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Portrait of sad woman sitting alone in the forest. Solitude concept. Millenial dealing with problems and emotions.

Fremde Gesichter

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Habt ihr schon mal, ohne weiter darüber nachzudenken, Menschen beobachtet? Mir persönlich geht dabei immer durch den Kopf, was jede einzelne Person wohl erlebt haben muss. Man erkennt die Kälte, die Enttäuschung und die Gleichgültigkeit, die mittlerweile vorhanden ist, in ihren leeren Blicken. Es ist lange her, seit ich das letzte Mal eine Frau oder einen Mann gesehen habe, bei der oder dem ich den Anschein hatte, sie wären einfach glücklich.

Wir sind nie alleine

Diese sorgenfreien Blicke sind mit der Zeit leider immer seltener geworden, wenn nicht sogar komplett verschwunden. Ich glaube, in dieser Welt fühlt man sich einsam, was nicht bedeutet, dass man allein ist. Der Punkt ist, allein zu sein ist eine Tatsache, aber Einsamkeit ist ein Gefühl. Ein Gefühl, das man heutzutage verspürt, auch wenn man von unzähligen Menschen umgeben ist. Ein starker Zusammenhalt
ist nicht vorhanden.

Wir haben uns zu Egoisten entwickelt, wir versuchen aus jeder Situation unseren persönlichen Nutzen zu ziehen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Charaktereigenschaft schon immer stark ausgeprägt war, aber ich liege bestimmt nicht falsch, wenn ich sage, dass wir das in der heutigen Zeit stärker zu spüren bekommen. Die Schuld liegt bei uns allen. Monster existieren, weil man sie erschafft. Was ich damit sagen will, ist, dass wir stark von anderen beeinflusst werden, und meist ist es die Handlung eines anderen, die eine bestimmte Einstellung in uns weckt.

Einfluss von anderen

Keiner kann sich von dieser Schuld freisprechen. Wir alle haben Vorbilder, ob es Vorbilder mit positiven oder negativen Auswirkungen sind, ist und bleibt unkontrollierbar. Worauf ich hinaus will, ist, dass Vorbilder unser Vorgehen beeinflussen, und das spielt eine wichtige Rolle in unserer derzeitigen Welt. Vorbilder bringen uns dazu, verrückte Dinge zu tun, die uns schaden könnten.

Hierzu würde ich gerne ein persönliches Beispiel bringen, das ich im Alltag erlebe: Ich sehe Kinder rauchen, Zwölf- und 15-Jährige mit einer Zigarette im Mund. Kein Kind wacht eines Morgens auf und hat das Bedürfnis, seinen ersten Zug an einer Zigarette zu ziehen. Es reicht schon, dass eine Person, von der sie viel hält, zu der sie hochschaut, anfängt zu rauchen, um ihr nachzueifern. Es braucht also nicht viel, so gut wie nichts, um das Vorgehen einer anderen Person zu bestimmen.
 

 

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