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Kia ora Natur, kia ora Kiwis

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Nein, eine schöne Stadt ist Invercargill wahrlich nicht. Als südlichste Stadt des Landes ist der Verwaltungssitz der Region Southland als Zwischenstopp aber dennoch gut gelegen, weshalb ich hier jetzt zwei Nächte verbracht habe.

Bevor es in die 50.000-Einwohner-Stadt ging, habe ich aber natürlich noch einige Unternehmungen gestartet. Zunächst noch in Queenstown, wo ich insgesamt sechs Nächte verbracht habe. Von meinem Bungee-Jump habe ich ja bereits im vorigen Blog berichtet... In den folgenden Tagen ließ ich es dann jedoch gemächlicher angehen. Was nicht heißt dass es weniger spektakulär wurde...

Die Schönheit und Vielfalt Neuseelands 

Mein absolutes Queenstown-Highlight neben dem Nevis Bungy war die Wanderung auf den Ben Lomond. An meinem letzten vollen Tag in der Partystadt habe ich mit einem 22-jährigen Hamburger diesen 1750 Meter hohen Berg bestiegen. Ganz einfach war der etwa dreistündige Aufstieg definitiv nicht, aber wir wurden mit einem gigantischen 360°-Panorama-Ausblick belohnt!

Auf der einen Seite das direkt am Lake Wakatipu gelegene Queenstown, und rundherum einfach eine unendliche Gebirgslandschaft - ein Traum! In Momenten wie diesen wird einem immer wieder klar, was für tolle und vor allem abwechslungsreiche Natur Neuseeland zu bieten hat.

Mein erster Kiwi 

Zu einer echten Premiere kam es für mich in Queenstown auch noch. Ich habe nämlich zum ersten Mal Kiwis gesehen. Zwar nur im "Kiwi & Birdlife Park", aber immerhin. Ist man schon mal in Neuseeland, muss man diesen nachtaktiven Vogel einfach mal gesehen haben - wenn auch nur im Zoo. In der freien Natur sind die Chancen dann doch relativ gering. Immerhin kommen die üppigen 45 Dollar Eintritt den Vögeln zugute. 

Ein absolutes "must-do" in Queenstown ist der Fergburger. Der Burger, der dort verkauft wird, hat sich zu einer echten Touristenattraktion gemausert. Bis man seinen Fergburger in der Hand hält, kann es schon mal eine Stunde dauern. Das Warten lohnt sich aber auf jeden Fall! 

Nach den ereignisreichen Tagen in Queenstown ging's noch weiter in den Süden, nach Te Anau. Der kleine Ort liegt direkt am größten See der Südinsel und am zweitgrößten See Neuseelands. Von dort aus habe ich dann eine Tour zum Milford Sound gemacht. 

Spektakuläres Fjordland 

Der Milford Sound ist ein 15 Kilometer langer Fjord im Südwesten der Insel und eine der regenreichsten Regionen der Erde. Die Busfahrt von Te Anau aus hat etwa zweieinhalb Stunden gedauert, unterwegs haben wir noch einige Stopps in der von Regenwald, Seen und Bergen geprägten Landschaft gemacht. Geregnet hat es dann, wie fast schon zu erwarten war, auch wirklich - und wie! Das gute ist: Das Wetter spielt am Milford Sound kaum eine Rolle, sehenswert und spektakulär ist es bei gutem wie bei schlechtem Wetter.

Der Vorteil bei Regen: An den sich links und rechts auftürmenden Felswänden bilden sich hunderte Wasserfälle, die ins Meer fließen. Die Schifftstour durch den Sound hat etwa anderthalb Stunden gedauert, danach ging's per Bus wieder zurück nach Te Anau. 

Auf in die Catlins  

Die nächsten Aktivitäten sind auch schon geplant: Zunächst geht es von Invercargill nach Dunedin und von dort dann mit dem Mietwagen in die Catlins. "The Catlins" ist ein sehenwertes Gebiet an der Küste zwischen Invercargill und  Balclutha. Von meinen Erlebnissen dort werde ich dann im nächsten Blog berichten. 

Ostern ist in diesem Jahr ziemlich an mir vorbeigegangen. Da war die Weihnachtsstimmung am 24. Dezember noch deutlich größer - auch wenn wir bei 25 Grad am ersten Weihnachtsfeiertag am Strand lagen. Osterhasen werden aber auch hier verkauft - genauso wie Osterkiwis.       

Keine neue Flagge für Neuseeland 

Eine neue Flagge wird Neuseeland in nächster Zeit indes nicht bekommen. Vom 3. bis zum 24. März durften die Kiwis im Flaggenreferendum zwischen der aktuellen und einer alternativen Flagge wählen - und die Mehrheit hat sich schließlich dazu entschieden, die derzeitige Flagge zu behalten. Hätte ich die Wahl gehabt, ich hätte für das neue Motiv gestimmt - der Union Jack auf blauem Hintergrund ähnelt der Flagge Australiens doch sehr. Da hätte der Silver Fern, immerhin ebenfalls ein Nationalsymbol, den Neuseeländer in meinem Augen doch deutlich besser zu Gesicht gestanden. 

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