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So fern, aber doch so nah

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Kennt ihr das Gefühl einen Menschen zu haben der ganz nah bei einem ist, aber doch so weit entfernt ist? Ich durchlebe solch ein Gefühl. Dieses Kribbeln, die Sehnsucht…sie ist fast unerträglich. Die meisten würden wohl diese Sehnsucht mit einem Treffen stillen, doch ich…kann nur zum Hörer greifen, denn ein schnelles Treffen ist unmöglich. Wir beide gehen zur Schule, doch selbst da habe ich keine Möglichkeit ihn zu sehen, ihn zu berühren oder ihn einfach nur zu umarmen. Denn ganze 400 Kilometer trennen uns. Ich führe nun schon seit einem Jahr eine Fernbeziehung. Oft wenn ich alleine bin oder einen romantischen Film sehe, muss ich an ihn denken. Vor allem wenn der Himmel grau ist und ich einen schlechten Tag hatte, schau ich hinaus zum Horizont und meine Gedanken gelten nur ihm.

 

Einige würden wohl fragen: "Wie hältst du das bloß nur aus?"

 

Nun, so eine Beziehung ist nicht einfach aber, ich halte es aus, schon allein wegen seinem Lächeln. Ich liebe ihn einfach nur. Und da ist mir kein Weg zu weit. Und wenn wir uns sehen, so ist dieser Moment etwas Besonderes, man genießt es förmlich mit ihm zusammen zu sein und jede Stunde mit ihm zu verbringen. Und das was wir gemeinsam erleben, vergessen wir auch nicht so schnell, es bleibt lange in unsere Erinnerung und ich denke oft zurück zu solchen Momenten.

 

Wie es dazu kam...

Nun, ihr werdet wohl jetzt fragen, wie es dazu kam?

Diese Geschichte ist unglaublich aber wahr. Es war im Frühling 2006, ich war oft aktiv in einem Spiel namens WoW (World of Warcraft).  Und besonders in der Zeit machte mir das Spiel Spaß, denn ich hatte einen netten "Krieger" getroffen, der mich sehr neugierig machte.

 

Schon dort empfand ich eine gewisse Bindung zu ihm, eine dicke virtuelle Freundschaft. Irgendwann wurde aus der virtuellen Freundschaft eine reale Neugier. Man tauschte sich außerhalb des Spieles aus, erstmal durch Chatten, Briefe und dann das Telefon. Mein Herz machte einen riesigen Sprung, als er mir erzählte, dass er mich gerne in den Ferien besuchen möchte. Meine Eltern waren erstmal etwas skeptisch, ließen es aber doch zu, da sie sich selber auch durch eine Zeitungsanzeige kennengelernt hatten und da war die Entfernung noch größer…ganze 11000 Kilometer trennten meine Eltern.

Komisch, dass mir nun dasselbe Schicksal widerfährt mit 400 km, aber ich lächle oft drüber und sag mir: "Nun das Schicksal wollte es wohl so." Und ich bin froh darüber, denn ich fühle mich trotz der Sehnsüchte glücklich. Oft hat so eine Fernbeziehung auch Vorteile, z.B können wir uns gut auf die Schule konzentrieren, was für mich in diesem Jahr besonderst wichtig ist, wegen der mittleren Reife. Wir behindern uns nicht gegenseitig. Falls ich ihn aber dann doch brauche, ruf ich ihn an, dies mache ich ungefähr einmal Tag und die Gespräche sind lange. Ein Glück, dass wir 'ne Flatrate haben sonst würden meine Eltern erbleichen bei der Telefonrechnung.

 

Nun, und bald ist es wieder so weit, diesen Moment am Bahnhof, wo man sich nur in die Augen schaut und aufeinander zu rennt. Ich kann es kaum noch erwarten in seine warme Umarmung zu rennen, in den kalten Wintermonaten und ihm direkt in sein Gesicht die 3 magischen Worte zu sagen:

"Ich liebe dich."



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