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Surffestival in Kokrobite

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Ein Hallo an euch alle und Willkommen zurück!

Dieses Mal "entführe“ ich euch in meinen Erzählungen nach Kokrobite, zu einem Strand in der Nähe von Accra, wo dieses Jahr passend zum internationalen "Surfing Day“ ein "Surf- Festival“ stattfinden soll. Dieses besteht hauptsächlich aus einem -sich über zwei Tage erstreckenden - Wettbewerb, in dem Surfer aller möglicher Nationalitäten gegeneinander antreten, um ihr Können auf dem Brett und den Wellen des Ozeans zu beweisen.

Einladung zum "Surfing Day"

Organisiert wird die Veranstaltung von einem gewissen Mr. Bright, der in Kokrobite eine Surfschule leitet und vielen der dort lebenden Ghanaern (vor allem den Jugendlichen) das Surfen gelernt hat. Da wir ihn selbst zufällig vor ein paar Monaten auf Reisen getroffen haben, hat er uns natürlich gleich zum "Surfing Day“ eingeladen und weil wir nichts Besseres zu tun haben und sich das Ganze tatsächlich sehr interessant anhörte, versuchen wir unser Glück und machen uns an einem Freitag auf den Weg nach Kokrobite. 

Idyllische Unterkunft

Der Regenzeit geschuldet, fängt es natürlich passend zur Abfahrt an zu regnen und hört nicht auf, bis wir in Kokrobite ankommen. Unsere Unterkunft für die nächsten zwei Tage nennt sich "Kokrobite Garden“, wo wir auch schon ein paarmal zuvor übernachtet haben. Wie der Name schon sagt, ist das "Hotel“ wie eine Art kleiner Garten angelegt und besteht quasi aus einem einzigen großen Garten, in dem ein paar kleinere Häuschen stehen, in denen man übernachten kann.

Die Besitzer sind ein spanisch-italienisches Ehepaar und demnach ist die Küche wirklich sehr empfehlenswert und eine willkommene Abwechslung zum oft nicht so abwechslungsreichen ghanaischen Essen. Da die beiden außerdem ganz offensichtlich künstlerisch begabt sind, ist der ganze Garten ein Kunstwerk an sich und sehr geschmackvoll gestaltet, jedes Mal entdeckt man etwas Neues und der ganze Ort hat ein ganz besonderes Flair (am Besten schaut ihr euch die Fotos selbst an).

 Da es nach unserer Ankunft in unserem kleinen Häuschen jedoch noch immer regnet, warten wir erst einmal ab, bevor wir uns wieder vor die Tür wagen, um im neu eröffneten Spot gegenüber Indomie zu essen. Dort sehen wir schon die ersten Teilnehmer für die kommenden Tage. 

Shopping am Strand

Falls ich es nicht erwähnt habe und damit keine Missverständnisse aufkommen: Wir (Pia, Lea und ich) nehmen natürlich nicht selbst am Wettbewerb teil (eventuell aufgrund mangelnden Surf-Talents), sondern begnügen uns mit den Zuschauerrängen, sprich dem Strand. Und tatsächlich sehen wir nicht nur ghanaische Surfer, sondern auch viele Weiße, meist Briten oder Holländer, die sich auch im Contest versuchen wollen. Unser Abend verläuft relativ unspektakulär, dafür geht es am nächsten Morgen dann richtig los.

Schon früh  morgens rollen riesige Autos und Jeeps an, vollbepackt mit Surfutensilien und Menschen, die sich auf den Weg zum Strand machen. Wir gehen erst einmal frühstücken, zum Strand schaffen wir es erst gegen zehn Uhr, der Wettbewerb sollte eigentlich schon seit drei Stunden angefangen haben, aber wie schon auf der Internetseite des Events so nett vermerkt war, sind wir eben immer noch in Afrika und da ist Zeit ein eher flexibles Gut. 

Am Strand lässt es sich auch so aushalten und nach und zeigen sich auch die ersten Surfer mit Brettern unter dem Arm, die sich im Wasser schon mal "warm surfen“…  Wir schauen eine Weile den wirklich beeindruckenden Fähigkeiten der Wellenreiter zu, dann erledigen wir noch ein bisschen Shopping am Strand, wo es wie immer total viel Schmuck und sonstigen Krimskrams zu bestaunen gibt. 

Italienische Spezialität als Highlight

Im Kokrobite Garden ist dieses Wochenende außerdem eine Art Kunstmarkt und überall im Garten verteilt stehen kleine Stände mit ghanaischen Kleidern, Schmuck, veganen Brownies oder selbstgemachter Seife. Dazu wird Live-Musik gespielt und die Atmosphäre ist einfach schön. Lea und ich erstehen eine nicht ganz so billige Jacke (immerhin made in Ghana mit Material aus Nigeria) und sind sehr glücklich mit unserem Kauf. Der Tag verläuft sich ansonsten in Stand, Surfer beobachten, bevor am Abend unser Highlight kommt, auf das wir uns seit Monaten freuen: eine Pizza im Kokrobite Garden, denn die ist wirklich unschlagbar gut, ganz besonders, wenn man seit zehn Monaten in Ghana ist, wo Pizza ein Fremdwort ist.

Aufbruch nach Swedru

Später am Abend geht es dann noch zu einer der Strandpartys, auf der wider Erwarten gar nicht so viel los ist (wo sind nur die ganzen Surfer hin?), trotzdem sehen wir auch viele andere Freiwillige, generell viele Weiße und auch Ghanaer, das Publikum ist also bunt gemixt. Alle Hotels und Unterkünfte in der Umgebung sind übrigens ausgebucht, das will schon was heißen! Am nächsten Tag , dem Sonntag, haben wir dann nicht mehr ganz so viel Zeit, denn am Nachmittag heißt es: Aufbruch zurück nach Swedru.

Wir schauen uns jedoch erst einmal noch ein bisschen den Wettbewerb an; die Reihenfolge als auch der genaue Ablauf bleiben uns bis zum Ende rätselhaft, aber es ist immer jemand auf dem Wasser und vollführt Kunststücke auf den heranrollenden Wellen. So genießen wir ein sehr entspanntes Strandwochenende und starten erholt aber gleichzeitig völlig übermüdet in die neue Woche….


Eure Mira in Ghana 

 

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