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Sportgames, Filmpremiere und eine Hochzeit.

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Hallo mal wieder,

ein Gruß aus Ghana mit allem, was in letzter Zeit so passiert ist: Heute schreibe ich nun einfach ein bisschen über das Leben in Ghana, das von mir ja jeden Tag erlebt wird, jeden Tag aufs Neue ein bisschen anders, aber immer mehr vertraut. Wir alle dachten, die Regenzeit sei vorübergezogen, jedoch gerade in den letzten Tagen gibt es um die Mittagszeit herum regelrecht heftige Gewitterschauer. Von einem Moment auf den nächsten wird die ganze Straße leergeräumt, die Menschen sind wie weggefegt und durch den prasselnden Regen auf das Wellblechdach meines Klassenraums versteht man keines seiner eigenen Worte mehr. 

Die letzten zwei Wochen vergingen so jedoch relativ ruhig, immer mehr der anderen Freiwilligen werden von Malaria außer Gefecht gesetzt, doch mir geht es noch immer gut (bis auf ein bisschen Erkältung, was jedoch, wie ich glaube, normal ist). Die Tage vergehen immer schneller und nun bin ich schon zwei Monate hier, was rückblickend betrachtet echt schon lang ist, mir aber noch nicht so lange vorkommt, da man noch immer in einer Phase des Staunens ist.

Prepaid Storm

Man gewöhnt sich zwar an alles, mittlerweile freue ich mich auch über die kleinen Dinge, die einem in Deutschland doch so selbstverständlich erscheinen: Wenn ich nach Hause komme und sehe, dass Wasser kommt, wenn ich den Wasserhahn aufdrehe oder das rote Licht an der ghanaischen Steckdose, das mir zeigt, dass es Strom gibt. Es gibt aber auch selten Tage, an denen man spätabends nach Hause kommt und all das Prepaid für Strom aufgebraucht ist (man lädt sich hier Guthaben für Strom auf eine Art "Kreditkarte" und schiebt diese dann daheim in seinen Sicherungskasten). Dann ist man ganz schön aufgeschmissen, denn Duschen im Dunkeln ist genauso wie Essen wenig komfortabel) Zum Glück ist ein Prepaid Shop in Fußweite, zu dem ich meist dann mit meiner kleinen Gastschwester geschickt werde. So gewöhnt man sich an all diese Dinge, hat jedoch noch längst nicht alles gesehen, was es hier so zu sehen und zu verstehen gibt und oft noch immer einige Verwirrung

Neulich wurde ich vom Balkon aus zum Beispiel Zeuge davon, wie in unserer Straße eine riesige Aufruhr entstand, plötzlich standen alle Nachbarn auf der Straße und es gab einen ziemlichen Tumult, ausgelöst dadurch, dass ein Dutzend junger Männer mit einem LKW dabei waren, einen der Shops am Straßenrand aus dem Fundament zu reißen und aufzuladen. Grund war, wie die Gastmutter mir erklärte, dass das Mädchen, dem der Shop gehörte, ihren Freund betrogen hatte (so ganz hat es mir nicht eingeleuchtet) und dieser, da er ihr viel bezahlt hat, nun den Shop abtransportieren lies, als Rache sozusagen. An sich eine echt seltsame und lustig zu beobachtende Angelegenheit, wie eine Horde afrikanischer Rowdys (Ausdruck der Gastmutter) eine ganze Hütte unter vielen Anfeuerungsversuchen auf einen Lastwagen zerrt und schlussendlich damit wegfährt. So werden die Dinge wohl in Ghana geregelt. 

Oder, eine andere Impression, der Moment, wenn man von der Schule nach Hause kommt, und dem Geruch folgend in die Küche läuft, wo, in einem auf dem Herd köchelnden Topf Suppe mit undefinierbarem Inhalt kocht, nur einige Hühnerkrallen ragen heraus. Guten Appetit! Bis jetzt habe ich davon zum Glück noch nichts probieren müssen.

Sportgames

In der Schule gibt es hingegen nicht viel Neues. Letzte Woche gab es eine Art Sportaktion, was heißt, dass eine benachbarte Schule (hier ist fast an jeder Straßenecke eine Schule) "Sportsgames" veranstaltet hat, bei denen die unterschiedlichen Schulen gegeneinander antreten. Obwohl meine und Pia's Klasse nicht teilgenommen haben, haben wir uns so an diesen Tagen (Dienstag bis Freitag) einfach nach der Pause aus dem Unterricht verabschiedet und sind mit zu den "Games" gefahren (Fußball, Volleyball und noch einiges mehr). Auch wenn wir uns dort eher entspannt in den Schatten gesetzt haben als zuzuschauen (auf dem Spielfeld in der 12 Uhr Sonne ist es nicht gerade angenehm) war es eine ganz nette Abwechslung. Die Schule, in der die Spiele stattfanden ist viel größer als unsere, außerdem mit einer Senior High School und integriertem Internat, ein bisschen haben wir auch in ein paar der vielen Klassenräume gelugt, immer schnell umringt von einer Traube jüngerer Kinder und dem altbekannten "Obrouni"-Geschrei im Hintergrund. 

Eine Begegnung, die ich ziemlich schockierend fand und über die ich noch lange danach nachgedacht habe, war die mit einem der älteren Schüler im Klassenzimmer der Seniors (Das sind diejenigen, die jetzt im Zuge sind, ihren Abschluss zu machen, also ungefähr 16 bis 18). Nachdem wir uns dort nett mit ein paar Schülern unterhalten haben, meinte der eine: "When you come here we treat you very nicely, but when we go there, you treat us like animals" (ungefähr so, dass die Ghanaer uns "Ausländer" freundlich bei sich aufnehmen, wir diese im Gegenzug aber, wenn sie nach Deutschland kommen, wie Tiere behandeln).

Ich war erst einmal so perplex und erstaunt, dass mir dieser Junge das so direkt sagt, dass ich gar nicht reagieren konnte und erst ein paar Gedankengänge später versucht habe zu erklären, dass nicht alle Deutschen offen und herzlich gegenüber Ausländern sind, das aber keine Regel ist  und viele genauso erfreut und tolerant sind, wenn er im Grunde auch ein bisschen Recht haben mag, was die Geschichte der letzten Jahrzehnte und Jahrhunderte und dem vermeintlichen Unterschied zwischen "Schwarz" und "Weiß" angehen mag. Und dann erkläre man einmal, dass das ja gar nicht so sei, wenn man bedenkt, wie viele der Deutschen über Flüchtlinge und deren Einfluss denken und man sich schon ziemlich schämt, wenn ein relativ junger afrikanischer Junge, der wahrscheinlich nicht viel von der Welt weiß, aus der ich komme, immerhin das begriffen hat. Dass viele ihn als weniger "wert" ansehen würden. Oder eben nicht so, wie man hier in Ghana aufgenommen wird. Niemand, der vollkommen begeistert auf und ab hüpft, weil er eine andere Hautfarbe auf der Straße sieht und alle mit dir befreundet sein wollen, weil das so ist, was an sich auch schon irgendwie traurig ist, weil man ja nicht wie etwas Besseres oder allgemein anders behandelt werden will. 

Es wird mir aber erst jetzt klar, dass die Menschen hier dem Anschein nach viel mehr Aufhebens um die andere Farbe der Haut machen als ich oder die anderen Freiwilligen hier. Wenn ich irgendwo auf der Straße laufe, achte ich nicht auf so etwas, ich sehe afrikanische Gesichter und dunkle Haut überall und denke nicht im Entferntesten daran, dass ich anders aussehe. Das Ganze ist schwer zu erklären und ich will auch gar nicht mehr darüber schreiben, sondern nur den Gedanken teilen, auf den mich dieser Schuljunge gebracht hat. 

Filmpremiere

Ansonsten war ich an einem Wochenende bei einer "Filmpremiere" in der Stadthalle Swedrus, was sich jedoch als ziemlicher Flop herausgestellt hat, da der Film anfangs nicht funktioniert hat, wir so drei Stunden gewartet haben, immerhin ganz nett unterhalten von einer Gruppe improvisierter Rapper, die zu den Songs im Radio "performt" und auf der Bühne getanzt haben, auch absolut sehenswert! Es kommt mir so vor, als bewegen sich die Menschen hier total anders, allgemein haben viele viel mehr Rhythmus in ihren Schritten, Bewegungen und das eben auch beim Tanzen. So wurde es zwar nix aus dem Film, der Abend war aber trotzdem ganz nett.  

Am Sonntag ging es dann endlich mal wieder nach Winneba zu einem entspannten Strandtag. Schwimmen kann man zwar mehr oder weniger vergessen, da die Wellen viel zu stark sind, aber als Abkühlung reicht das allemal!

Letztes Wochenende habe ich mich mit ein paar anderen Freiwilligen zum Kochen getroffen, wir haben uns Nudeln gemacht, eine echte Seltenheit hier, die man genießen muss. Dazu Soße mit frischen Karotten, Paprika und Zwiebeln von den Straßenverkäufern und zum Nachtisch noch Obstsalat, absolut empfehlenswert hier! 

Mittlerweile ist Mittwoch unser Obstsalattag, sprich wir treffen uns meist in der Stadt, kaufen Obst (Papaya, Ananas, Bananen und manchmal auch Äpfel) und schnippeln es auf unserem Balkon. 
Auch war ich letzte Woche zum ersten Mal in der ghanaischen Version eines Fitnessstudios. An sich ziemlich gut ausgestattet, mit einem (mittlerweile kaputten) Laufband, Fahrrädern und ein paar Geräten zum Gewichtheben (da kenne ich mich nicht so aus). Da es so heiß ist, muss man hier nicht viel machen, um "angestrengt" zu sein.

Wahlen

Mittlerweile gerät man vor allem am Wochenende immer öfters in politische "Umzüge", die durch die ganze Stadt gehen. Da im Dezember ja Wahlen sind, wird hier ordentlich geworben. Nicht nur mit Wahlplakaten, sondern auch mit Autos, geschmückt in den Farben der Partei, die an Markttagen durch die Stadt fahren und in ohrenbetäubender Lautstärke Wahlslogans durch die Menschenmassen dröhnen. Hier geht das ganze Wahlspektakel völlig anders zu als in Deutschland und es wird kein wirkliches Geheimnis draus gemacht, welcher Partei man seine Stimme gibt.

Im Gegenteil, viele Ghanaer sind total stolz und überzeugt von ihrer Partei, dass sie T-Shirts, Armbänder, Fahnen und Taschen durch die Gegend tragen und eben riesige Umzüge mit Musik und Tanz starten. Wie viele Parteien es gibt, weiß ich gar nicht genau, da ich meist nur die zwei größten, NPP (National Patriotic Party) und NDC (National Democratic Community), sehe. Was genau die beiden jetzt versprechen kann man mich nicht fragen, es ist aber schön zu sehen, wie begeistert die Menschen hier von ihren potentiellen Landevertretern sind und ich bin gespannt, ob die Wahlen im Dezember wirklich so friedlich verlaufen werden, wie alle Ghanaer stets betonen. "Ghana is a peaceful country".

31 December School

Ich habe das Gefühl bis jetzt im Allgemeinen noch viel zu wenig über meine Schule geschrieben zu haben, deshalb hole ich das jetzt mal nach. Die "31 December School" ist nämlich eine sehr kleine Schule (nur Vor- und Grundschule mit Junior High 1,2 und 3), geht also ungefähr bis Klasse 9 oder 10, so genau habe ich das noch nicht verstanden, die Ältesten sind auf jeden Fall 16 Jahre. Ab einem Jahr können die Kleinkinder in der "Creche" (Krippe) abgegeben werden, danach gibt es KG1 und KG2, also wie bei uns der Kindergarten, nur eben in zwei Jahrgänge unterteilt, wo die Kinder von drei bis 6 versorgt werden. Ab dann kommen sie in die Grundschule, Klasse eins, in meine Klasse. Morgens werden so viele der ganz Kleinen von ihren Müttern abgeliefert, was nicht immer ein schöner Anblick ist, da die Kleinen meistens schon weinend ankommen und nicht von ihrer Mutter alleingelassen werden wollen, sie sind auch wirklich noch sehr klein! 

Pia und ich versuchen ihnen dann immer ganz nett zuzuwinken und manchmal funktioniert das auch ganz gut gegen das Weinen. Auch sieht man viele Geschwisterpaare auf den Schulhof laufen, meist läuft das dann so ab, dass das älteste Kind der Geschwister den Kleineren noch etwas zu Essen am Kiosk holt (meistens Süßigkeiten, die dort in Massen verkauft werden oder eben Reis am Stand gegenüber) und dann nacheinander, dem Alter nach in ihrer Klasse abliefert. Hier sind meist sogar drei oder vier Geschwisterkinder auf die unterschiedlichen Klassen verteilt und es ist eigentlich total schön zu sehen, wie diese morgens auf sich gegenseitig Acht geben.

Zum Essen ist zu sagen, dass die Plastiktüten hier wirklich essentiell sind. Der Reis, den es zu kaufen gibt, wird beispielsweise auch einfach zusammen mit ein bisschen Soße in eine Plastiktüte gefüllt, diese dann zugeknotet und von den Kindern an einer Ecke aufgebissen wird, um den Reis aus der Plastiktüte zu saugen. Ziemlich befremdlich, wenn man nicht daran gewöhnt ist. Aber von Frühstücksbrei bis Kaba wird alles, was man auf der Straße bekommen kann, so gegessen. Unsere Schule ist eine Privatschule, das heißt sie ist natürlich von der Regierung unabhängig, wie sich selbst erklärt. Die Schüler müssen daher ihre Schulgebühren jeden Tag aufs Neue bezahlen und mitbringen, nämlich drei Cedi (umgerechnet sind das ungefähr 80 Cent pro Tag).

Bis das Ganze dann von den 65 Kindern in meiner Klasse eingesammelt ist, geht schon mal die erste Stunde weg, allgemein ist die Lehrerin hier andauernd am Geld zählen, einsammeln, wechseln und abliefern. Der Unterricht im Allgemeinen ist sehr wenig "effektiv" (in meinen Augen) und für mich ist es noch immer eher schwer mich daran zu gewöhnen, dass die Kinder für alles so viel Zeit brauchen. Um einfache Sätze von der Tafel abzuschreiben, können schon einmal eineinhalb Stunden vergehen. Da viele nicht schreiben oder lesen können, ist es schwer das Abgeschriebene am Ende auch zu verstehen. Ich will nicht sagen, dass die Schüler in der Schule nichts lernen, jedoch besteht ein Großteil deren Unterricht daraus, dass der Lehrer etwas vorsagt und die Kinder es im Chor wiederholen. Wird Lesen gelernt, schreibt die Lehrerin jedesmal denselben kleinen Text an die Tafel und alle "lesen" im Chor, obwohl das Ganze mehr ein Auswendiglernen ist, weil die Kinder die Buchstaben einfach nicht aneinanderhängen können, da viele das nie richtig gelernt haben. Ich glaube in meiner Klasse können vielleicht höchstens fünf der 65 Kinder lesen, die anderen sprechen nach. Allgemein sind die Kinder im Nachmachen, Wiederholen und Auswendiglernen ziemlich gut, das Verständnis bleibt, soweit ich das beurteilen kann, jedoch oft zurück.

Was mich ein bisschen erschreckt und stört, ist die Tatsache, dass die Kinder durch das Ganze Wiederholen, Beobachten und Nachmachen überhaupt nicht lernen selbst zu denken oder selbst auf eine Lösung zu kommen und nicht nur das zu tun, was der Lehrer vormacht oder an die Tafel schreibt. Wenn ich die Kinder zum Beispiel in Creative Arts dazu auffordere, Muster aus Dreiecken und Kreisen zu malen und diese anzuordnen, wie sie wollen, sind die meisten überfordert, habe ich denn nicht genau vorgemacht, wie es nachzumachen ist.

Viele verstehen dann gar nicht, wie oder was sie jetzt tun sollen, für mich ist Creative Arts jedoch im Gegensatz zum Verständnis mancher Lehrer hier nicht das, dass ich etwas an die Tafel male und die ganze Klasse es 1:1 abmalt. Naja, in kleinen Schritten kann man vielleicht sogar da ein bisschen Horizont erweitern.

Assembly

Etwas, das ich im Gegenzug als ein sehr schönes Ritual empfinde, ist das Assembly, das jeden Morgen vor Schulbeginn stattfindet. Alle Klassen stellen sich ordentlich aufgereiht auf dem Schulhof auf, singen die "Schulhymne" (Welcome to 31 December a school, a school with great visions,...), an manchen Tagen wird gebetet (The Lord is my shepherd, I shall not want,... (Psalm 23)) oder die ghanaische Nationalhymne gesungen (God bless our homeland Ghana and make our nation great and strong...). Begleitet von Trommeln marschieren die Kinder dann einmal über den Hof (erinnert wirklich ein bisschen ans Militär).

Um 10.30 Uhr gibt es dann die erste Pause und die Schüler stürmen in den Innenhof, der um diese Zeit jedoch überhaupt nicht beschattet ist, weshalb ich nicht weiß, wie man bei der Hitze noch Fangen spielen oder sich überhaupt dort aufhalten kann. Das Mittagessen (bis jetzt jeden Tag Reis mit entweder roter oder grüner Soße), wird um 12.30 Uhr von den Küchenfrauen gebracht, die jeden Tag an einer großen Feuerstelle für alle kochen.

Soviel erst einmal zur Schule, ich habe nur dreimal die Woche eine Stunde Unterricht, zweimal Creative Arts und einmal ICT, ansonsten sitze ich immer mit im Unterricht, schaue Ms. Loverance beim Unterrichten zu, male oder korrigiere Aufgaben oder Class Tests (bei denen die Schüler wie zu erwarten leider ziemlich schlecht abschneiden). Mittlerweile lege ich, so komisch es auch klingen mag, mehr Wert darauf, dass der Unterricht den Kindern Spaß macht, als dass ich Lernstoff in sie hineinquetsche, denn was man am einen Tag lernt, ist am nächsten sowieso meist vergessen, egal wie viele Wiederholungen es gibt. Deshalb mache ich lieber zwei Wochen lang dasselbe Thema, ein paar Spiele zwischendurch und neulich habe ich sogar gemerkt, dass sich ein Junge daran erinnert hat, immerhin.

Die Namen der Kinder sind noch eine andere Sache. Da gibt es Awal, Blessed Appiah Kubi, Desmond Aidoo, Fatimatu Jibril, Jenitha, Beyonce, Baffoe Yaa Mensa, Celestina und Suleman, bis ich am Anfang wusste, wie man alle ausspricht war das wirklich ein kleines Chaos. In meiner Klasse sind zweimal Zwillinge, die wirklich nicht zu unterscheiden sind. Neulich wollte die Lehrerin wissen, wer von welchen wer ist, als sie jedoch Jenitha sagte, sind einfach beide Zwillinge, Janice und Jenitha, aufgestanden und konnten sich nicht einigen, wer jetzt wer ist, worüber die Lehrerin leicht sauer war, Ich fand es eigentlich ziemlich lustig, wie die beiden dort mit fragendem Gesicht standen, im Grunde genommen ist es aber eher traurig, dass die beiden das nicht wissen.

Ghanaische Hochtzeit

Gestern waren alle Freiwilligen unserer Organisation (so um die 30 Stück) in einem dreieinhalb Stunden entfernten Örtchen (dessen Namen ich vergessen habe, weil er ein echter Zungenbrecher ist( Ayubebi oder so)) auf einer ghanaischen Hochzeit. An sich total interessant, wenn auch sehr sehr lange (fast viereinhalb Stunden in der Kirche). Es war aber ein Erlebnis, das sich zu sehen lohnt, auch wenn man dafür insgesamt sieben Stunden mit einem klapprigen Trotro über Schlaglöcher fährt und manchmal 10 Zentimeter in die Luft fliegt. Da wir ziemlich früh wieder gehen mussten, um nicht zu spät zurück in Swedru zu sein, haben wir von der Feier nicht mehr so viel mitbekommen nach der Kirchenzeremonie, die abgesehen vom vielen Tanz und Gesang der in Deutschland ziemlich ähnelt. Marie, eine Mitfreiwillige, die neben mir saß und ich, wurden von ein paar älteren ghanaischen Ladys zum Mittanzen aufgefordert, also haben wir eben auch versucht ein bisschen unser Tanzbein zu schwingen, was immer total lustig aber auch echt peinlich ist, da den Ghanaern die Musik- im Gegensatz zu uns- im Blut liegen zu scheint.

Heute geht`s nochmal zum Strand, bevor morgen die Schule wieder losgeht. 

Liebe Grüße aus Ghana

Mira

 

 

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