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Angekommen in Uganda

Übersicht

"The pearl of Africa“. So nannte Winston Churchill Uganda. Warum er das sagte und wie er es meinte, das möchte ich im kommenden Jahr herausfinden.

Aber zuerst mal ein paar Infos über Uganda.

Der Landesname Uganda ist der Swahili-Ausdruck für Buganda. Ein Königreich, das den südöstlichen Teil des Landes umfasst. Sowohl die alte Hauptstadt Entebbe als auch die neue Kampala liegen in Buganda. Auch eine Quelle des Nils entspringt hier.Die Republik Uganda liegt im wunderschönen Ostafrika am Viktoriasee und wird von der Äquatorlinie durchquert. Für afrikanische Verhältnisse ist Uganda ein relativ kleines Land. Man könnte es an einem Tag durchqueren, trotzdem ist die Fläche vergleichbar mit Großbritannien

Im Norden grenzt Uganda an den Sudan, im Osten an Kenia, im Süden an Tansania und Ruanda und im Westen an die Demokratische Republik Kongo an. Von 38 Millionen Einwohnern leben 2 Millionen in der Hauptstadt Kampala nahe dem Viktoriasee, dessen wichtigster Abfluss der Weiße Nil ist. 

Landschaften

Sie reichen von schneebedeckten Bergen, großen Seen, Flüssen, bewaldeten Schutzgebieten bis hin zu dschungelartigen Gegenden. Im Westen befindet sich das Ruwenzori Gebirge, auch Mondberge genannt und im Osten ist es der Mount Elgon. Außerdem findet man zahlreiche Nationalparks mit afrikanischen Tieren wie Giraffen, Affen, Gorillas, Löwen usw. Der bekannteste Nationalpark ist der Queen-Elizabeth-Nationalpark mit seinen vielen Affenarten.

Es ist sehr interessant zu sehen wie unterschiedlich die einzelnen ugandischen Regionen von den Kulturen der jeweiligen Nachbarländer geprägt sind. Uganda hat mit 112 Distrikten 7 mal so viele wie Deutschland. Hier gehen die Distrikte oftmals aus Königsreichen hervor. 

Genauso zahlreich wie die Distrike sind auch die einheimischen Sprachen, die von Luganda, Suaheli, Lukonso bis hin zu, in meinem Fall, Rutooro reichen. Englisch ist zwar die offizielle Amtssprache, aber die Kinder lernen von Haus aus erst ihre Muttersprache Rutooro und erst, wenn sie die Möglichkeit zu einer Schulausbildung haben, auch Englisch. Das ugandische Englisch hat allerdings einen ganz anderen Akzent als das amerikanische oder britische. Die Wörter werden eher so gesprochen wie sie geschrieben werden. Das macht es einerseits einfacher für mich etwas zu verstehen, aber andererseits wird hier so leise und sachte gesprochen, dass ich mich erst einmal daran gewöhnen muss. Aber dafür habe ich ja noch ein Jahr Zeit:).

Königreich Toro

Für ein Jahr werde ich im Königreich Toro zu Hause sein. Genauer: in der Stadt Fort Portal, im Südwesten von Uganda direkt am Fuße des Ruwenzori Gebirges gelegen, welches Uganda vom Kongo trennt. Es leben ungefähr 43 000 Menschen in dieser wirklich schönen afrikanischen Stadt, umgeben von wunderschönen Tee- und Palmenplantagen, welche sich in der Abendsonne in strahlend grüne, weitläufige Flächen verwandeln. 

Ich wohne relativ nah am Stadtzentrum in einem kleinem Compound. Das ist eine kleine abgeschlossene und bewachte Wohnanlage. Auf dem Areal, das ungefähr ein Viertel so groß wie ein Fussballfeld ist, stehen drei Doppelhäuser mit also insgesamt sechs Wohneinheiten. Umschlossen wird das Areal von einer Mauer mit zusätzlichem Stacheldraht. Es wird bewacht von einem Mitbewohner, der mit seiner Familie in dem Haus direkt am Tor wohnt, das durch ein Fenster auch mit der Außenwelt verbunden ist. Bis um Mitternacht ist er wach, um die Bewohner des Compounds rein oder raus zu lassen. Danach ist das Tor geschlossen und Spätheimkehrer müssen bei ihm klopfen.

Ich bewohne gemeinsam mit Anika, einer anderen deutschen Freiwilligen, eine Haushälfte mit drei Zimmern und Küche. Zwei weitere Freiwillige wohnen im Nachbarhaus. Sonst leben drei junge ugandische Familien mit kleinen Kindern auf dem Areal. Von einer Familie wurden wir sogar schon zu einer traditionellen Hochzeit eingeladen. Darüber werde ich in meinem nächsten Blogeintrag berichten.

 

 

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