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Quer durch Kambodscha

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Die Zeit vergeht wie im Flug. Ich bin nun schon seit zweieinhalb Monaten in Kambodscha und habe erst sehr wenig über meine Erfahrungen hier berichtet. Dieser Eintrag soll die letzten zwei Monate im Zeitraffer aufholen und der Beginn einer etwas regelmäßigeren Schreibroutine werden. An alle, die auf meine Berichte gewartet haben: Es tut mir leid!

Japaner zu Besuch

Am Ende meines letzten Eintrags war von einer Gruppe Japanern die Rede, die uns im Office besucht haben. Die Japaner(innen) (alle etwa 20 Jahre alt) bildeten gemeinsam mit einigen kambodschanischen Freiwilligen ein sogenanntes Workcamp. Zusammen fuhren wir ins Projekt, wo sie für drei Wochen den Unterricht übernehmen würden. In diesen drei Wochen musste ich nicht viel unterrichten und hatte Zeit, mich an meine neue Umgebung zu gewöhnen, mehr Khmer zu lernen und ein tägliches Fußballtraining am Morgen zu organisieren. Dabei hatte ich viel Spaß mit den Leuten aus dem Workcamp und lernte gleichzeitig die japanische Kultur kennen.

Alles änderte sich schlagartig als uns das Workcamp verließ. Aufgaben, die davor von 20 Leuten übernommen wurden, fielen nun auf drei Leute zurück. Die Woche nach dem Workcamp sehe ich als meine erste richtige Woche im Projekt.

Die große Reise

Die erste Woche "alleine“ war zwar anstrengend, es blieb aber erstmal nur bei dieser einen Woche, da meine Empfängerorganisation CYA ihre Einrichtungen, anlässlich eines buddhistischen Festes (Pchum Ban), für zwei Wochen schloss (die einzigen Ferien meiner Organisation). Adrian (mein deutscher Mitfreiwilliger) und ich nutzten diese zwei Wochen, um Kambodscha zu erkunden.

Wir begannen in der Hauptstadt unserer Provinz Kâmpôt, bekannt für den besten Pfeffer der Welt. Von Kâmpôt aus machten wir einen Ausflug zum Küstenstädtchen Kep, bevor wir weiter nach Westen reisten, wo wir in Sihanoukville direkt eine Fähre auf die paradiesische Insel Koh Rong nahmen und dort einige Tage verbrachten. Nach Koh Rong verbrachten wir eine Nacht in Sihanoukville, um dann einen Zwischenstop in der Hauptstadt Phnom Penh zu machen. Von Phnom Penh ging es weiter in den Norden nach Battambang, Heimatstadt vieler Mitarbeiter von CYA. Unser letzter Halt war Siem Reap: der Ort, an dem die berühmten Tempel der Angkor Ära zu sehen sind.

Die Flut

Während unserer Reise erhielten wir die Nachricht, dass der Learning Center überflutet wurde. Als wir zurückkamen war das Wasser zwar verschwunden, die Spuren der Flut waren aber noch deutlich zu  erkennen und so ging es direkt ans Putzen und Aufräumen.

Nach meiner Rückkehr von der Reise kehrte für einige Zeit der Alltag (dem noch ein Extra-Bericht gewidmet wird) ein, bis dieser von einem kurzen Trip nach Ho-Chi-Minh-City unterbrochen wurde. Dort musste ich eine Art Studieneignungstest für Universitäten in England ablegen, den man in Kambodscha nicht absolvieren kann. Die Umstellung vom 200-Familien-Dorf zur Millionen-Stadt war eine Herausforderung.

Blick in die Zukunft

Für absehbare Zeit sind keine größeren Reisen mehr geplant. Wir erwarten die nächsten Monate einige neue Workcamps, beispielsweise aus Hongkong. Mittlerweile sind wir stärker in die Organisation von CYA eingebunden und werden an einem Forum für internationale Freiwilligendienste teilnehmen.

Ich werde meiner Reise durch Kambodscha und meinem Alltag in zwei separaten Berichten nochmal mehr Raum geben, um damit die Grundlage für regelmäßigere Blogeinträge zu schaffen.

Zwischenfazit: Kambodscha fühlt sich immer mehr wie ein Zuhause an!

 

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