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Ungewohnter Luxus und eine neue Kultur

Übersicht

Ich bin noch immer in Hastings am Arbeiten, mittlerweile ist die vierte Woche vorbei. Nächste Woche wird nochmal Geld verdient und danach geht's endlich weiter. Die Arbeit in der Stahlfirma ist nach wie vor in Ordnung, ich bin wirklich froh dass ich den Job bekommen habe und gutes Geld verdienen kann. Es gibt nach wie vor genügend Schweißnähte zum Polieren, allerdings variieren meine Jobs auch immer mal... Wirklich anstrengend ist die Arbeit aber nicht. So langsam freue ich mich dann aber auch wieder auf neue Orte und Erlebnisse.

Einzelzimmer und super Essen

Vor drei Wochen bin ich, nach einer Woche im Hostel, bei dem Manager der Firma eingezogen, der mir dort auch den Job besorgt hat. Er wohnt mit seiner Familie in Flaxmere, ein kleines Städtchen direkt neben Hastings. Hier habe ich ein Zimmer für mich und bekomme jeden Tag ein herausragendes Essen - und dabei sind die 100 Dollar Miete pro Woche im Vergleich zu den Hostels noch ein echtes Schnäppchen. Für Backpacker-Verhältnisse erlebe ich bei Familie Brandt auf jeden Fall den reinen Luxus, die erneute Umgewöhnung auf Sechsbettzimmer und auf von Instant Nudeln dominierte Mahlzeiten wird wohl nicht so ganz leicht fallen...

Wie auf den Philippinen...

Die Frau von Mr Brandt kommt von den Philippinen (deshalb das gute Essen), wie übrigens eine ganze Menge Leute in der Region Hawke's Bay. Auch bei DSK arbeiten einige Philippiner. Da mich die Familie auch schon beispielsweise zu einem Geburtstag eines befreundeten Philippiners mitgenommen hat und sie selbst recht häufig Besuch von Freunden empfangen, habe ich mittlerweile einen ganz guten Einblick in eine für mich wiederum neue Kultur erhalten. Teilweise komme ich mir so vor als sei ich selbst auf den Philippinen zu Besuch...

Die Menschen vom Inselstaat sind unglaublich gastfreundlich und offen. Ein Arbeitskollege hat mich neulich zu einem großen Picknick mit Freunden mitgenommen. Dir wird ständig Essen angeboten (von dem man wirklich nicht genug kriegen kann), auch sonst behandeln sie einen wie ein Familienmitglied. So etwas kennt man aus Deutschland kaum...

Traumhafter Ausblick 

Meine freien Wochenenden habe ich genutzt, um etwas die Umgebung zu erkunden. Gleich zu Beginn war ich in der hübschen Küstenstadt Napier, die nur etwa 20 Kilometer von Hastings entfernt ist. Auffallend sind hier die zahlreichen Gebäude im "Art-Déco"-Stil. Auch der Ausblick vom Bluff Hill auf den Hafen von Napier ist sehenswert. Hastings kann da nicht ganz mithalten... Eine noch viel bessere Sicht auf die gesamte Region Hawke's Bay hat man vom fast 400 Meter hohen Te Mata Peak bei Havelock North. Gerade bei Sonnenuntergang ist die Atmosphäre dort oben schon wirklich besonders. Und landschaftlich ist Neuseeland, ganz egal an welchem Fleck im Land man sich gerade aufhält, einfach überall gigantisch.

Der Hochsommer hält sich weiterhin am anderen Ende der Welt. Temperaturen um die 30 Grad erlebt man hier zurzeit fast täglich, das sonst doch sehr unvorhersehbare neuseeländische Wetter bleibt konstant - zumindest auf dem südlichen Teil der Nordinsel. 

Halbzeit

Mittlerweile ist die Hälfte meiner Reise schon wieder fast vorbei. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Es ging doch eben erst los... Schon jetzt kann ich auf eine ganze Reihe toller Erlebnisse zurückblicken, auf interessante Begegnungen, auf Erfahrungen die ich machen durfte. Umso mehr freue ich mich auf die nun noch vier Monate, die mir im Land der Kiwis noch bleiben.

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