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Die ersten Tage ...

Übersicht

Auch wenn diese schon etwas zurück liegt, berichte ich hier über meine erste Woche in Kambodscha.

Ankunft:

Ich bin um 9:30 im Flughafen von Phnom Penh angekommen. Dort wurden Adrian (ein Mitfreiwilliger aus Deutschland) und ich zunächst von einer Hitzewand und dann vom Vize-Präsidenten von "Cambodian Youth Action“ empfangen. Aus dem Tuc Tuc konnte ich mir ein erstes Bild von Kambodscha machen.

Ich rieche Benzin, Motorroller überholen rechts und links, Autos stehen am Ende der Verkehrsnahrungskette aber das Wort an das ich denken muss ist "Flow“, es funktioniert (wenn man die richtige Zeit erwischt). Ich wurde bald nach meiner Ankunft Teil dieses Flows als wir zu dritt auf einem Roller saßen und uns für eine SIM-Karte durch den Verkehr schlängelten.

Unterkunft:

Im Office von CYA (Cambodian Youth Action) haben wir zunächst einige sehr nette Mitarbeiter kennengelernt und ich habe mich sofort sehr wohl gefühlt.

Das Office liegt in der Nähe des Flughafens, in einem ärmeren Teil Phnom Penhs und war, ausgestattet mit einem Doppelbett, unser Quartier für die ersten Tage.

Erste Erkenntnisse:

In Phnom Penh habe ich schnell sehr viel kennengelernt. Ich bekam erste Khmer-Stunden in denen ich anfing das Khmer-Alphabet und die ersten Wörter und Phrasen zu lernen. Vor allem das Alphabet ist seeeehr schwer. Gespräche mit CYA-Mitarbeitern halfen mir andere Teile des Landes, die Geschichte der Roten Khmer und die politische Lage heute besser zu verstehen.

Für den Kontext: knapp einen Monat vor meiner Ankunft fanden Wahlen in Kambodscha statt und die Regierungspartei hat nun, nachdem die größte Oppositionspartei aufgelöst wurde, alle Sitze im Parlament inne. Der kambodschanische Premier Minister ist noch immer der selbe, der nach den Roten Khmer von Vietnam eingesetzt wurde. Vietnam hat nach dem Bürgerkrieg Teile Kambodschas erhalten auf denen noch heute Khmer leben und die die Kambodschaner als ihr Eigentum betrachten. Politik darf in der Öffentlichkeit allerdings nicht diskutiert werden. Ich habe den Unmut gegen die Duldung der sog. Chinafication sowie den Einfluss Vietnams aus erster Hand beobachten können.
 

Zurück zu einfacheren Themen.

Essen:

"Iss erstmal nicht so viel...“ Ich wurde im Vorfeld in Deutschland und von Kambodschanern wegen der Nahrungsumstellung vor anfänglichen Magenproblemen gewarnt. Gehalten habe ich mich daran nicht. Ich esse gerne! (und Probleme hatte ich auch nicht). Grundnahrungsmittel Nummer 1 in Kambodscha ist Reis, meistens serviert mit mehreren Beilagen (Gemüse mit Fleisch oder Fisch) die dann am Tisch mit allen geteilt werden. Im Gegensatz zur Thai Küche ist kambodschanisches Essen nicht scharf, es sei denn man überschätzt sich bei der Menge an Soße, in der oft einige Chilischeiben schwimmen.

In der Nähe unserer Unterkunft fanden Adrian und ich ein kleines Lokal in dem wir für 3500 Riel (ca. $0.87)  ein sehr gutes "Frühstück“ bekommen konnten. Ich schreibe "Frühstück“ weil die Mahlzeiten in Kambodscha mehr oder weniger austauschbar sind. Was man morgens isst, könnte genauso gut als Abendessen durchgehen. So bestand unser Frühstück in Phnom Penh aus einer Art Rinderbrühe (ich bin mir nicht sicher welches Tier in der Suppe war), Reis, sowie schmale Omlette- und Schweinefleischstreifen.

Fazit:

Phnom Penh ist eine Stadt mit vielen Kontrasten, es gibt mehrstöckige Shoppingmalls aber auch sehr einfache Märkte. Je nachdem wo man ist sieht man Armut oder ein aufstrebendes Land. Ich habe vor allem die Atmosphäre an der Uferpromenade genossen. Abends spielen Kinder dort Fußball, ältere Herren kicken sich in hohen Bögen ein kleines Spielgerät zu und Frauen machen Gymnastik.

Ich habe noch lange nicht alles gesehen, aber wir mussten ins Projekt als eine große Gruppe Japaner das Office besuchte … (Fortsetzung folgt)


Infos für zukünftige Kambodscha-Reisende:

SIM-Karte:
Es lohnt sich, sich in den vielen Kiosks von Phnom Penh eine SIM-Karte zu kaufen. Meine SIM-Karte vom Anbieter Smart hat $3 gekostet. Für $1 pro Woche bekommt man mehr Datenvolumen als man verbrauchen kann und ein Guthaben für Anrufe. Anrufe ins selbe Netz sind kostenlos.

Wenn ihr ein neues Handy für die Reise kauft, achtet darauf das es eventuell nur für den europäischen Markt gemacht ist. Das ist an sich kein Problem solange man lange genug in Europa telefoniert (mind. 15 Minuten). Schafft man das nicht rechtzeitig kann man sein Smartphone vom Hersteller freischalten lassen.

Wie komme ich von A nach B ?
In Phnom Penh und anderen Städten des Landes fahren überall Tuc-Tucs und Rikshaws. Die Fahrer sprechen einen überall an, aber fordern von Ausländern meistens zu hohe Preise. Wer keine Lust hat zu verhandeln sollte sich PassApp oder Grab installieren, die zwei Apps sind das Äquivalent zu Uber in Kambodscha und sparen Geld und Nerven.

 

 

 

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