Stimmt.de

Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Arbeitsbeginn und Alltag

Übersicht

Und nun ist schon mehr als ein Monat vergangen! Ich weiß auch nicht so recht, auf der einen Seite kommt mir der Abflug schon Ewigkeiten entfernt vor, doch auf der anderen Seite vergeht die Zeit hier auch wirklich wie im Flug.

Doch was ist die letzten drei Wochen schon wieder alles passiert? 

Zuerst einmal hat jetzt meine Arbeit begonnen. Seit drei Wochen arbeite ich nun bereits in dem Altenheim Centro Gerontologico im Herzen von Cusco. In dem Altenheim wohnen ungefähr 150 ältere Menschen in den unterschiedlichsten Gesundheitsstadien. Hier gibt es Menschen, die in dem Altenheim wohnen, da sie arm sind und hier eine neue Unterkunft finden, gesundheitlich aber noch richtig fit sind. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Menschen, die wirklich pflegebedürftig sind und auf Hilfe angewiesen sind, um den Alltag zu bewältigen. Ich kann mich in dem Projekt sehr vielseitig einbringen, beispielsweise helfe ich fast jeden Morgen in der Physiotherapie und mache mit den älteren Menschen Sport. Zudem hat mich der Physiotherapeut in die Kunst der Massage und in die Physiotherapie eingewiesen, weshalb ich auch erste Anwendungen mit den älteren Menschen durchführen durfte. Zudem gibt es in der Physiotherapie eine Bastelecke, in welcher ich gemeinsam mit den älteren Menschen Schlüsselanhänger, Armbänder oder Karten bastele.

Außerdem helfe ich häufig gemeinsam mit anderen Freiwilligen in der Küche, beim Abwaschen, in der Wäscherei, beim Füttern der Pflegebedürftigen und vieles mehr... zusätzlich versuche ich, so viel wie möglich mit den Menschen zu reden. Das ist auch wirklich total interessant, was die Menschen alles zu erzählen haben, denn die meisten sind noch sehr kulturell geprägt und können mir sehr viel von der Inka Kultur und von dem Leben in Peru erzählen. Die ersten drei Wochen im Projekt haben mir jedenfalls sehr viel Spaß gemacht und ich glaube, dass ich in diesem Projekt genau richtig bin, denn es wird wirklich nie langweilig und es gibt jede Menge zu tun. Mein normaler Arbeitstag beginnt um 7:30 Uhr und endet um 16:30. Zwischendrin gibt es um Neun Uhr für uns Mitarbeiter Frühstück und von 13:00 bis 14:00 Uhr essen wir Mitarbeiter alle gemeinsam und verbringen unsere Mittagspause. Das gemeinsame Mittagessen mit den  Mitarbeitern und den anderen Freiwilligen ist wirklich auch ein schöner Tag meines Arbeitsalltags, da die Mitarbeiter wirklich alle sehr nett sind und uns viel über das Leben in Peru erzählen und uns Tipps für Cusco und die Umgebung geben. Außerdem ist das Essen hier im Altenheim wirklich seeeehr lecker

Doch natürlich besteht mein Leben hier nicht nur aus Arbeit. Zwar sind wir nach der Arbeit meist ziemlich müde, doch wir als WG verbringen viel Zeit damit, gemeinsam zu kochen oder zu backen, Märkte zu besuchen und über die verschiedensten Dinge (hauptsächlich Politik und Religion) :D zu diskutieren. Am Wochenende unternehmen wir meist Ausflüge in der Umgebung, so sind wir beispielsweise zu den Salineras de Maras gewandert. Die Salineras sind Salzterrassen, welche von den Inkas zum Salzanbau gebaut wurden und noch heute benutzt werden. Die Landschaft hier ist wirklich atemberaubend und einfach komplett anders, als bei uns. Momentan ist noch die Trockenzeit, weshalb die Landschaft wirklich sehr karg und braun ist. Doch die Mischung aus Trockenheit und den Anden im Hintergrund beschert einfach jeden Tag aufs Neue wunderbare Augenblicke

Letzten Freitag war zudem ein Feiertag, weshalb ich gemeinsam mit meinen Mitbewohnern zehn Stunden mit dem Nachtbus nach Arequipa, die zweitgrößte Stadt Perus gefahren bin. Besonders schön war hier das sonnig- milde Klima, welches deutlich angenehmer als die eiskalten Nächte in Cusco ist. So verbrachten wir unser Wochenende damit, die schöne Kolonialstadt zu besichtigen, welche auch unter dem Namen "Ciudad Blanca" (weiße Stadt) bekannt ist. So besuchten wir das Kloster Santa Catalina, den Markt San Camillo, den Plaza de Armas und probierten uns durch die Streetfood-Szene von Arequipa. Zudem genossen wir den Sonnenuntergang in der weißen Stadt von der Dachterrasse unseres Hostels

Alles in allem habe ich her das Gefühl, dass sich hier eine sehr gute Mischung aus Arbeit und Freizeit und Ausflügen einpendelt. Für die nächsten Tage und Wochen haben wir schon so viele Ausflugsziele, Ideen für den Alltag und im Projekt und möchten nun auch beginnen, Salsa zu tanzen und ich möchte zudem endlich wieder im Fitnessstudio Sport machen. Ich bin also gespannt, was die nächsten Wochen mit sich bringen und freue mich auf jeden einzelnen Tag!

In diesem Sinne- bis bald!
Eure Lara  

Galerien

Regionale Events

Würth feiert Jubiläum

Im Jahr 2020 blickt die Adolf Würth GmbH & Co. KG auf ein 75-jähriges bestehen zurück. Gefeiert wird dies mit den Würth Philharmoniker, Open Air und einem Tag der offenen Tür.