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Von Geparden und Giraffenhälsen

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Heute möchte ich euch von meiner ersten Safaritour erzählen, ich bin immernoch total aufgeregt deswegen. Letzen Samstag war es endlich soweit, wir besuchten den Safaripark "Duesternbrook", welcher circa 50 km von Windhoek entfernt liegt. Wir wurden zuhause von einem Taxidienst abgeholt, die ersten 30 Kilometer ging es über Landstraßen, die letzen dann mehr oder weniger offroad über steinige Straßen und sogar durch Flüsse hindurch. Dabei hatten wir noch nicht einmal einen Geländewagen!

Reittour

In Duesternbrook angekommen ging es dann direkt los zu einer eineinhalbstündigen Reittour. Auf "Sundown", "Filou", "Sandwich" und einem Pferd mit afrikanischem Namen, den wir leider vergessen haben, ging es dann durch Flüsse und über steinige Wege. Gleich zu Beginn sahen wir sogar Antilopen und Warzenschweine, welche jedoch gleich flüchteten, als sie uns sahen. Anders ein Gnu, welches uns unterwegs begegnete und sich wohl nach Gesellschaft sehnte - es begleitete uns bestimmt fünf Minuten und trabte gemütlich neben uns her. In der zweiten Hälfte unseres Ritts gab es leider nicht mehr so viel zu sehen, dafür gab es einige Galoppstrecken, auf denen wir die Pferde einfach laufen lassen konnten.

Nach der Reittour hatten wir genug Zeit bis zur nächsten Tour, sodass wir uns auf einen Spaziergang zum Hippoteich aufmachten. Knapp 6 Kilometer liefen wir insgesamt zum Teich und zurück, fast zwei Stunden waren wir in der prallen Sonne unterwegs und dementsprechen durstig und geschafft kamen wir wieder zurück. Aber die Wanderung hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wir hatten wahnsinnig Glück, denn eigentlich verbringen die Nilpferde den ganzen Tag im Wasser, da die empfindliche Haut in der Mittagssonne sonst ziemlich schnell Sonnenbrand bekommen würde. Bei unserem Besuch am Teich lagen die Hippos jedoch alle in der Sonne und suhlten sich im Dreck.

Highlight

Das absolute Highlight des Tages war für mich die "Cats Unlimited" Tour. Zuerst fuhren wir zu den beiden Gepardenmännchen, anschließend ging es zum Leoparden. Im Vergleich zu den Geparden war dieser ziemlich scheu, er näherte sich nur zögerlich und mit "Sicherheitsabstand" unserem Auto, als er von unserem Guide gefüttert wurde, während die Geparden sogar an ihm hochsprangen und, wie man es normalerweise von Hunden kennt, jaulten und bettelten.

Unser Tourführer erklärte uns, dass ein Gepard niemals einen Menschen töten wurde, solange er ihm nicht den Rücken zudreht, während man bei Leoparden schon ziemlich vorsichtig sein muss. Geparden sind die schnellsten Tiere der Welt und können bis zu 110 km/h schnell rennen, allerdings geht das nur deshalb, weil die Körper dieser Tiere so leicht und schmächtig sind, daher brauchen sie nach einem dreiminütigen Sprint auch erst einmal eine längere Pause.

Der Körper des Leoparden hingegen war muskulös und kräftig, was ihn im Vergleich zu den Geparden auch zum besseren Raubtier macht. Bis zu sechs Meter kann ein 75 Kilogramm schweres Männchen auf seine Beute zuspringen.

Zum Abschluss eines sowieso schon aufregenden Tages, ging es dann abends nochmal auf eine zweistündige Safaritour. Dort konnten wir Warzenschweine und Affen beobachten, und entdeckten zwischen Baumkronen sogar einen langen Giraffenhals. Sofort drehte unser Guide um und sodass wir das Giraffenmännchen aus nächster Nähe beobachten konnten. Als wir uns dann gerade zur Weiterfahrt aufmachten, ließ sich plötzlich auch das Giraffenweibchen zusammen mit dem Jungen blicken.

Nun ging es weiter in eine eher steppenähnliche Landschaft. Unsere Hoffnung, eine Zebraherde zu sehen, wurde leider nicht erfüllt, dafür sahen wir jedoch Oryxe, Springböcke und Gazellen.

Zum Abschluss dieses wundervollen Tages durften wir dann auch noch einen atemberaubenden Sonnenuntergang beobachten.

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