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Sorry, aber so sind wir eben II

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Ja, ja, nie wieder schreiben. Das Wort zählt, nicht die Tat. Ich weiß, ich weiß. Doch auf "vielfachen" Wunsch habe ich mich nun doch dazu durchgerungen, weiter zu bloggen. Denn erstens, wie bereits in Teil eins erwähnt: Männer sind nicht wirklich prinzipientreu. Unsere Meinung kann sich schnell ändern. Und zweitens sind wir sehr, sehr eitel. Wenn uns jemand lobt, werden wir hellhörig. Besonders wenn dieser jemand eine Frau ist.




Was? Das ist euch noch gar nicht aufgefallen? Weil die besten von uns so unglaublich cool und verwegen mit Drei-Tage-Bart, zerzausten Haaren, durchgelatschten Turnschuhen und zerschlissener Jeans durch die Stadt schreiten. Das Klischee gilt: Wir Männer dürfen schwitzen, uns dürfen überall Haare wachsen, wir dürfen - nein, müssen - abgekämpft ausschauen. Uns muss alles egal sein. Schließlich sind wir Männer.



Doch wer glaubt, wir pfeifen auf unser Äußeres, täuscht. Wir möchten lediglich den Anschein danach wecken. Wenn wir abends mit zerzauster Frisur im Club lässig in der Ecke stehen, schaut genau hin. Jedes Härchen liegt bzw. steht noch genauso ab wie am Morgen.  Das Chaos ist durchplant. Abgekämpft aussehen erfordert eine Menge Arbeit.

Eine Stunde im Bad

Beispiel gefällig? Ich wohn' in einer WG: zwei Frauen, zwei Männer. Die Frauen sind morgens spätestens nach zwanzig Minuten aus dem Bad verschwunden. Mein Mitbewohner und ich brauchen fast eine Stunde. Pro Person versteht sich. Eine Stunde, nur damit wir nach dem Bad so aussehen, als wären wir noch gar nicht drin gewesen. Welch Glück, dass meine Mitbewohnerinnen früher aus dem Haus sind als wir und davon nichts mitbekommen. Denn Männer sind zwar eitel bis in die Haarspitzen. Doch niemand darf davon erfahren.



Das gilt übrigens nicht nur für unser Äußeres. Wir möchten gebildet erscheinen wie Albert Einstein, sportlich wie Michael Ballack, schlagfertig wie Jürgen Klopp. Doch gleichzeitig möchten wir lässig sein. Auch wenn uns etwas viel Mühe kostet, soll es mühelos wirken. Wieso das ganze Versteckspiel, warum die ganze heimliche Anstrengung? Ganz ehrlich: Nur wegen der Frauen. Wir möchten ihnen gefallen. Ganz nebenbei: souverän, locker, wie wir Männer nunmal sind. Und wie die Frauen uns haben wollen.

Lobt eure Freunde

Also an alle weiblichen Wesen da draußen: Lobt euren Freund! Hin und wieder. Ein paar Komplimente hier, ein paar Streicheleinheiten da. Aber nicht zu direkt. Schließlich ist er ein Mann und muss cool bleiben. Doch glaubt mir: Selbst wenn wir so tun, als würden wir uns nicht um eure Meinung scheren, insgeheim genießen wir euer Lob. Für wen würden wir wohl sonst so einen Aufwand betreiben?! Eben...


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