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Neuseeland von seiner schönsten Seite

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Heute berichte ich zum ersten Mal aus dem Northland. Mittlerweile bin ich Kerikeri angekommen und hoffe, hier meinen ersten Job zu finden. Davor habe ich fünf Tage in Whangarei verbracht. Ich habe viele neue Dinge gesehen und hatte viele schöne Erlebnisse. Eigentlich alles gut also. Doch die Nachricht der Terroranschläge von Paris hat natürlich auch hier schnell die Runde gemacht…

Was dort passiert ist, ist einfach unfassbar. Mich beschäftigt es sehr und auch hier im Hostel wird darüber geredet. Hier in Neuseeland bin ich so weit weg vom Ort des Geschehens – und doch ist es so nah. Unbegreiflich, wozu Menschen in der Lage sind. Angesichts der Anschläge ist die Stimmung natürlich auch hier getrübt, man denkt an die Menschen in Paris und an das, was ihnen dort widerfahren ist.

Traumstrände an der Tutukaka Coast

Dennoch möchte ich erzählen, was ich hier in den vergangenen Tagen erlebt habe. Am Sonntag bin ich mit dem Bus von Auckland nach Whangarei gefahren. Mein Hostel dort, etwas außerhalb der Stadt, war direkt neben den Whangarei Falls, der Attraktion dort. Zu dem 26 Meter hohen Wasserfall musste man nur zwei Minuten zu Fuß gehen. In der Nähe der Stadt gibt es zahlreiche schöne Strände, zu denen man allerdings nur mit dem Auto kommt – das ich ja nicht habe. Aber ich hatte Glück. An meinem zweiten Tag habe ich im Hostel einen Türken getroffen, der mit einem Mietwagen insgesamt eine Woche im Northland unterwegs ist. Zu zweit sind wir dann zur Tutukaka Coast gefahren, waren dort zunächst beim Matapouri Bay und sind von dort aus zum Whale Bay gewandert – die Gegend dort ist ein Traum! Zum ersten Mal habe ich Neuseeland von seiner schönsten Seite erlebt. Und das soll ja erst der Anfang gewesen sein.

Am Tag darauf war ich mit einer Französin und drei deutschen Mädels in den Abbey Caves. Auch das war ein echtes Erlebnis. Die Höhlen lagen ein ganzes Stück von unserem Hostel entfernt, und deshalb sind wir das letzte Stück dorthin getrampt. Das ist hier überhaupt kein Problem, man wartet normalerweise keine fünf Minuten, bis ein Auto anhält. Die Leute sind einfach superfreundlich! Auf diese Weise bin ich in Whangarei insgesamt drei Mal von A nach B gekommen.

Mit Stirnlampe und Badekleidung ausgestattet sind wir dann schließlich in die Höhlen hinabgestiegen, was gar nicht so einfach und auch nicht ganz ungefährlich war. Es gab nämlich keine geführten Touren, jeder konnte die Höhlen auf eigenes Risiko begehen. Das Wasser dort stand teilweise bis zum Bauch, und man hat viele Glühwürmchen gesehen. 

Heimatgefühle

Bestimmt 80 Prozent der Gäste in meinem Hostel in Whangarei kamen aus Deutschland. Echt krass… Eigentlich sind es viel zu viele – aber man gehört ja selber dazu. Dabei finde ich es eigentlich viel interessanter, mit Leuten aus anderen Ländern in Kontakt zu kommen. Wobei, sobald ein Nicht-Deutscher in der Gruppe ist, ist die Standardsprache sowieso Englisch. Das war bei mir bisher fast immer der Fall. Und ab und zu mit Deutschen zu reden, ist ja auch mal ganz schön. Man trifft sowieso so viele verschiedene Leute. Die meisten aus meinem Hostel kamen zwar wie ich aus Deutschland, aber man begegnet ebenso Franzosen, Türken, Briten, Niederländern und viele weitere andere Nationalitäten. Und natürlich den einheimischen Kiwis. Die Stimmung in den Hostels, ob in Whangarei oder auch hier in Kerikeri, ist total locker. Abends sitzt man gemütlich zusammen und spielt Karten oder trinkt Billigwein.

Jobsuche

In Whangarei war ich dann noch auf dem Mount Parihaka, von wo man eine gute Aussicht hatte, sowie in den Quarry Gardens (ein schöner tropischer Garten mit vielen Pflanzen und einem See). Am Freitag schließlich ging’s weiter nach Kerikeri, also noch weiter hoch in den Norden. Hier bin ich jetzt in einem Workinghostel mit etwa 40 bis 50 Leuten. Die Hostelbesitzer vermitteln die Jobs, hauptsächlich Sachen wie z.B. Kiwipflücken, sodass jeder hier arbeitet und oft mehrere Wochen bleibt. Auch ich hoffe, bald einen Job zu finden, wobei die Chancen sehr gut stehen. 

Kerikeri ist ein kleines schnuckeliges Städtchen, in der Umgebung gibt es extrem viele Obstplantagen. Gestern bin ich mit einem Niederländer und einem weiteren Deutschen zu den Rainbow Falls gewandert. Auch die waren echt beeindruckend. Der Anteil der Deutschen in diesem Hostel ist übrigens fast noch höher als der in Whangarei. Wie lange ich hier bleibe hängt natürlich davon ab, welchen Job ich finde und wie lange ich hier arbeiten kann. Wie es mit der Jobsuche läuft, davon berichte ich dann in einem neuen Eintrag. 

 

 

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