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Von Beruf Umweltschützer

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Angefangen hat alles mit der Frage: Was mache ich bloß nach dem Schulabschluss? Ausbildung, Studium oder erst einmal die Welt entdecken? Die Möglichkeiten sind vielfältig und die neu gewonnene Freiheit so verlockend, dass man leicht den Überblick verliert, was das Beste ist. Ich bin Aline, 19 Jahre alt und habe im Frühjahr 2011 am Mönchsee-Gymnasium in Heilbronn mein Abitur gemacht. Nachdem ich vom Lernen erst einmal die Schnauze voll hatte und fürs Reisen das nötige Kleingeld fehlte, musste eine andere Lösung her.
 
Vom FSJ, dem Freiwilligen Sozialen Jahr, hatte ich schon gehört. Beim Stöbern durchs Internet stieß ich auf das FÖJ, das Freiwillige Ökologische Jahr. Da ich mich bereits während meiner Schulzeit für den Umweltschutz interessierte und bei der Grünen Jugend sowie der Greenpeace-Gruppe Heilbronn aktiv war, erschien mir dies optimal, mein Hobby zumindest für ein Jahr zum Beruf zu machen. Zwei Wochen und 120 Mitbewerber später bekam ich die von mir erhoffte Stelle bei Greenpeace in Hamburg.
 
 

Neue Umgebung

Ende Juli 2011 trat ich dann voller Vorfreude auf das kommende Jahr meinen Umzug nach Hamburg an, da Greenpeace dort über eine deutschlandweit agierende Zentrale verfügt. Das Wetter in der Hansestadt wurde seinem Ruf meistens gerecht, meine knapp 200 Kollegen waren dafür umso freundlicher. Der Bereich, in dem ich arbeitete, beschäftigt sich vorwiegend mit der Koordination und Unterstützung der momentan knapp 110 ehrenamtlichen Gruppen in Deutschland. Die ehrenamtlichen Mitglieder sind das wichtigste Glied und die Basis der Greenpeace-Arbeit. Um den einen Teil, nämlich die 50 Jugendgruppen mit ihren knapp 800 Mitgliedern zwischen 14 und 18 Jahren, kümmerte ich mich.
 
 

Eine klassische Woche im Büro

Eine typische Woche im Büro bestand darin, mich mit den Anliegen, Fragen und Problemen der Jugendgruppen zu beschäftigen. Ich half bei Problemen mit der Stadtverwaltung, verschickte Tierkostüme und Flyer an die Jugendgruppen oder führte auch einfach nur mal ein liebes Telefonat mit manchen sehr redefreudigen Jugendlichen. Ich war also ihr direkter Ansprechpartner und Draht in die Greenpeace-Zentrale. Andersrum hatte ich die Möglichkeit, Anregungen und Aktionsideen, die von uns Hauptamtlichen in fast täglich stattfindenden Meetings entwickelt wurden, in die Jugendgruppen heraus zu tragen.
 
Diese Position, in der ich arbeitete, war natürlich nicht immer einfach, insbesondere wenn es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen kam, allerdings hatte ich in dieser Position auch enorm viele Freiheiten und Möglichkeiten, eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Abgesehen von der schönen Zeit, die ich in dem Jahr hatte, konnte ich auch herausfinden, was mir liegt und Spaß macht.
 
 

Arbeiten auf einem Schiff

Meine Arbeit fand allerdings nicht nur im Büro statt, sondern konnte sich auch mal auf einen so ungewöhnlichen Arbeitsplatz wie ein Schiff verlagern. Als das im vergangenen Jahr fertiggestellte neue Flaggschiff von Greenpeace, die Rainbow Warrior 3, den Hamburger Hafen anlief, und dort drei Tage lang für Besucher zum Besichtigen zugänglich war, bestand meine Aufgabe darin, Schulklassen über das Deck zu führen und ihnen das Schiff zu zeigen. Es war zwar eisig kalt, Spaß hat es aber trotzdem gemacht.
 
 

Videodreh

Höhepunkt meines FÖJs war die Aufgabe, ein kurzes Promovideo über die Greenpeace Jugend zu entwickeln. Was zeichnet sie aus, was motiviert sie und was macht sie überhaupt? Für das Projekt lud ich Jugendliche, die sich an der Entwicklung des Videos beteiligen wollten, nach Hamburg ein, um mit ihnen und einer professionellen Regisseurin ein Wochenende lang die inhaltlichen Aspekte, also Drehbuch und Storyboard, festzulegen. Nach der Planung ging es mit einem Team aus Regisseurin, Kamera- und Tonmann nach Stuttgart, wo gerade ein regionales Treffen der Greenpeace Jugendgruppen aus Süddeutschland stattfand.
 
So entstand an drei Drehtagen und einem super schönen Wochenende zum Abschluss meines Jahres ein wirklich sehenswertes neues Imagevideo der Greenpeace Jugend Deutschland. Anschauen kann man das Werk auf dem Youtube-Kanal des Vereins.
 
 

 

                         

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