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Eure Stimme zählt

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Fünf Kandidaten treten am 16. März bei der Oberbürgermeisterwahl in Heilbronn an. Im Mai sind in Baden-Württemberg Kommunalwahlen. Erstmals dürfen jetzt auch 16- und 17-Jährige ihre Stimme abgeben. In der Heilbronner Innenstadt gehen die Spitzenkandidaten Martin Diepgen und Harry Mergel persönlich an ihren Infoständen auf Stimmenfang. Auch die parteilosen Rolf Rinkenauer, Björn Brett und Jürgen Mosthaf suchen den Kontakt zu den Bürgern. Und trotzdem kennen die meisten Jugendlichen die Politiker nicht. Einige wissen auch nicht, dass sie jetzt auf kommunaler Ebene ab 16 Jahren wahlberechtigt sind.
 

Genau informieren

Jessica Seimen (17) und Lukas Kochanski (17) gehören nicht dazu. Die beiden Abiturienten haben ihre Wahlbenachrichtigung vor ein paar Tagen erhalten und sind sich sicher, dass das Thema Oberbürgermeisterwahl auch demnächst unter Freunden angesprochen wird. "Ich werde auf jeden Fall wählen gehen", antwortet die Heilbronnerin Jessica. "Erst mal muss ich mich aber auf meine Abi-Prüfungen konzentrieren, dann werde ich mich nochmal genauer über die Wahl informieren."

Auf Facebook haben sich Martin Diepgen und Harry Mergel für das Hip Island stark gemacht. "Es ist eines der wichtigsten Themen für die jungen Leute", meint Lukas. Seine endgültige Entscheidung trifft er aber erst, wenn es mehr Meinungen der einzelnen Kandidaten zu verschiedenen Bereichen, die die Jugendlichen betreffen, gibt.
 

Interesse für Politik

Der Forchtenberger Tim Knorr und Mona Specht aus Zweiflingen können ihre Stimme bei den diesjährigen Kommunalwahlen in Baden-Württemberg noch nicht abgeben. Sie sind beide erst 15 Jahre alt, dennoch ist die Wahl in diesem Jahr auch bei ihnen ein Thema. "Viele meiner Freunde werden dieses Jahr wählen gehen", erklärt die 15-Jährige. Auch Tim interessiert sich für Politik: "Wenn ich wählen könnte, würde ich hingehen. Auch die Bundestagswahlen habe ich letztes Jahr mitverfolgt."

Die Kommunalwahlen sind auch bei den Neckarsulmern Sandra Weber (16) und Marco Falzone (17) ein Thema in der Schule. Von der Oberbürgermeisterwahl in Heilbronn haben sie noch nicht viel mitbekommen. "Für die Bundestagswahl 2013 habe ich mich echt interessiert. Mal sehen, wie ansprechend die Themen für uns junge Leute bei der Kommunalwahl werden", erzählt Sandra. Das Albert-Schweitzer-Gymnasium, auf das sie beide gehen, hat dafür bereits eine Podiumsdiskussion im Mai mit den Politikern geplant.
 

Weitere Meinungen:


Paula Riek, 17, Schülerin aus Heilbronn

"Kommunalpolitik betrifft mich als Jugendliche ja genau so, wie die über 18-Jährigen. Weshalb sollte ich dann nicht schon mitbestimmen dürfen? Natürlich besteht die Gefahr, dass der ein oder andere einfach das wählt, was alle anderen wählen, aber prinzipiell ist 16 nicht zu jung – eigentlich finde ich es eher gut, dass wir langsam ans Wählen herangeführt werden."

Franz Leyer (16), Schüler, Heilbronn

"Ich finde es wichtig, sich zu beteiligen, wo man kann. Wenn man die Chance kriegt, schon mit 16 Jahren wählen zu gehen, dann sollte man das auch tun."
             


   

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