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Time to say goodbye

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Alles geht mal vorbei. Siebeneinhalb Monate habe ich im vielleicht schönsten Land der Welt verbracht, doch am Freitag geht diese Zeit nach zahlreichen Erlebnissen, bereichernden Erfahrungen und tollen Begegnungen zu Ende. Dann hebt mein Flieger von Auckland aus in Richtung San Francisco ab, wo ich die letzten Tage meiner Reise verbringen werde.

Nachdem es Anfang Mai mit der Fähre von Picton zurück in der Hauptstadt Wellington ging, habe ich auch in meinen letzten Neuseeland-Wochen nochmal einiges erlebt. In Wellington habe ich mich mit Martin getroffen, den ich schon ganz zu Beginn in meinem Workinghostel in Kerikeri kennengelernt habe. Zusammen haben wir nochmal einige Unternehmungen in der in meinen Augen schönsten Stadt Neuseelands unternommen. Die Cable Car Fahrt und die Besichtigung des botanischen Gartens gehörten genauso dazu wie ein Museums-Besuch und ein Spaziergang zum Oriental Bay

Kulinarisches aus der Heimat

Das Highlight war aber wohl das Abendessen am dritten Abend unseres viertägigen Aufenthaltes. Das Restaurant "München" am Hafen im Stil eines Münchner Biergartens bietet typisch deutsche und vor alles typisch bayrische Gerichte an - das darf man sich dann sogar als Backpacker mal gönnen.
Nach meines insgesamt zweiten Besuch in Wellington ging es dann an einen Ort, in dem ich zuvor ebenfalls schon mal war - nach Hastings in der Region Hawke's Bay. Dort habe ich von Mitte Januar bis Mitte Februar in einer Stahlfirma gearbeitet und im Zuge meiner Rückkehr Mr Brandt, einen Manager der Firma der mir auch den Job besorgt hatte, und seine Familie besucht, bei welcher ich in dieser Zeit gewohnt habe. 

Zu Gast auf einer fremden Couch 

Von Hastings aus ging es einmal quer über die Nordinsel nach New Plymouth an die Westküste, wo die nächste interessante Erfahrung auf mich warten sollte. Dort war ich nämlich zum ersten Mal Couchsurfen, ich habe also bei einem Local für drei Tage lang gewohnt ohne dafür bezahlen zu müssen. Über die Couchsurfing Website hat man die Möglichkeit, nach Hosts zu suchen und diese zu kontaktieren. Neben dem Wwoofen eine weitere tolle Möglichkeit, Einblick in das Leben und die Kultur der Neuseeländer zu erhalten und gleichzeitig noch Geld zu sparen. Ich hatte in jedem Fall Glück mit meinem Host, ein typischer Kiwi, der seinen Gästen abends Wein angeboten hat, für das Abendessen gesorgt hat und obendrein noch hilfreiche Erkundungstipps gab. Abends haben wir dann zusammen Filme geguckt. Für mich war das Couchsurfen eine super Erfahrung und ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen. Gerne hätte ich es noch öfter genutzt, allerdings ist es gar nicht so leicht einen Host zu finden, weil die allermeisten der von mir kontaktierten Leute in der betreffenden Zeit oft außer Haus waren oder aus anderen Gründen keine Zeit hatten.

Zu Besuch bei den Hobbits 

Nächster Stop auf meiner Reise war Rotorua, auch das ein Ort, an dem ich zuvor schon mal gewesen war. Diesmal habe ich von dort aus allerdings eine Tour nach Hobbiton, dem Movie-Set der Herr der Ringe- und Hobbit-Verfilmungen unternommen. Auch wenn ich eigentlich kein großer Fan bin (ich habe hier in Neuseeland zum allerersten Mal überhaupt Herr der Ringe gesehen) war die Tour interessant und hat Spaß gemacht. Für Fans ist Hobbiton bei einer Reise durch Neuseeland auf jeden Fall absolute Pflicht.

Mein Weg hat mich dann noch von Rotorua aus noch nach Gisborne, Tauranga und Whitianga geführt. Gisborne ist eine nette Stadt, die vor allem für das große Festival an Silvester bekannt ist. Aber auch in der restlichen Zeit des Jahres kann man hier durchaus mal vorbeischauen. Es gibt einen kleinen Berg, von dem man bei gutem Wetter eine schöne Aussicht hat, sowie einen Strand direkt bei der Stadt. Außerdem gilt Gisborne als der Ort auf der Welt, in dem die Sonne als erstes aufgeht.

Auch Tauranga, nördlich von Gisborne ebenfalls an der Ostküste der Nordinsel gelegen, ist einen Besuch wert. Mein Highlight dort war allerdings der Walk auf den Mauao, einem kleinen Berg in Mt Maunganui, welches nur ein paar Kilometer entfernt von Tauranga liegt. Dort bin ich mit einer Französin und Leon, einem Deutschen in meinem Alter, hochgelaufen.

Mit Leon bin ich dann in den letzten Tagen auch zusammen gereist, für ihn gings heute in Richtung Heimat. Von Tauranga aus sind wir zunächst nach Whitianga gefahren. Whitianga liegt auf der Coromandel Peninsula, eine Halbinsel, die sich etwa auf Höhe Aucklands in den Norden erstreckt. Nicht weit von der Stadt befindet sich die Cathedral Cove, eine Bucht an der sich auch die Cathedral Cave (Kathedralenhöhle) befindet. Für fast alle Touristen ist sie ein extrem beliebtes Fotomotiv. Wir sind dort von unserem Hostel aus mit dem Fahrrad hingefahren, was bei 15 Kilometer Strecke auch gut machbar war. Nach der Besichtigung der Cathedral Cove gings außerdem noch zum Hot Water Beach. Wie der Name schon sagt gibt's hier heißes Wasser - man muss nur tief genug im Sand buddeln.

Die letzten Tage Neuseeland 

Am Sonntag stand schließlich die vorerst letzte Busfahrt an, welche mich wieder zurück zu meinem Ausgangspunkt nach Auckland führen  sollte. Hier schließt sich nach dann insgesamt 226 Tagen im Land der Kiwis der Kreis meines Work & Travel Aufenthaltes. Auch wenn ich die Stadt natürlich schon soweit kenne erlebe ich dennoch schöne letzte Tage in Neuseeland, treffe nette Leute und unternehme coole Dinge.
All das, das Treffen von Menschen aus aller Welt und das ständige Starten spontaner Unternehmungen werde ich daheim bestimmt vermissen. Trotzdem freue ich mich nach einer so langen Zeit natürlich wieder auf daheim, in erster Linie natürlich auf Familie, Freunde und die gewohnte Umgebung. Noch kann ich mir es allerdings gar nicht wirklich vorstellen, wieder Zuhause zu sein.
Davor stehen ja aber auch noch die Tage in San Francisco auf dem Programm, bevor es am 6. Juni endgültig zurück in die Heimat geht - ein letztes großes Abenteuer.

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