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Updates aus Cusco

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Kaum zu glauben, dass nun bereits vier Monate in Peru vergangen sind…

Inzwischen habe ich wirklich das Gefühl, hier richtig angekommen zu sein. Ich kann wirklich aktiv und sinnvoll im Altenheim mithelfen und kann mich inzwischen fließend auf Spanisch unterhalten. Auch mit meinen Kolleginnen in meinem Pavillon im Altenheim verstehe ich mich echt super, sodass ich wirklich gerne zur Arbeit gehe. Zudem hat sich durch meine Freizeitbeschäftigungen inzwischen ein richtiger Alltag hier in Cusco eingestellt: So tanze ich zweimal die Woche Salsa und Bachata und trainiere regemäßig im Fitnessstudio. Die restliche Zeit verbringe ich mit meinen Mitbewohnern in der Stadt oder auf Wochenendausflügen.

Aufgrund von Feiertagen konnten wir in letzter Zeit auch einige Kurztrips unternehmen: So waren wir beispielsweise im Oktober für vier Tage im Amazonasgebiet in der Nähe der Stadt Puerto Maldonado in einer Dschungel-Lodge. Mit einem lokalen Guide erkundeten wir den Tambopata Nationalpark und sahen Affen, Schlangen, Papageie, Otter, Krokodile und viele weitere Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum. Unsere Lodge war nur durch eine zwanzigminütige Bootsfahrt zu erreichen und befand sich wirklich mitten im Nirgendwo. So gab es beispielsweise nur kaltes Wasser und Strom gab es auch nur bis 21 Uhr

Wenn die gigantischen Urwaldbäume einen dann aber langsam in den Schlaf singen und die Affen im Hintergrund ihre Geräusche von sich geben, ist das wirklich ein einmaliges Gefühl!

Ein weiteres verlängertes Wochenende verbrachten wir ebenfalls im Dschungel Perus, jedoch in Quillabamba. Dies ist eine Stadt im Departamento Cusco und in nur fünf Stunden mit dem Bus von Cusco aus zu erreichen. Die Menschen aus Quillabamba bezeichnen sich selbst noch als Cusqueños (so werden die Menschen genannt, die in der Stadt Cusco wohnen), wohnen jedoch in einer komplett anderen Klimazone. Nach Quillabamba verirrt sich wirklich kein normaler Tourist, weshalb wir in Quillabamba mit unseren blonden Haaren und heller Haut wirklich komplett aufgefallen sind und von den Einheimischen sehr freundlich und interessiert begutachtet wurden. In Quillabamba wanderten wir komplett ohne Guide und ohne Internetverbindung im Bergregenwald und entdeckten wunderschöne Wasserfälle, Pflanzen und Bäche. In den Wasserfällen konnte man richtig toll baden und konnte und nebenher noch leckere Früchte von den Bäumen ernten! Komplett ohne andere Touristen war das ebenfalls ein wirklich wunderschönes Wochenende! 

Doch auch direkt in Cusco und Umgebung gibt es beeindruckende Ausflugsziele. So befindet sich das "heilige Tal der Inkas" nur ungefähr eine Busstunde vom Zentrum Cuscos entfernt. Das "heilige Tal" war ursprünglich das landwirtschaftliche Hochtal zur Inka- Zeit, weshalb es hier noch viele Inka Ruinen zu bestaunen gibt. Im heiligen Tal der Inkas verbrachten wir ebenfalls sehr schöne Wochenenden in Pisac und Urubamba, was beides kleinere Orte mit einem spirituellen Charakter sind. Hin und wieder ist es einfach total schön, das chaotische, laute Cusco für einen Tag oder ein Wochenende zu verlassen und die wunderschönen Ruinen von Pisac zu bestaunen oder einfach nur einmal die Ruhe in Urubamba zu genießen. 

Seit neuestem helfen wir auch öfters, zusammen mit unserer Chefin, einigen indigenen Dorfgemeinschaften bei verschiedenen Arbeiten auf dem Land. So haben wir beispielsweise letztes Wochenende einem Dorf dabei geholfen, einen Weg bis zu ihrem Dorf zu bauen. Seither war das Dorf komplett von der Außenwelt abgesperrt, doch durch unsere Hilfe konnte nun ein Weg gebaut werden und der Anschluss an die Zivilisation ermöglicht werden. Ausgestattet mit Macheten, Hacken und jeder Menge Koka Blättern konnten wir somit einen sinnvollen Beitrag leisten. 
Hin und wieder helfen wir auch auf den Feldern einzelner Campesinos oder auf dem Feld unserer Chefin. Das ist zwar jedes Mal total anstrengend, doch die Feldarbeit erinnert mich zum einen an die mir so heimische Traubenlese und ist zum anderen eine super Möglichkeit, um noch tiefer in die andinen Traditionen einzublicken. Denn die Peruaner verspüren alle eine tiefe Verbundenheit mit der Mutter Erde, welche hier Pachamama genannt wird. Deshalb hat hier die Arbeit auf dem Land und allgemein die Natur einen sehr hohen Stellenwert und die Arbeit auf dem Land ist für die Peruaner noch sehr wichtig.

Ihr seht schon, mir wird es hier in Cusco so schnell also nicht langweilig! Ich freue mich schon riesig auf die Adventszeit in Cusco. Wir als WG haben bereits begonnen Plätzchen zu backen und einen Adventskalender für uns als WG zu basteln. Im Altenheim laufen ebenfalls die

Vorbereitungen für die Adventszeit und die im Advent anstehenden Fiestas. Gemeinsam mit meinen beiden Kolleginnen werde ich bei einer Fiesta einen peruanischen Tanz aufführen und wir deutschen Freiwilligen sind gerade dabei, einen Schuhplattler einzustudieren... Es ist also immer sehr viel los, sowohl auf der Arbeit als auch in meiner Freizeit…

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ebenfalls eine besinnliche und wunderschöne Adventszeit!

Bis bald, eure Lara 

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