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Wir müssen über „The Witcher“ sprechen

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Seit 20. Dezember ist eine neue Fantasy-Serie in der Stadt. Goodbye „Game of Thrones“! Hallo „The Witcher“. Eine große Produktion war angekündigt, die Bücher sollen hierbei im Vordergrund stehen. Obwohl Gamern die Figur des Hexers vor allem durch das gleichnamige Spiel ein Begriff ist. Netflix ist ziemlich zuversichtlich. Noch bevor die erste Staffel überhaupt auf dem Streamingservice verfügbar war, verlängerte der Millionenkonzern die Show um eine weitere Season. 

Die Kritiken im Vorfeld zeichneten überwiegend ein begeistertes Bild über den ersten Eindruck der Show. Als der Veröffentlichungstag dann aber kam, änderte sich die Meinung der professionellen Serien-Schauer deutlich. Entertainment Weeklys Autoren meinten sogar, sie seien „froh sich dieses Fest der Langeweile nicht länger anschauen zu müssen“. Dabei hatten sich die beiden Rezensenten nicht einmal die Mühe gemacht, sich die komplette Staffel anzuschauen sondern nur vereinzelte Episoden. Was wiederum ziemlichen Unmut bei den Fans auslöste. 

Witcher-Begeisterte 

Doch egal, wie sehr die negativen Reviews seitens der Profis zunahmen – die positiven Stimmen der Witcher-Begeisterten tönten ihnen mindestens genauso stark, wenn nicht sogar stärker - entgegen. Netflix Entscheidung auf den weißhaarigen Monsterjäger, der tiefschürfende Gespräche mit seinem Pferd führt zu setzen, hat sich ausgezahlt. Seit Wochen ist Henry Cavills Serie eine der meistgesehensten des Streaming-Giganten. Auch das Internet ist begeistert, was die 93 prozentige Zustimmungrate auf der Bewertungsseite „Rotten Tomatoes“ bestätigt. 

Vermutlich sind die Kritiker deshalb so verwirrt, da sie eine Art neues „Game of Thrones“ erwartet haben. Aber wenn man einmal davon absieht, dass beide Shows epische Fantasy-Dramen sind, haben sie relativ wenig gemeinsam. Das stellt Showrunnerin Lauren Schmidt Hissrich fest. „The Witcher“ unterschiede sich im Humor und der Tonalität, als auch in der Präsentation seiner Charaktere von dem Thron-Abenteuer. 

Humor kommt nicht zu kurz 

Und tatsächlich: In vielen Momenten ist die Hexer-Serie humorvoller, geht mit den Schwierigkeiten seiner Figuren mit einem zwinkernden Auge um. Kokettiert sogar den etwas stoisch und mürrisch wirkenden Monsterjäger Geralt. Das Paradebeispiel für einen Helden eines Fantasy-Dramas. Vor allem der Musiker Jaskier (auf Deutsch: Rittersporn) bringt diese Leichtigkeit in die Erzählung, wodurch man ihn sofort ins Herz schließt. Die Wortgefechte des eher genervten Geralt und des anhänglichen und liebenswürdigen Jaskiers sind urkomisch. 

Natürlich ist die Timeline in der ersten Staffel ein großes Thema. Um sich einen genauen Überblick über die Serie verschaffen zu können, muss man tatsächlich alle acht Folgen (die ungefähr eine Stunde dauern) anschauen. Sonst ist es schwierig sich einen Reim auf den Inhalt der Show zu machen. Ungefähr in Folge vier fällt einem nämlich auf, dass die Storylines der drei Hauptcharaktere Geralt, Yennefer und Ciri, gar nicht in derselben Zeit stattfinden können. 

Ein ziemlich gewiefter Trick der Serienmacher, die mit Absicht keine Orientierungshilfe in Form von Untertiteln (Wo und wann befinden wir uns gerade) eingefügt haben. So sollten die Zuschauer gefordert werden. Doch sobald man die Zeitlinien durchschaut hat, ist es ein sehr effektiver Weg, um die Hintergrundgeschichten aller wichtigen Figuren genauer zu betrachten und eine Beziehung zu jedem aufzubauen, bevor diese aufeinander treffen. Wenn wir uns erinnern, haben Daenerys und Jon Schnee auch sieben Staffeln gebraucht, bis sie sich das erste Mal getroffen haben. Bei dem Trio in „The Witcher“ geht das alles sogar etwas schneller. Innerhalb einer Staffel. 

Frauenpower und Ohrwurm 

Starke Frauenrollen sind durch die kühne Zauberin Yennefer und die mutige Königstochter Ciri vertreten. Aber eines ist wirklich das herausstechendste Merkmal an der neuen Netflix-Show. Der nicht enden wollende Ohrwurm des Songs „Toss a coin to your witcher“. Seit Ende Dezember ist dieses Lied fest verankert in meinem Kopf und wird jedes Mal getriggert, wenn ich ein Bild oder auch nur den Namen der Serie irgendwo geschrieben sehe. Zugegeben es ist wirklich eingängig – aber wird es auch je wieder weggehen? Für Fans, die bereits Staffel zwei entgegenfiebern, heißt es stark bleiben. Sie ist leider erst für das Jahr 2021 angesetzt. 

 

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