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Mehr als glücklich

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Als wäre das Abitur nicht schon mit genügend Arbeit, Stress und schlaflosen Nächten verbunden, soll man sich dann auch noch Gedanken machen, was danach kommt. Schließlich verschont kaum jemand einen mit der scheinbar beiläufigen Frage: Und? Was hast du so geplant

Beiläufige Frage

Auch mir blieben diese Fragen, stets begleitet von einem ermunternden Lächeln und einem erwartungsvollen Blick, nicht erspart. Doch so beiläufig kam mir diese Angelegenheit dann eben doch nicht immer vor. Und je näher das Abitur rückte, umso weniger konnte ich dem immergleichen Wortlaut entgehen. Dumm nur, wenn man wie ich keine richtige Antwort darauf hatte.

Dabei hatte ich jahrelang voller Überzeugung mit vielen anderen den Plan eines "Gap Years" geteilt. Ein Jahr Pause – weg von allem, was mich die letzten Jahre so umgeben hatte. Die Sehnsucht nach einem Neuanfang war allgegenwärtig. Als die Entscheidung drängte, wurde mir klar, dass die große weite Welt mich zwar reizte, aber eben doch noch ein wenig warten konnte. Viel mehr faszinierte mich der Gedanke, nun endlich etwas zu lernen, was mich wirklich interessiert.

Dinge ausprobieren

Ein Semester später kann ich zum Glück sagen, dass sich die Aussage vieler, die meine optimistische Einstellung dem Studium gegenüber mit einem müden Lächeln als naiv abtaten, (bis jetzt) nicht bestätigt hat. Mit meiner Entscheidung, in Tübingen Medienwissenschaften und Rhetorik zu studieren, bin ich mehr als glücklich. Eine neue, wunderschöne Umgebung habe ich schließlich dennoch, und unzählige inspirierende, großartige Leute noch dazu.
 
Lasst euch also keinesfalls von all den Weltenbummlern verunsichern. Ein angefangenes Studium bedeutet noch lange nicht, dass die Möglichkeit, viele Dinge auszuprobieren, vertan ist. Im Gegenteil, mit ein bisschen Wissbegier hält das Studentenleben so viel mehr als das eigentliche Studienfach bereit. Deswegen: Traut euch, neue Dinge auszuprobieren und nutzt jede Chance, die sich euch bietet – selbst wenn das bedeutet, die geliebte Comfort Zone zu verlassen. Vielleicht sogar gerade dann.

Hintergrund

Über Ängste, G8 und dem stetigen Drang danach, die richtige Entscheidung für die eigene Zukunft zu treffen erzählen Jugendliche. Lara Walter macht dieses Jahr das Abitur und setzt sich mit den Gründen für die Planlosigkeit auseinander und Nina hat vor einem Jahr ihren Abschluss gemacht und studiert nun in Tübingen. Außerdem erzählen drei angehende Abiturienten was sie für Pläne nach dem Abschluss haben.

 

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