nach Vikings noch nicht genug von den "Wildlingen" hat kann sich auf ein Spin-Off bei Netflix freuen. 

 

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