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Weihnachtsferien und Neujahr

Übersicht

Zuallererst- Willkommen in 2017 und ein frohes neues Jahr an euch alle! So schnell ging’s und schon sind wir im neuen Jahr, von dem wir noch nicht wissen, was es alles bringen mag aber ich für meinen Teil bin sehr gespannt auf alles, was mich hier noch die nächsten Wochen und Monate erwartet…

Mittlerweile sind auch meine Schulferien zu Ende und ich sitze wieder im Klassenzimmer während  sich die alltägliche Routine so langsam wieder einpendelt, was für gewöhnlich nach den Ferien meist aber noch eine weitere Woche an Zeit bedarf, da die Schüler meist erst in der zweiten Woche nach den Ferien zur Schule erscheinen. Statt fünfzig waren meine Erstklässler letzte Woche also nur zu fünft und einmal zu zehnt, was für mich aber auch einmal ganz schön war, weil offiziell noch kein Unterricht war und ich so alle Freiheiten hatte mit den Kindern zu machen, was auch immer ich wollte.

Wir haben also versucht UNO zu spielen (ghanaische Erstklässler scheinen im "der-Reihe-nach Spielen“ einer nach dem anderen jedoch eher überfordert zu sein). Nach ein paar Runden wechseln wir deshalb zum Mandalas ausmalen, was quasi den Rest des Schultages einnimmt, da die Kinder so viel Spaß daran haben. Dieses Wochenende war dann das erste Zwischenseminar unserer ghanaischen Organisation (ARA), von denen wir dieses Jahr noch zwei weitere haben werden. Auch wenn wir uns hauptsächlich mit unseren Mentoren und Mitfreiwilligen über unsere Projekte und Gastfamilien ausgetauscht haben, war es ein schönes Wochenende und es ist lustig auf einmal wieder im selben Seminarhaus zu sein; dort, wo vor vier Monaten alles angefangen hat.

Die Volta Region

Wovon ich noch gar nicht erzählt habe, ist von meiner Reise in den nördlichen Teil Ghanas und in die Volta Region, die fast zwei Wochen meiner Weihnachtsferien eingenommen hat. Von Weihnachten habe ich noch berichtet; am 27. Dezember, als sämtliche Feierlichkeiten vorbei sind, geht es los. Schwerbepackt starte ich mit meiner kleinen Reisegruppe bestehend aus meinen Mitfreiwilligen und Freundinnen Pia, Marie, Lea und Pias zwei Freundinnen, die aus Deutschland zu Besuch sind, unsere Reise, wie immer an der überfüllten Trotro-Station mitten in Swedru. Geplant haben wir eher wenig, ein paar Empfehlungen an Orten und Hostels von den anderen Freiwilligen im Gepäck sowie einen Reiseführer, das muss reichen. Mit Spontanität reist es sich in Ghana sowieso am Besten. Unsere erste Fahrt führt uns nach Kumasi, einer großen Stadt weiter nördlich auf der Karte, vor allem bekannt für ihren riesigen Markt, welcher der größte Westafrikas sein soll. Wir fahren ungefähr fünf, vielleicht auch sechs Stunden bis zu unserem Ziel, welches sich unterwegs als "Daddy’s Lodge“ herausgestellt hat, ein Hostel, das gut und günstig sein soll ;-).

Als wir ankommen ist es demnach schon fast Abend und unser Ausflug auf den Markt wird daher noch zu einem ganz besonderen Erlebnis. Wie prophezeit, ist der Markt riesig und erstreckt sich über ein Areal, das so groß ist, dass man es unmöglich überblicken kann. Überall wuseln Menschen umher, preisen ihre Waren lautstark an, es riecht nach gegrilltem Fisch, Fleisch und gebratenen Nudeln, dazwischen Abgase und die Duftnote des Mülls in den Abflussrinnen rechts und links der Straße. Das mag jetzt vielleicht nicht sehr viel anders klingen wie meine Beschreibungen Swedrus der letzten Wochen, Kumasi hat aber eine völlig andere Dimension. Es ist eine Großstadt, im Gegensatz zu den Städten in Swedru und Umgebung, gibt es eine Menge zwei- oder mehrgeschossiger großer Häuser, alles wirkt viel größer, wenngleich nicht weniger überfüllt.

Die Straßen sind in gutem Zustand, breit und viel befahren, die Stadt selbst in Bewegung. Zu fünft ist es im Marktgedränge, wo es so viel zu sehen gibt, dass man seine Augen nicht an einem Ort behalten kann, schwierig sich nicht aus den Augen zu verlieren, schnell geht man im Gedränge unter, weshalb das Ganze nach einer Weile auch ziemlich anstrengend wird. Selbst die schummrigen Seitengassen sind vollgestopft mit kleinen Shops, alles Mögliche und Unmögliche kann man hier erwerben, von Essen zu Schuhen und Klamotten, Hühner, Werkzeug,… 

Noch weiter nördlicher

Wir sind mit all dem ein bisschen überfordert und enden so mit einer Schachtel Indomie auf dem Balkon unseres Hostels, von dem wir früh am nächsten Morgen mit einem großen STC Reisebus unsere achtstündige Fahrt nach Tamale, noch weiter nördlich, starten. Der Bus hat den Komfort eines deutschen Reisebusses, klappbare Sitze, Klimaanlage und sogar Fernsehen, auch wenn das ghanaische Fernsehen auf Dauer wirklich anstrengend werden kann! Zum Schlafen eignet sich der Bus aber wirklich gut, auch wenn es für mich skurril bleibt mit einem so modernen Bus durch die kleinen Dörfer und Städte zu fahren, die man sonst immer mit dem Trotro hautnah "erlebt“, in dem riesigen Bus ist man ein bisschen mehr isoliert von der Außenwelt und bekommt daher auch nicht viel von der Außenwelt mit. 

Tamale ist eine ähnlich große Stadt wie Kumasi und erinnert mich seltsamerweise ein bisschen an das Bild einer indischen Stadt, hauptsächlich wahrscheinlich wegen des vielen Smogs (einige Ghanaer tragen sogar einen Mundschutz) und den tausenden Motorrädern, die hier kreuz und quer fahrend auf den Straßen verkehren. Da wir mittlerweile schon mehr im Norden sind, ändert sich neben dem Aussehen der Städte auch die Sprache, die hier gesprochen wird und unsere mageren Twi- beziehungsweise Fante-Kenntnisse sind nicht mehr verwendbar, von nun an muss Englisch reichen. Nachdem wir unsere Unterkunft bezogen haben, schlendern wir noch ein bisschen durch die Stadt und arbeiten einen Plan für die nächsten Tage aus, welcher uns am wiederum nächsten Morgen, wieder ziemlich früh (gegen 7) mit dem Metro Mass Bus zum nächsten Stop fahren lässt, der da wäre: Larabanga, ein kleiner Ort im Norden, in der Nähe des Mole-Nationalparks, den wir besichtigen wollen. Der Bus, den wir letztendlich nehmen, wird zuerst einmal voll beladen, ich finde es immer wieder unglaublich, was die Menschen hier alles transportieren, Metallstühle, riesige Säcke mit undefinierbarem Inhalt, Kochbananen in ganzen Stauden, Kartons mit Yam-Wurzeln, Hühner……

Natürlich wird der Bus erst beladen oder vielmehr völlig vollgestopft und dann dürfen die Passagiere einsteigen, weshalb wir auf die hinteren Sitze über einem Berg an Gepäck klettern müssen. Ich weiß nicht ob ich es schon einmal erwähnt habe, aber Proviant muss man sich beim Bus- beziehungsweise Trotrofahren nicht mitnehmen. In fast jeder Ortschaft, die man durchfährt, gibt es Frauen mit großen Körben auf dem Kopf, die wirklich angerannt kommen, wenn sie ein Fahrzeug, das halbwegs langsam fährt, entdecken. "Yeeeeees Plantain“ oder "Yeeeees Pure“ ruft es dann plötzlich von allen Seiten und manchmal kommen die Verkäuferinnen regelrecht auf die Trotros zugestürmt, wo dann die Passagiere meist schon die Hände aus den Fenstern  strecken, um manchmal noch im Fahren einen Snack, manchmal aber auch Schuhe, Schmuck oder Ähnliches zu kaufen. Die Verkäuferinnen, meist Frauen, rennen dem wieder anfahrenden Trotro so nicht selten hinterher um noch das letzte Geschäft abzuschließen. Da wir noch nicht gefrühstückt haben, kommt uns das auch dieses Mal ganz praktisch. In Larabanga kommen wir am frühen Mittag an und werden von Owei, dem Besitzer  unserer Unterkunft für die nächsten zwei Tage, abgeholt. 

Die Savannah Lodge, wo wir zwei Räume bekommen, ist ein eigenes kleines Häuschen auf dem Gelände, das so völlig anders aussieht, als man es gewöhnt ist. Schon bei der Fahrt kann man aus dem Fenster sehen, wie sich Landschaft und Vegetation langsam verändern. Die Hektik und die vielen Farben der Stadt verschwinden, es bleibt das Rotbraun der lehmig sandigen Straße und das verwaschene Grün des Buschs, der die Savanne bedeckt, die sich nun rechts und links zu uns erstreckt. Die Landschaft wird weiter, besiedelt von kleinen Bäumen und verdorrt aussehendem Gebüsch, zwischendrin immer kleine Ortschaften mit Ansammlungen von Lehmhütten mit einer Feuerstelle und ein paar Ziegen und Hühnern, fast schon so, wie man es sich vorstellt, wenn man an Afrika denkt, wie man es beschrieben in vielen Büchern kennt. Das mag sich jetzt blöd anhören, aber tatsächlich wird es auf dem Weg "ärmer“, die Steinhäuser der Stadt werden ersetzt durch Lehmhütten mit Strohdach, die es in  Larabanga auch - aber eher wieder weniger als unterwegs- gibt; an sich ist es jedoch ein größerer Ort, der bekannt ist für die älteste Moschee Ghanas, wenn nicht gleich Westafrikas. Die Savannah Lodge liegt auf einer kleinen Anhöhe, fünf Kilometer vom Nationalpark entfernt und in der näheren Umgebung ist nur der Busch, ein paar Bäume und viel hohes Gras und Gebüsch.

Safari

Wir genießen die Stille und Ungestörtheit nach der Hektik der Stadt und entspannen noch ein bisschen vor unserem kleinen Haus, wo Bänke und ein Tisch zum Zusammensitzen einladen. Später fährt uns Owei dann mit dem Taxi zum Mole Nationalpark (der Größte in Ghana übrigens). Dort melden wir uns zu einer vierstündigen Jeep-Safari, wo wir auf dem Jeepdach sitzend durch die Landschaft fahren, ich vor allem mit  der Hoffnung einen Elefanten zu sehen. Enttäuscht werde ich nicht, neben Krokodilen und Affen sehen wir auch Antilopen und Water-Bocks, ganz zum Ende dann auch den Elefanten, auf dessen Spur wir, geführt von einem Guide, aber erst einmal zu Fuß noch eine ganze Weile durchs Unterholz laufen. Aber es lohnt sich: So ein gewaltiges Tier aus nächster Nähe von vielleicht sechs  bis zehn Metern zu sehen, ist wirklich ein Erlebnis. Der Elefant beachtet uns zwar nicht sonderlich, aber schon wenn er mit den Ohren wackelt, spürt man seine Kraft. Als er auf einmal auf uns zuläuft, machen wir uns schnell auf den Weg ein paar Schritte zurück, während die Guides beruhigend auf den großen Grauen einreden, sich wieder seinem Fressen zu widmen. Danach sehen wir noch weitere Antilopen sowie Dutzende Vögel und eben die wunderschöne Natur des Nationalparks, in dem es anscheinend auch noch ein paar wenige Löwen und noch 199 weitere Elefanten gibt (insgesamt 200 ?), auch wenn immer wieder Wilderer ihr Unwesen treiben. 

Tamale

Zurück in der Savannah Lodge, kocht Owei‘s Frau Yam mit Stew für uns - lecker. Dieser selbst setzt sich später auch noch ein bisschen mit zwei seiner kleinen Söhne (Samson und Ewi) zu uns, die beide an seiner Seite einschlafen, während er uns erzählt, dass er noch eine Tochter sowie sechs Waisenkinder hat, die alle auf dem Grundstück wohnen. Außerdem spricht er neben Englisch 12 verschiedene afrikanische Sprachen, die es in Ghana und Togo gibt, wirklich bewundernswert! Am nächsten Tag schlafen  wir aus, was in der Stille wirklich gut geht, auch wenn es in den Nächten im Norden, wie wir schnell feststellen, ziemlich kalt wird und wir alle frieren. Gegen Mittag fahren wir dann nochmal zum Mole und machen eine Walking Tour, bei der wir zu Fuß mit einem Guide den Park erkunden und noch einmal ein paar Tiere und sogar denselben Elefanten wie zuvor sehen. 

Unser nächster Stop, zu welchem wir uns am nächsten Mittag auf den Weg machen, ist wieder Tamale, wo wir Silvester verbringen wollen. Beim letzten Mal haben wir ein Roof Top, eine Art Dachterrasse über einem Restaurant entdeckt, was sich hervorragend für das Bestaunen des Feuerwerks eignet, das es auch tatsächlich gibt und das nicht zu knapp. Wir kommen erst in der Dunkelheit an, ziehen uns um und machen uns wieder auf den Weg zu eben diesem Plätzchen, wo wir zusammen zu Abend essen. Und tatsächlich wird es ein wunderschönes und ereignisreiches Silvester, das ich jetzt nicht im Detail wiedergebe, wir selbst haben uns unterwegs zum Glück noch Wunderkerzen gekauft und irgendwann wird ein regelrechtes Feuer eröffnet, die Ghanaer beginnen sich gegenseitig mit Böllern anzuschießen, es geht von der einen Straßenseite zur anderen, ein ewiges Hin und Her an Geschossen und wir sind froh auf unserer Dachterrasse in Sicherheit zu sein. Wir gehen sehr spät, beziehungsweise sehr früh ins Bett, das neue Jahr hat begonnen und geht damit weiter, dass wir am ersten Januar 2017 uns gleich weiter auf den Weg machen. Leider trennen sich hier unsere Wege nun auch kurz, für die nächsten zwei Tage, da Pia eine ihrer Freundinnen zum Flughafen bringen muss, Lea und ich fahren also allein weiter, bis wir uns dann in Hohoe wiedersehen wollen.

Abenteuer

Diese Trotrofahrt wird nun wirklich abenteuerlich - und anstrengend. Wir werden in ein relativ großes Trotro gepackt und bekommen die Sitze ganz vorne, direkt neben dem Fahrer, was sich jedoch eher als Nachteil herausstellt, da wir so jedesmal wenn jemand aussteigen will, aus – und anschließend wieder einsteigen müssen. Allgemein ist das Trotro ziemlich alt und heruntergekommen, es tropft von der Decke und wir sind uns nicht sicher, ob es das Schmieröl ist, das auch an den Sitzen und Seitenwänden ist, oder doch nur pinkelnde Ziegen, die zuvor kurzerhand aufs Dach gepackt wurden. Da die Straßen nach Bimbilla, das Dörfchen, in dem wir übernachten wollen, außergewöhnlich schlecht, um nicht zu sagen katastrophal sind, kommen wir unglaublich langsam (mit gefühlten 10 km/h) voran.

Wir bewegen uns von Schlagloch zu Schlagloch und sind nach fast acht Stunden Fahrt durch Schlaglöcher total eingestaubt und dreckig. Noch dazu hat das Hostel, das wir ansteuern, zu aber ein sehr freundlicher Ghanaer leitet uns zu einem anderen, von wo aus wir am nächsten Morgen nach Hohoe starten, was dank einer ähnlichen Straßenlage auch wieder  staubig wird, jedoch deutlich schneller geht. Hier treffen wir uns am nächsten Tag mit dem Rest der Gruppe, davor wollen wir aber noch auf den "Mound Afadjato“, auf den höchsten Berg Ghanas  (muss ja keiner wissen, dass man dazu nur 858 Höhenmeter erklimmen muss ?). In der Mittagshitze und erschwert durch die Tatsache, dass der Aufstieg quasi auf einer Geraden nach oben geht und so sehr steil ist, wird unsere Wanderung wirklich anstrengend und wir müssen alle hundert Meter pausieren. Oben angekommen ist es aber wirklich schön, auch wenn der Ausblick durch den Hamatan (Saharawind im Dezember, der ziemlich viel Staub mit sich bringt), die Sicht eingeschränkt ist.

Der höchste Berg Ghanas

Da wir außerdem quasi direkt an der Grenze, der Bergkette zu Togo sind, muss man außerdem feststellen, dass man selbst nun auf dem höchsten Berg Ghanas steht, alle anderen Berge, die zu Togo gehören, aber noch viel höher sind. Wir fahren auf dem „Gepäckträger“ eines Motorrades zurück, genauso wie wir schon hergefahren sind, waschen zurück in unserer Unterkunft noch ein bisschen Wäsche und dann sind Pia und die anderen auch schon wieder da. Am nächsten Tag bleiben wir noch einmal in Hohoe und besichtigen in einem anderen kleineren Dorf die Wli Falls, die größten Wasserfälle Westafrikas (allgemein sehen wir wohl irgendwie ziemlich viel „höchste“ uns "größte“ Sehenswürdigkeiten). Die Wasserfälle sind aber auch wirklich schön und führen viel Wasser, obwohl ja eigentlich längst Trockenzeit ist. Wir gehen ein bisschen baden, halten es aber nicht lange im kalten Wasser aus.

Affen-Sanctuary

Am nächsten Morgen geht es weiter zum letzten Stop unserer Reise: Nach Peki, in eine Unterkunft (Rootsyard), die im Reiseführer in höchsten Tönen gelobt wurde. Auf dem Weg dorthin machen wir noch an einer Affen-Sanctuary halt, wo man, bei einem Spaziergang durch den Wald, Affen sehen und füttern kann. Wir bekommen alle eine Banane in die Hand gedrückt und tatsächlich dauert es nicht lange und ich habe einen kleinen Affen auf dem Arm sitzen, der die Banane schält und dann isst. Auf jeden Fall ein lohnenswerter Zwischenstopp! Als wir ein wenig später im Rootsyard ankommen, stellen wir fest, dass wir uns nicht zu früh gefreut haben…. Das Gelände besteht aus mehreren kleinen Häuschen, zwei für Gäste und noch dazu ein Dorm. Im Haupthaus wohnt die Roots Family, bestehend aus einem britisch- ghanaischen Ehepaar, Jaqueline (Britin) und Bob (Ghanaer) mit ihren zwei Söhnen. Alle vier sind Rastafaris und haben lange Rastas, selbst die Kinder. Die Philosophie des Rootsyard ist einfach: Alles vegan!

Bob

Es gibt die tollsten Gerichte, Obst, Smoothies und sogar echten Kaffee, was eine echte Seltenheit ist. Bob und Jaqueline bauen zudem fast alles, was sie fürs Leben brauchen selbst an, sie haben mehrere Projekte, pflanzen Bäume und haben eine Halfpipe in der Dorfschule gebaut. Noch einmal steigen wir auf einen kleinen Berg, um zu sehen, woher die Zutaten für unser Essen kaufen und Jaqueline macht ein kleines Buschfeuer, um Schneisen in den Wald zu brennen, damit das Feuer, im Falle eines echten Waldbrandes, davon aufgehalten wird. An diesem friedlichen Ort genießen wir die letzten zwei Tage unserer langen Reise, bevor wir uns am Samstag, dem Wochenende vor Schulbeginn, wieder auf den Weg ins heimische Swedru machen. Natürlich müssen wir dazu aber über Accra (die Haupstadt Ghanas) fahren, wo wir feststellen, dass ja der 7.Januar ist, sprich der neue Präsident ist nun offiziell im Amt. Da wir das völlig vergessen haben, geraten wir in ziemlich viel Verkehr und in ein Dutzend NPP.Fans in den Farben und Kostümen der Partei und es dauert noch ein bisschen, bis wir in Swedru ankommen….

Das waren jetzt auch schon ein paar Einblicke unserer Reise, die wirklich viel zu schnell vorbei ging, während der  deutsche Winter noch immer alles im Griff zu halten scheint, wird es hier schon wieder richtig heiß. Die Schule hat wieder begonnen und ein bisschen habe ich meine Schüler vermisst, wie ich feststelle. So weit so gut, ich hoffe euch mit meinen Erzählungen nicht erschlagen zu haben.

Liebe Grüße, Mira

 

 

 

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