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Wie schnell die Zeit verfliegt...

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Wie schnell die Zeit doch verfliegt... Weihnachten und Silvester sind schon wieder Geschichte. Das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel am anderen Ende der Welt zu erleben, war definitiv mal wieder eine neue Erfahrung und mit den Gewohnheiten von daheim natürlich nicht zu vergleichen.

Festessen

Weihnachten habe ich noch in Kerikeri in der Hone Heke Lodge, meinem Workinghostel verbracht. Um den 24. herum war das Hostel voll belegt, bestimmt 50 oder 60 Leute waren zu diesem Zeitpunkt dort untergebracht. An Heiligabend gab es ein großes gemeinsames Buffet, jeder trug mit einer Hauptspeise oder einem Dessert dazu bei, dafür durfte man dann auch die Köstlichkeiten der anderen probieren. 

Für Backpacker-Verhältnisse war das auf jeden Fall ein richtiges Festessen, das es wohl so schnell nicht mehr geben wird. Gewichtelt wurde dann auch noch, ich musste also noch nicht mal auf ein Weihnachtsgeschenk verzichten (für mich gab's Fruchtsaft - was für ein praktisches Geschenk, es verbraucht sich, schmeckt gut und nimmt keinen Platz im Rucksack weg.

Den 1. Weihnachtsfeiertag hat das halbe Hostel dann am Strand verbracht - warum auch nicht, bei strahlender Sonne und angenehmen Temperaturen um die 25 Grad. Auch das war irgendwie ein besonderes Erlebnis - so häufig werde ich am 25. Dezember bestimmt nicht am Meer sein. 

Lange Feierei

Am 29. Dezember bin ich dann mit dem Bus nach Auckland gefahren, um dort Silvester mit ein paar anderen Leuten zu feiern, die ich entweder noch aus Kerikeri kannte oder dann erst vor Ort getroffen habe. Beim Pub Crawl am Silvesterabend hatten wir auf jeden Fall unseren Spaß, nur das Feuerwerk um Mitternacht war dann doch etwas enttäuschend...

Eigentlich hatte ich mich auf ein großes Farbspektakel über der Skyline Aucklands eingestellt, aber außer einem kleinen Feuerwerk am Skytower war nichts zu sehen. Trotzdem haben wir natürlich noch bis früh in den Morgen reingefeiert. Silvester in einer Großstadt wie Auckland zu verbringen war auf jeden Fall auch mal etwas Neues für mich.

Am Samstag (nach mehr oder weniger ausreichend Schlaf am Neujahrstag) bin ich dann nochmal hoch in den Norden gefahren, um ein paar Tage in Paihia zu verbringen. Paihia liegt etwa 20 Minuten vor Kerikeri und ist im Endeffekt nur ein kleines Städtchen am Meer, stellt aber gleichzeitig den Zugang zu den Bay of Islands dar.

Bay of Islands

Die Bay of Islands ist eine Gruppe von zahlreichen kleineren und größeren Inseln, welche vor der Bucht Paihias im Meer verstreut liegen und eine echte Attraktion darstellen. Paihia ist deshalb auch sehr touristisch geprägt, das Städtchen besteht gefühlt hauptsächlich aus Hotels, Hostels und sonstigen Unterkünften. Auch viele Neuseeländer verbringen ihre Sommerferien hier. 

Abseits des Tourismus bietet die Umgebung von Paihia ein paar schöne Wanderwege. Und so bin ich gestern mit einer Chinesin, die in Auckland studiert, zu den Haruru Falls gewandert. Der Weg zu diesen Wasserfällen führte die meiste Zeit durch den Wald und an einem Fluss entlang. Die Wälder hier erinnern in ihrer Vegetation teilweise an den klassischen Regenwald, weshalb solche Wanderungen, wie ich sie gestern unternommen habe, immer wieder ein schönes Erlebnis sind.

Heute bin ich dann noch mit der Fähre auf Entdeckungstour durch die Bay of Islands gegangen. Das Highlight dabei war die Fahrt hinaus zum "Hole in the Rock", einem großen Felsen, der an einer Stelle eine Öffnung bietet, die tatsächlich groß genug ist um mit dem Schiff hindurch zu fahren. Nach einem Zwischenstopp auf Urupukapuka Island, von deren Hügeln man eine schöne Aussicht auf die Bay of Islands hatte, gings wieder zurück nach Paihia.

Nur Delfine oder Wale habe ich leider keine gesehen, obwohl die Chancen dazu hier relativ gut sind. Aber vielleicht ergibt sich ja später nochmal die Gelegenheit. Morgen geht's für einen Zwischenstopp nochmal für eine Nacht nach Auckland und danach endlich weiter in Richtung Süden. Mein nächstes Ziel heißt Rotorua, ein Kurort etwa vier Stunden südlich von Auckland, der vor allem für seine thermale Aktivität und den permanenten Schwefelgeruch bekannt ist. 

Gewöhnungssache

An das Reisen und das Leben in Neuseeland habe ich mich nach gut zehn Wochen inzwischen längst gewöhnt. Auch wenn ich hier natürlich einiges vermisse, an erster Stelle natürlich Familie und Freunde, aber auch das Essen, so lässt es sich hier doch auch wirklich gut aushalten

Die Einheimischen sind total freundlich und hilfsbereit, von der lockeren Lebensart der Kiwis könnten wir Deutsche uns definitiv eine Scheibe abschneiden. Unterwegs trifft man immer nette Leute aus allen Ecken der Welt, um gemeinsame Unternehmungen zu starten. Und überhaupt lernt man eine Menge dazu, macht neue Erfahrungen, sieht atemberaubend schöne Orte. Da fällt es auch nicht zu sehr ins Gewicht, dass ich mich die meiste Zeit eher sparsam ernähre (hauptsächlich gibt's Nudeln in verschiedensten Formen) und auch sonst auf den ein oder anderen Luxus von Zuhause verzichten muss. 

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