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Kenianische Gewohnheiten

Übersicht

Kwa sinda mana (Guten Tag auf Kitaita)! Besonders auf die Sprache werde ich häufig angesprochen. Amtssprachen in Kenia sind Kiswahili und Englisch. Diese beiden Sprachen werden in der Schule auch gelehrt und der Unterricht läuft meist auf Englisch. Außer älteren Menschen, sprechen also die meisten Kenianer*innen fließend Englisch und Kiswahili.

Sprachliche Vielfalt 

So ist es auch in Nairobi, in der wohlhabenderen Gesellschaft, keine Seltenheit Englisch miteinander zu sprechen. Zudem gibt es in Kenia über 50 Volksgruppen, die jeweils ihre eigenen Sprachen haben. Außerhalb der Städte (in denen die Volksgruppen bunt gemischt leben) werden den ihnen verschiedene Gebiete zugeschrieben. Natürlich vermischt sich das langsam alles miteinander, bedingt durch die besseren Transport und Kommunikationsmöglichkeiten.

Oft heiraten Paare aus unterschiedlichen Volksgruppen. Ich wohne beispielsweise in den Taita Hills, in denen hauptsächlich Taitas wohnen und somit die Hauptsprache Kitaita ist (Kitaita hat auch noch einmal vier Dialekte). Hier sprechen also die meisten Menschen 3-4 Sprachen und Kenia ist sprachlich deutlich vielfältiger als Deutschland.

Bruch der Tradition

Ein Punkt der mich in Deutschland sehr beschäftigt hat ist die Kleidung. Hier legt man sehr viel Wert auf das Erscheinungsbild, weshalb viele Männer in Anzügen und Frauen in Kleidern oder Röcken rumlaufen. Auch hier gilt wieder, dass die Jugend mit dieser Tradition bricht und sich Klamottenmäßig eher europäisch oder US-amerikanisch kleidet, wie in den Filmen.

Über die Kleider oder Röcke binden sich viele Frauen Tücher, die nicht selten ein komplett anderes Muster haben. Klamotten lässt man sich auch des Öfteren aus Wachsstoff, so genanntem Kitenge, schneidern. Ansonsten kommen die meisten Sachen von Second-Hand Märkten. 

Lustige Fakten 

Weitere kleine Dinge, die mir aufgefallen sind, wären zum einen, dass man bei jedem Besuch ein kleines Geschenk (z.B. Eine Toastpackung, Obst...) mitbringt oder das die Menschen hier eher selten ausschlafen. Zur Begrüßung wird sich meist die Hand gegeben oder ein komplizierterer Handschlag, der oft in einer Umarmung endet. Außerdem gibt es viele Wandplakate in den Wohnzimmern. Bevorzugt mit Jesusgesicht oder schlechten Fotomontagen.

Wenn man telefoniert wird das Gespräch so kurz wie möglich gehalten- mein Rekord waren 18 Sekunden, um Guthaben zu sparen. Außerdem ist es eine bodenlose Frechheit einen Chai (schwarzer Tee mit Milch) auszuschlagen. Eine weitere lustige Sache ist, dass hier die Gefängnisse und Gerichte in Schwarz, Rot und Gold gestrichen werden. 

Zum Abschluss hier noch drei meiner Lieblingssätze:

How are youni? (Mehrzahl von How are you?)
It is very sweet (Es ist sehr lecker)
You look so smart (Du siehst gut aus) 

Galerien

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