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Die Reise nach Laos

Übersicht

Ende Mai hatte ich die Möglichkeit mir zwei Wochen frei zu nehmen und gemeinsam mit Adrian und zwei japanischen Freunden nach Laos zu fahren. Ohne einen festen Plan machten wir uns auf den Weg und erreichten Laos nach einigen Stunden Busfahrt (was "lange Busfahrt“ bedeutet, sollte ich erst später erfahren).

Die 4000 Inseln

Unser erstes Ziel waren die sogenannten 4000 Inseln, ein Delta im Mekong Fluss, nahe der kambodschanisch-laotischen Grenze. Von Nakasong aus brachte uns ein schmales Boot zu der am dichtesten besiedelten Insel des Deltas, Don Det. Dicht besiedelt ist hier allerdings ein relativer Begriff, die Insel ist zwar voller Bungalows für Touristen, aber hat, wie alles was ich von Laos gesehen habe, einen eher ruhigen und leicht verschlafenen Charakter.  

Die Insel eignet sich gut um die spektakuläre Natur Laos‘ zu erkunden, und so sahen wir an unserem ersten Tag große Wasserfälle und eine seltene Art von Süßwasserdelphinen.
Ein weiteres Highlight waren die Ziplines (Seilrutschen) an denen wir einen riesigen Wasserfall von oben bestaunen konnten.  

Tour zum Bolaven Plateau

Nach Don Det ging es in die, mit 120 000 Einwohnern, drittgrößte Stadt Laos‘, Paksé.  Paksé ist wie viele andere Städte in Südostasien vom französischen Kolonialstil geprägt. Allerdings verbrachten wir nicht viel Zeit dort, da wir eine drei-tägige Tour auf das Bolaven Plateau geplant hatten. Dies war eine weitere Gelegenheit die wunderschöne Natur in Laos zu bestaunen.

Neben den zahlreichen Wasserfällen besuchten wir unter anderem auch eine Bio-Kaffee Plantage. Das eindrücklichste Erlebnis auf der Tour war, als ich an der Klippe eines 50 m hohen Wasserfalls stand (der auf Grund eines Staudamms kaum noch Wasser führte) und eine einzigartige Aussicht auf das Plateau hatte. Ein etwas mulmiges Gefühl hatte ich allerdings auch.

Hauptstadt Vientianne

Nach der Tour machten wir noch einen Tagesausflug zum Wat Phu, einem Tempel der Khmer, die die Region vom zehnten bis 14. Jahrhundert dominierten. Wat Phu war zu seinen Hochzeiten durch eine Straße mit dem berühmten Angkor Wat Tempel in Kambodscha verbunden.  

Von Paksé aus nahmen wir dann eine zehnstündige Busfahrt nach Vientianne auf uns. Die Hauptstadt ist verglichen zu anderen Hauptstädten sehr ruhig und relativ leicht zu Fuß oder auf dem Fahrrad zu erkunden. In Vientianne sahen wir die "goldene Stupa“ und andere Wahrzeichen, wie den Buddha Park oder das Patuxai Monument, das sehr an den Arc de Triomphe in Paris erinnert.

Nach ein paar Tagen in Vientianne beschlossen wir dann, uns auf die Heimreise zu begeben.

Holprige Heimreise

Geplant war, Vientianne am Abend zu verlassen und am Abend des nächsten Tages in Phnom Penh anzukommen. Für Menschen über 1,70 m, sind Schlafbusse eine ziemliche Herausforderung, bei welcher der "Schlaf“ eher zu kurz kommt. Wir überlebten die Nacht und erreichten Paksé nun zum dritten Mal. Von dort aus brachte uns ein Bus an die Grenze.

An der Grenze mussten wir dann fast zwei Stunden warten (was sich als der kritische Punkt auf der Rückreise entpuppte), bis uns ein weiterer Bus nach Stung Treng fuhr, eine Art Transistor für alle, die von Kambodscha nach Laos wollen oder umgekehrt. Viel zu sehen gibt es dort allerdings nicht. Eigentliche sollte das für uns keine Rolle spielen, da wir erwarteten direkt weiter nach Phnom Penh zu fahren, allerdings hörten wir dann, das es an diesem Nachmittag keinen Bus mehr gab und wir auf den nächsten Schlafbus warten sollten.

Lange Wartezeiten

Das machten wir dann auch für etwa acht Stunden. Die letzten drei davon verbrachten wir an einer Tankstelle mitten im Nirgendwo, da der Bus dort halten würde. Um die Zeit zu vertreiben spielte ich eine Art Federball (ohne Schläger) mit ein paar Kindern und Jugendlichen, welche die ganze Nacht an Essensständen verkauften. Mit einem von ihnen habe ich mich eine ganze Weile über seinen Alltag, seine Ziele und vieles mehr unterhalten. Ronaldo ist sein großes Vorbild und er geht nachmittags zur Schule, da er nachts verkaufen muss und erst um sechs Uhr morgens schlafen geht. Mit dem Jungen schreibe ich ab und zu noch auf Facebook.

Um elf Uhr nachts kam dann der Bus und ich verbrachte sieben Stunden eingezwängt in Embryonenstellung auf kleinstem Raum, da ich nicht in den für die Füße vorgesehenen Raum passte. 1300 km und 36 Stunden später erreichten wir Phnom Penh um 6 Uhr morgens.

Fazit

Laos hat eine wunderschöne Natur und ist noch nicht so sehr vom Tourismus eingenommen. Rückblickend hätte ich gerne noch mehr Zeit in der Natur verbracht als in den Städten. Was ich etwas vermisst habe, war die Interaktion mit den Menschen. In Kambodscha fällt dies viel leichter, da ich die Sprache zu einem gewissen Grad beherrsche. In Laos hatte ich das Gefühl, die Menschen suchen den Kontakt weniger und sind eher zurückhaltend. Dennoch habe ich meine Zeit in Laos sehr genossen.

 

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