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Rückkehr und Rückblick

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Seit gut einer Woche bin ich wieder daheim. Angekommen nach einer langen Reise voller neuer Erlebnisse und Eindrücke. Schwer ist es mir nicht gefallen, das Heimkommen. Eigentlich hat es sich fast so angefühlt, als wäre ich nie weg gewesen. Alles ist gewohnt, vertraut. Und doch ist es irgendwie anders. Denn meine Erfahrungen aus siebeneinhalb Monaten Reisen habe ich mit nach Hause gebracht. 

Die letzten Tage der Reise habe ich bereits nicht mehr in Neuseeland verbracht, sondern in den USA. Am Freitag, den 3. Juni hieß es Abschied nehmen vom Land der Kiwis. Dem Flecken Erde auf der anderen Seite des Planeten, auf dem ich von Ende Oktober bis Anfang Juni gereist bin und quasi monatelang gelebt habe. Da ist es klar, dass zum Ende auch etwas Wehmut aufkommt. 

In Auckland habe ich aber definitiv schöne letzte Tage verbracht, um am Tag meines Abfluges dann auch noch auf den Skytower, das Wahrzeichen Aucklands, hochzugehen und von dort ein letztes Mal den Blick über eine sehenswerte Stadt und vor allem auf die sich dahinter erstreckende, atemberaubende Natur des vielleicht schönsten Landes der Erde zu werfen. Ein allerletztes Highlight und vor allem der Abschluss von siebeneinhalb Monaten Neuseeland.

Neues Land, neue Stadt, neue Leute

Am Abend des 3. Juni um 19:45 Uhr hob dann schließlich mein Flieger in Richtung San Francisco ab. Zwölf Stunden Flug, Landung am 3. Juni um 12:50. Ja, richtig gelesen. San Francisco liegt zeitlich 19 Stunden hinter Neuseeland, weshalb ich mich nach der Ankunft in Amerika erst mal wieder auf die neue Zeit einstellen musste. Was nach einem so langen Flug natürlich nicht gerade leicht fällt. Zwölf Stunden fast nur sitzen, kaum Platz… Es gibt schöneres. Vom Flughafen aus ging es dann auf jeden Fall erst mal mit dem Zug in die Stadt, geradewegs zur im Zentrum gelegenen Powell Station, von der auch die weltberühmten Cable Cars abfahren. Als ich, beladen mit meinem schweren Backpack und weiterem Gepäck die Stufen der U-Bahn Station hinauf ins Freie stieg, mitten hinein ins Stadtleben von San Francisco, war ich erst mal fast ein bisschen erschlagen

In Neuseeland habe ich monatelang wunderschöne und vor allem extrem vielfältige Natur bestaunen dürfen, fern von großen Menschenmassen. Klar, auch vor NZ machen die großen Touristenströme nicht halt, alleine war man kaum einmal. Dennoch ging es dort insgesamt viel ruhiger zu, auch die drei Großstädte Auckland, Christchurch und Wellington kann man mit San Francisco in keiner Weise vergleichen.

So gesehen war es für mich nicht nur eine zeitliche Umstellung, sondern vor allem eine Umstellung auf das, was sich vor den Türen meines Hostels mitten in der Innenstadt von San Francisco abgespielt hat. Das erste was mir aufgefallen ist waren die Menschen. Jung und alt, arm und reich, bunt und ausgeflippt gekleidet, gefühlt alle Hautfarben und alle Nationalitäten dieser Welt begegnen sich in den Straßen von San Francisco. Jede Menge kreative Straßenkünstler versuchen die Aufmerksamkeit der vorbeilaufenden Menschen für sich zu gewinnen, genauso auffallend ist aber auch die Großzahl der Obdachlosen. Alles in allem ist es eine enorme Vielfalt von Menschen, die der Stadt Leben einhauchen und sie immer in Bewegung halten. 

Das versteckte Wahrzeichen

Auch das Stadtbild in Bezug auf Gebäude und Bauwerke hat sich von dem unterschieden, was ich aus Neuseeland und auch aus Europa kannte. In den USA bin ich zuvor noch nie gewesen, weshalb der Aufenthalt in San Francisco, wie schon mein Dreitagesstopp in Singapur zu Beginn meiner Reise, etwas wie ein Eintauchen in eine neue Welt war. Auch auf das amerikanische Stadtbild musste ich mich also erst mal einstellen. Unternommen habe ich dann natürlich auch noch was. Am Tag des Ankommens aufgrund einer gewissen Müdigkeit nicht mehr allzu viel, an Tag zwei und drei dafür umso mehr. 

Am nächsten Morgen habe ich mich direkt aufgemacht zu einer der wohl berühmtesten Brücken der Welt und dem Wahrzeichen von San Francisco, der Golden Gate Bridge. Mit dem Bus ging es raus aus dem Zentrum durch das Presidio, historischer Militärstützpunkt der Stadt, bis hin zu dem 2,7 Kilometer langen Bauwerk – von dem ich zunächst allerdings kaum etwas zu sehen bekommen sollte, obwohl ich nur wenige Meter von der Brücke entfernt stand.

Denn das mit der Golden Gate Bridge ist so eine Sache. Meistens ist sie nämlich von Nebel umhüllt und somit sind sowohl von der Stadt aus als auch aus nächster Nähe häufig nur die Spitzen der beiden Pfeiler zu sehen. Überqueren wollte ich das Wahrzeichen aber ohnehin, und so bin ich also im dichten Nebel die 2,7 Kilometer bis ans andere Ende marschiert und obwohl die Sicht nicht gerade die beste war, ein Touristenmagnet ist die Golden Gate Bridge wohl bei allen Wetterverhältnissen. Der einzige war ich dort jedenfalls nicht… 

Und auf der anderen Seite sollte ich dann tatsächlich etwas Glück haben. Wenn auch nicht vollständig, löste sich der Nebel doch zu weiten Teilen auf, die Sonne kam zum Vorschein und erlaubte es mir und all den anderen Menschen aus aller Herren Länder ein paar schöne Bilder zu machen. 

Meine weiteren Highlights in San Francisco waren Fishermans Wharf, Pier 39, das Ferry Building, Chinatown und auch die Innenstadt rund um den Union Square. Alles in allem ist San Francisco eine Stadt, in der man in meinen Augen durchaus mehr als nur zwei ganze Tage verbringen kann. Allein der Besuch der Gefängnisinsel Alcatraz würde einen weiteren Tag in Anspruch nehmen. Das habe ich mir dann aber für das nächste Mal aufgehoben. Am Montag, den 6. Juni war dann schließlich der Moment gekommen, an dem meine Reise nach Siebeneinhalb Monaten, 33 Wochen oder 232 Tagen zu Ende gehen sollte. Nochmal zwölf Stunden im Flugzeug, dann hatte ich wieder deutschen Boden unter den Füßen.

Lehren einer Reise 

Was mir persönlich von der Reise bleibt, wird sich in den nächsten Tagen und Wochen vielleicht noch genauer zeigen. Natürlich sind es die Eindrücke, die vielen Bilder und Fotos, die ich sammeln durfte. Die Begegnungen mit ganz vielen verschiedenen Menschen, ob Reisende aus aller Welt oder den in Neuseeland heimischen Kiwis. Und natürlich die eigenen Weiterentwicklung. Man organisiert sich in einem fremden Land das eigene Leben, muss auch mal durch schlechte Phasen gehen, erlebt aber auf der anderen Seite immer wieder Momente, die einem aufzeigen, warum es sich lohnt, eine solche Reise anzutreten und sich auch mal auf Unwägbarkeiten einzulassen. Man sieht Dinge plötzlich entspannter, wird viel offener für Neues…

Was ich auch gelernt habe ist, dass jeder seinen eigenen Weg gehen muss. Gerade am Anfang des Reisens ist es sicherlich nicht so leicht, gerade wenn man alleine unterwegs ist. Da läuft man schnell Gefahr, der großen Masse zu folgen und zu glauben, man müsste alles genauso machen wie die anderen. Erst als ich verstanden habe, dass man versuchen sollte, es auf seine eigene Art zu machen, dass es kein richtig und falsch gibt, dass man tun und lassen kann was man will, ist es mir gelungen, das Beste aus meiner Reise zu machen. Auch wenn man nicht immer alles richtig machen kann. Aber man kann alles hinkriegen.  

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