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Willkommen Südinsel

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Mittlerweile bin ich endlich auf der Südinsel angekommen. Ende Februar gings mit der Fähre von der Hauptstadt Wellington nach Picton, dem Tor zum Süden. Seitdem bin ich an der Westküste der Südinsel unterwegs und mittlerweile in einem kleinen Städtchen namens Hokitika angekommen.

Tongariro Crossing: Durch Mordor zum Mount Doom 

Bevor ich mich aber auf in Richtung Süden gemacht habe, standen zunächst noch einige Unternehmungen auf der Nordinsel an. In erster Linie das Tongariro Alpine Crossing. Dieser Wanderweg (19,4 Kilometer) gilt nicht nur als die schönste Tageswanderung Neuseelands, sondern gar als eine der schönsten weltweit. Der Tongariro Nationalpark liegt etwa 100 Kilometer vom Taupo entfernt auf der anderen Seite des großen Sees. Um halb Sechs in der Frühe bin ich mit dem Shuttle von meinem Hostel aus zu einem der beiden Carparks gebracht worden und habe von dort aus mit einem weiteren deutschen das Crossing in Angriff genommen.

Der Weg führt durch spektakuläre Vulkanlandschaften, besonders beeindruckend sind die Kraterseen, an denen man unterwegs vorbeikommt. Insgesamt befinden sich drei aktive Vulkanberge im Park. Hier wurden unter anderem einige Szenen für die Filme der "Herr der Ringe" - Trilogie gedreht. Die etwa sechsstündige Wanderung durch die Geröll- und Gesteinwüste mit teilweise wirklich nicht ganz einfachen Anstiegen war uns jedoch nicht genug, auch die Besteigung des Mount Ngauruhoe (2291 Meter hoch), besser bekannt als der Schicksalsberg, wollten wir uns nicht entgehen lassen. Das Hinaufklettern war alles andere als leicht, teilweise gings nur auf allen Vieren voran, um den Halt auf dem losen Geröll nicht zu verlieren, doch für die Aussicht vom Gipfel haben sich alle Mühen definitiv gelohnt. 

Hitchhiken: Die aufregende Art des Reisens 

Aufgrund dieser Extratour habe ich mein Shuttle zurück nach Taupo verpasst und musste deshalb mal wieder hitchhiken. Das ist in Neuseeland aber zum Glück kein Problem und gleichzeitig eine gute Gelegenheit, nette Leute kennen zu lernen. Und ein bisschen Abenteuer ist natürlich auch immer mit dabei. Meistens bin ich ja mit dem Bus unterwegs, doch zwischendrin greife ich aus diesem Grund auch immer mal wieder auf die Möglichkeit des Trampens zurück. Auch im Tongariro Nationalpark hatte ich Glück und traf auf eine nette Französin, die mich mit zurück nach Taupo nahm. 

Wellington: The coolest little capital in the world

Nach diesem Erlebnis habe ich mich dann auf in die Hauptstadt Wellington gemacht. Wellington ist bei weitem nicht so groß wie Auckland, hat aber aufgrund der Lage direkt am Wasser und einiger schöner Orte in der Stadt einfach mehr Flair wie die Millionenstadt im Norden und ist deshalb bei den meisten Reisenden auch deutlich beliebter. Nicht umsonst wird Wellington als "the coolest little capital in the world" bezeichnet. Und nach drei Tagen Aufenthalt dort kann ich dies definitiv bestätigen.

Nachdem ich Auckland Anfang Januar zum bisher vorerst letzten Mal verlassen habe, spürte ich in Wellington zum ersten Mal nach fast zwei Monaten wieder Großstadtfeeling. Eines der Highlights ist die Besteigung des Mount Victoria, von dort hat man eine super Aussicht auf die komplette Stadt sowie die umliegende Umgebung. Auch bei Dunkelheit lohnt sich der Ausblick. Als ebenso spektakulär erweist sich das Panorama, wenn man für vier Dollar in das Cable Car einsteigt und den Hügel hinauffährt, auf welchem der sehenswerte botanische Garten angelegt ist. 

Wellington - Picton: Endlich auf die Südinsel 

Ein weiteres Highlight in Wellington ist das Nationalmuseum Te Papa Tongarewa, in welchem die Geschichte Neuseelands in seinen vielfältigen Facetten auf anschauliche Art und Weise erzählt wird. Am 26. Januar ging dann schließlich die Fähre rüber nach Picton auf die Südinsel. Die Fahrt dauerte dreieinhalb Stunden und gerade der letzte Teil der Strecke durch die Meerenge vor Picton, den Marlborough Sounds, ließ die Vorfreude auf die Südinsel nochmal steigen. 

Picton selbst ist nur ein kleines Städtchen, aber es gibt ein paar schöne Wanderwege, die wiederum eine beeindruckende Aussicht auf die viele grünen Insel in der Bucht vor Picton bieten. Außerdem war mein Hostel dort eines der besten in denen ich bisher untergekommen bin. Es gab kostenloses Frühstück inklusive frischer Hot Scones - viel besser geht's nicht

Abel Tasman Nationalpark: Wie im Paradies 

Weiter gings schließlich per Anhalter nach Nelson und damit in jene Region, in welcher der Abel Tasman Nationalpark liegt. Dieser Great Walk gilt als der beste Neuseelands und um die kompletten 51 Kilometer zu bewältigen, muss man zwischen drei und fünf Tage einplanen. Ich habe nur einen Tagesausflug zum Küstentrack unternommen und bin gute zwölf Kilometer des Weges gelaufen, aber bei perfektem Wetter war alleine dieser kurze Abschnitt des Tracks ein echtes Erlebnis. Unterwegs kommt man immer wieder an Traumstränden vorbei - teilweise fühlt man sich da wie im Paradies. 

Die Stadt Nelson ist auch sehr schön - und vor allem für das gute Wetter bekannt, bevor es an der West Coast dann doch deutlich regnerischer wird. So hatte ich optimale Bedingungen, um die Stadt zu erkunden und konnte zudem einen Tag am Strand verbringen. Am vergangenen Freitag machte ich mich dann endgültig auf in Richtung Westküste. Der erste Stop war Punakaiki, nicht mehr als ein kleines Nest direkt am Meer, das dennoch eines der spektakulärsten Attraktionen der West Coast zu bieten hat - die Pancake Rocks. Diese übereinander geschichteten Felsen erinnern in ihrer Form tatsächlich an Pfannkuchen und sind somit Anziehungspunkt für zahlreiche Touristen. Die allermeisten von ihnen machen allerdings nur aufgrund der Pancake Rocks einen kurzen Halt und ziehen dann direkt weiter. 

Punakaiki: Mehr als nur die Pancake Rocks 

Doch die Felsen sind nicht dass einzig Sehenswerte in Punakaiki. Neben einer Glowworm Cave gibt es einen wunderschönen zehn Kilometer-Rundweg der durch den Wald an einem Fluss entlang vorbei an Palmen und steil aufragenden Felsen führt. Gerade diese Wanderung abseits jeglicher Touristenströme hat mir einmal mehr die landschaftliche Vielfalt und Schönheit Neuseelands vor Augen geführt und ist deshalb eines meiner bisherigen persönlichen Highlights gewesen. 

We(s)t Coast: Regen, Regen, Regen..

Vorgestern nahm ich dann den Bus nach Hokitika und hier habe ich schließlich zum ersten Mal verstanden, warum die Neuseeländer die West Coast auch "Wet Coast" nennen - es regnet praktisch ununterbrochen. Das Highlight der Umgebung ist die Hokitika Gorge, eine Schlucht 35 Kilometer außerhalb der Stadt, zu der ich gemeinsam mit einer Rumänin trampen wollte - leider hat sich keiner gefunden, der uns mitnehmen wollte. Manchmal ist es eben doch von Vorteil ein Auto zu besitzen...

Meine nächsten Ziele sind der Franz Josef sowie der Fox Gletscher - es geht also in die Berge. Bis dahin hoffe ich natürlich wieder auf Sonnenschein an der "Wet Coast".

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