Stimmt.de

Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Aus 134 Metern in die Tiefe

Übersicht

Franz Josef Gletscher, Fox Gletscher, Wanaka und nun Queenstown. Das sind meine Stationen der letzten Tage und Wochen gewesen. Ich habe die Westküste also hinter mir gelassen und befinde mich nun im südlichen Teil der Südinsel, welcher sich insbesondere durch spektakuläre Berglandschaften und Seen auszeichnet.

Großes Wiedersehen bei den Gletschern

In Franz Josef habe ich mich für insgesamt vier Tage mit einer Schulfreundin getroffen um mit ihr die beiden Gletscher anzuschauen. In dieser Zeit haben wir durch Zufall noch drei weitere Mitabiturientinnen getroffen... Wirklich verrückt. Neuseeland ist eben ein kleines Land...

Franz Josef muss man sich als ein kleines Dorf vorstellen, in dem ein Hotel neben dem anderen steht.. Es ist wirklich alles auf den Tourismus ausgerichtet, was sich auch an zahlreichen Anbietern für Helikopterflüge oder ähnlichen Aktivitäten zeigt.

Den Gletscher sieht man vom Ort aus nur bei gutem Wetter... Zu Fuß läuft man eine Stunde bis zum Wanderparkplatz und dann weitere 30 Minuten bis man den nähesten Punkt erreicht, von dem man den Gletscher betrachten kann. So wirklich viel sieht man allerdings nicht, da müsste man sich das Ganze schon von oben aus dem Heli ansehen... Trotzdem eine schöne Wanderung!

Am Tag darauf sind wir von Franz Josef nach Fox gehitchhikt. Die beiden Orte liegen nur 20 Autominuten voneinander entfernt sodass wir schon nach fünf Minuten Warten eingesammelt und zu unserem Ziel gebracht wurden. Fox Village ist sogar noch etwas kleiner und beschaulicher als Franz Josef Village, es gibt noch nicht mal einen richtigen Supermarkt. Zum Fox Gletscher sind wir schließlich gar nicht mehr gelaufen, weil dieser dem Franz Josef ziemlich ähnlich sieht bzw. vom Fox Gletscher wohl sogar noch weniger übrig ist als vom Franz Josef.

Ohne Glück am Spiegelsee

Zumindest zum Lake Matheson haben wir uns noch aufgemacht, ein See sechs Kilometer außerhalb vom Ort, in dem sich die Berge bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang spiegeln und so spektakuläre Fotos entstehen können. Leider hatten wir Pech mit dem Wetter, das einzige was sich gespiegelt hat waren die umstehenden Bäume und die grauen Wolken.

Nach dem zweitägigen Aufenthalt in Fox sind wir wieder in verschiedene Richtungen weiter gefahren, ich hab habe den Bus nach Wanaka genommen. Wanaka, direkt an einem großen See gelegen und von Bergen umgeben, zählt aufgrund der fantastischen Umgebung für viele zu den absoluten Lieblingsorten in Neuseeland.

Traumhafter Ausblick

Mein Highlight dort war die Besteigung von Roys Peak, einem 1581 Meter hohen Berg. Vom Gipfel hatte man bei traumhaftem Wetter einen wunderschönen Ausblick auf den Lake Wanaka sowie die schneebedeckten Gipfel des Mount-Aspiring-Nationalparks. 

Ebenfalls ein absolutes "must do" in Wanaka: Der Besuch des Cinema Paradiso. In den kleinen Kinosälen sitzt man auf Sofas oder in Sesseln und in der Pause gibt's frische, selbstgemachte Cookies!

Am Montag ging's durch Hitchhiken weiter ins knapp 70 Kilometer entfernte Queenstown, diesmal mit einer 62-jährigen Amerikanerin.

Queenstown ist im Prinzip ähnlich wie Wanaka, ebenfalls an einem See gelegen und von Bergen umgeben, allerdings ist die Stadt bei weitem nicht so beschaulich. Queenstown gilt nämlich als Partyhochburg und als Anlaufstelle für all diejenigen, die auf der Suche nach Spaß und Abenteuer sind. Dementsprechend belebt ist die eigentlich eher kleine Stadt.

Auch ich habe mich hier bereits mitten ins Abenteuer gestürzt - im wahrsten Sinne des Wortes. Gestern stand Bungee-Jumping aus 134 Meter Höhe auf dem Programm. Ein unvergessliches Erlebnis! Der Nevis Bungee ist der höchste in Neuseeland und der dritthöchste weltweit. Der Spot liegt 30 km außerhalb von Queenstown mitten im Gebirge über einer Schlucht. Mit einem Transport-Korb fährt man zunächst zu der über der Schlucht an Stahlseilen befestigten Plattform. Von dieser springt man dann letztlich in die Tiefe... Adrenalin pur! Wäre das ganze nicht so teuer, würde ich es direkt nochmal machen.

 

 

Zukunftspläne 

In den nächsten Tagen und Wochen werde ich mir langsam meinen Weg an der Ostküste hinauf bahnen und dabei sicherlich noch den ein oder anderen sehenswerten Ort besuchen. Gleichzeitig halte ich Ausschau nach einer Wwoofing-Stelle, wo ich für ein paar Tagen oder Wochen bei einer Familie arbeiten kann und dafür im Tausch Unterkunft und Verpflegung gestellt bekommen. Diese Erfahrung möchte ich in meinen zweieinhalb verbleibenden Monaten in Neuseeland nämlich auf jeden Fall noch machen.

 

Galerien

Regionale Events