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Wann ist ein Mann ein Mann?

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Heute Morgen hat sich meine Lunge mit mir unterhalten. "Danke", sagte sie, "Danke, liebe Besitzerin, dass deine inzwischen echt übertriebe Nikotinsucht meine feinen Poren einmal mehr verstopft und meine gütige Geduld überstrapaziert hat". Da ich einen leisen Hauch von Ironie in ihrer spitzen Stimme vernahm, fragte ich sie leicht pikiert: "Was willst du denn eigentlich, ich versorge dich Tag für Tag mit Tonnen von Sauerstoff, ohne mich je als deine Gönnerin aufgespielt zu haben!" Daraufhin ging ich auf die Terrasse und zündete mir eine Zigarette an.

 

Der Grund für dieses zugegebenermaßen eher ungewöhnliche Gespräch, war eine kleine Grübelei am Vorabend, die sich im Laufe der Stunden zu einer schier unerträglichen Stresssituation entwickelt hatte, die nur durch starken Tabakkonsum zu ertragen war.

 

Der Grund für die Grübelei wiederum war eine einfache Liedtextzeile, die dem Sänger einer sehr unbekannten 90er-Jahre-Rockband entsprungen ist. Sie ging ungefähr so:

 

"Das Mädchen saß am Bahnhof und beobachtete die Reisenden. Plötzlich kam ihr ein Mann entgegen."

 

Also los! Finden Sie den Fehler! Was stimmt nicht an diesen, auf den ersten Blick recht harmlos wirkenden, Sätzen? Weder ist es das Mädchen, noch die Tatsache, dass dieses am Bahnhof herumlungert. Noch nicht einmal der Fakt, dass dieses am Bahnhof herumlungernde Mädchen die absolut uninteressante Fähigkeit besitzt, "beobachten" zu können, ist hier von Bedeutung. Was bei dem Satz stört ist das Wort "Mann". Kann denn dem Bahnhofsmädchen wirklich ein "Mann" entgegengekommen sein? Das würde dann ja bedeuten, dass es so etwas wie einen richtigen Mann wirklich gibt! Die Frage nach der wahrhaftigen Existenz eines solchen Geschöpfs verleitet mich zu einer gedanklichen Retrospektive des gestrigen Grübelns:

 

Wenn es dieses krasse Etwas, dieses schöpferische Meisterwerk "Mann" wirklich gibt, also wenn "es" – existiert, dann frage ich mich eins:

 

Was ist dann ein Mann? Und vor allem: Was macht diesen Mann zu einem Mann?

 

Beginnen wir mit dem Namen. Ein richtiger Mann hat einen coolen Namen. Einen Namen, der seine Stärke und Verletzlichkeit zugleich ausdrückt! Nehmen wir zum Beispiel die vier Erzengel: Würde sich einer von ihnen vorstellen und sagen "Hallo, Gott schickt mich zu dir, und mein Name ist Gammelbert!", so wäre jeder Respekt, jede Bewunderung und Herrlichkeit sofort verloren. Aber die Erzengel heißen RAPHAEL, GABRIEL, MICHAEL und URIEL. Ihre Namen haben einen schönen Klang. Prachtvoll, nobel, melodisch hören sie sich an. URIEL. Zwei Selbstlaute hintereinander. Da können Lutz, Otto und Herbert leider nicht mithalten.

 

Was noch für die Namen der Erzengel spricht, wird Stimmt!-Bloggerin Vicki im zweiten Teil ihres Männer-Blogs beschreiben...



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