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Weltfrauentag: Diese Persönlichkeiten solltet ihr kennen

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Da der Black History Month mit dem Februar gerade erst zu Ende gegangen ist, hier ein paar außergewöhnliche Wegbereiter und Idole, die man einfach bewundern muss.

Katherine Johnson

Erst kürzlich (am 24. Februar) im Alter von 101 verstorben, war Johnson eine der wichtigsten amerikanischen Mathematikerinnen. Sie arbeitete für die Nasa zu einer Zeit als es für Frauen noch eine Seltenheit war berufstätig zu sein. Dazu noch musste sie mit dem täglichen Rassismus der 1950er-Jahre in den USA zurechtkommen. Zur ihren Errungenschaften gehören ihre Berechnungen, die die Mondmodule der Apollo-Missionen mit den Kommandokapseln in der Mondumlaufbahn synchronisierten. Außerdem war Johnson an der Berechnung der Flugbahn für Apollo 11, der ersten Mondlandung, beteiligt. Erst durch das Buch „Hidden Figures“ und dessen spätere Verfilmung rückten die Erfolge der Frauen der Nasa in den Vordergrund. Vorher war deren Mitarbeit weithin unbekannt. Im Alter von 97 Jahren erhielt Johnson vom damaligen US-Präsident Barack Obama die Presidential Medal of Freedom – die höchste zivile Auszeichnung Amerikas.

Maya Angelou

Angelou, die bürgerlich eigentlich Marguerite Ann Johnson hieß, war eine der wichtigsten Vertreterinnen der amerikanischen Literaturwelt. In den sechs Bänden ihrer Autobiographie berichtet sie von ihrem Überlebenskampf und ihrer Suche nach Selbstbestimmung. Vor allem der erste Band „I Know Why The Caged Bird Sings“ (deutsch: Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt) ihrer Reihe, in dem sie ihre von Missbrauch geprägte Kindheit beschreibt, ist vielgerühmt und beachtet. Sie arbeitete als Tänzerin, Kellnerin in Nachtclubs, Zuhälterin und Prostituierte. Zwischen 1954 und 1955 wurde sie zunehmend erfolgreicher als Sängerin und tourte durch Europa. Wieder zurück in Amerika widmete sie sich komplett dem Schreiben – engagierte sich in der Bürgerrechtsbewegung von Martin Luther King und machte sich für Frauen stark. Vor allem ihr Gedicht „And Still I Rise“ ist wohl eins der wortgewaltigsten Stücke in der Poesie des 20. Jahrhunderts.

Toni Morrison

Die Rolle einer weiteren wichtigen Vertreterin der amerikanischen Schriftstellerszene kommt Morrison zu. Im August 2019 verstorben, war sie die erste afroamerikanische Autorin, die den Literaturnobelpreis gewann. Zudem erhielt sie den Pulitzerpreis. Schon früh gaben ihre Eltern Chloe Ardelia Wofford, wie die Prosa-Schreiberin eigentlich heißt, einen Sinn für Sprache mit auf den Weg, indem sie ihr traditionelle afroamerikanische Geistergeschichten und Märchen erzählten. Morrison las viel als Kind, ihre Lieblingsschriftsteller waren Jane Austen und Leo Tolstoi. Mit zwölf Jahren wurde sie katholisch getauft und übernahm den Namen Anthony, weswegen sie von da an nur noch Toni genannt wurde. Durch ihre Romane kämpfte sie gegen Rassismus und schreckte dabei auch nicht vor deutlichen Worten zurück. Vor allem das Familienepos „Solomons Lied“ und das Meisterwerk „Menschenkind“ sind hervorragende Beispiele für die Erzählgewalt Morrisons.

Harriet Tubman

Tubman war eine der bekanntesten afroamerikanischen Fluchthelferinnen der Organisation „Underground Railroad“, die von etwa 1849 bis 1865, dem Ende des amerikanischen Bürgerkrieges, entlaufenen Sklaven half aus den Südstaaten in die liberaleren Nordstaaten oder nach Kanada zu fliehen. Tubman selbst war 1849 erfolgreich der Sklaverei entflohen. Während des Sezessionskrieges arbeitete sie als Krankenschwester und Köchin sowie als Kundschafterin der Nordstaaten. Zudem engagierte sie sich für die Frauenbewegung. Als die Amerikanerin starb geriet ihr Vermächtnis in Vergessenheit. Heute jedoch zählt sie zu den bekannten historischen Persönlichkeiten des Landes. Die Obama-Regierung hatte sogar vor, Tubman auf dem neuen 20-Dollar-Schein abzubilden, der 2020 in Umlauf gebracht werden soll. Damit wäre die Fluchthelferin die einzige Frau auf den Geldnoten geworden. Doch unter Präsident Trump stellte man diese Entscheidung wieder zurück.

Madam C. J. Walker

Die aus Louisiana stammende Walker, mit bürgerlichem Namen Sarah Breedlove, wird als eine der ersten weiblichen Self-made-Millionärinnen Amerikas gehandelt. Sie war eine der erfolgreichsten afroamerikanischen Geschäftsführer aller Zeiten und eine der wohlhabendsten Self-made-Frauen der USA. Ihr Vermögen erlangte sie durch die Entwicklung einer Beauty- und Haarproduktlinie für schwarze Frauen. Zudem war die Geschäftsfrau für ihre Philanthropie und ihren Aktivismus bekannt. Sie setzte sich für zahllose Organisationen ein, förderte die schwarze Community und liebte Kunst.

Rosa Parks

Parks kennt man vor allem durch den historischen Moment, als sie sich weigerte einem weißen Fahrgast ihren Platz im Bus zu überlassen. Was zu ihrer Verhaftung führte. Der Bus-Boykott von Montgomery, Alabama, den Martin Luther King organisierte, gilt als einer der Anfänge der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Welche wiederum die Abschaffung der sogenannten Jim-Crow-Gesetze erwirkte. Durch ihre Arbeit im Einsatz für Bürgerrechte erhielt Parks mehrere Ehrungen darunter auch die Goldene Ehrenmedaille des Kongresses.

Aminata Touré

Touré engagiert sich schon seit 2012 für die Grüne Jugend Kiel und trat im selben Jahr auch in die Hauptpartei Bündnis 90/Die Grünen ein. Die Abgeordneten der Koalition in Schleswig-Holstein wählten die 27-Jährige 2019 zur Vizepräsidentin des Landtages. Sie ist die jüngste sowie erste afrodeutsche Person in dieser Position. In der Landtagsfraktion ist Touré die Sprecherin für Flucht und Migration, Frauenpolitik und Gleichstellung, Kinder und Jugend, Queerpolitik als auch Antirassismus.

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