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Es kam die Kälte und der Fußball

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Seit Mitte Mai, nach unserer Rückkehr aus Simbabwe, wurde es plötzlich unglaublich kalt in Windhoek. Morgens, für den Schulweg, lässt es sich ohne Winterjacke, Schal und Mütze kaum aushalten und auch tagsüber ist es ohne Pullover meist zu kalt. Da wir keine Heizung im Zimmer haben und es nachts teilweise Minusgrade hat,  mussten wir uns alle zusätzliche Kuscheldecken kaufen und legen uns meistens mit Wärmflaschen und Tees in unsere Betten. Afrika ist also doch nicht immer heiß hehe

In der Schule hat sich, außer neuen Stundenplänen, seit den Ferien nicht viel verändert. Ich begleite weiterhin Mrs. Pinias  und unterrichte Naturwissenschaften, Religion und Kunst in den vierten und fünften Klassen.

Letzte Woche fand die sogenannte "Wellness-Woche“ statt. Einige Schulkinder wurden ausgewählt und durften den Fernsehsender nbc besuchen, wo verschiedene Spiele und Aktivitäten zum Thema Gesundheit und Fitness stattfanden. Freitags schlossen alle Schulen bereits um 10 Uhr, da alle Lehrer die Möglichkeit bekamen, an einem kostenlosen Gesundheitscheck teilzunehmen. Neben allgemeinen Gesundheitstest wurde auch auf Krankheiten wie Diabetes und HIV getestet. Anschließend fanden verschiedene Aktivitäten und Sportspiele statt. Grundsätzlich eine ziemlich gute Idee, aber leider gab es für die gesamte Khomas Region nur ein einziges Testcenter, sodass die Schlangen unendlich lang waren und wir uns nach einem kurzen Besuch wieder auf die Heimfahrt machten.

Während ihr bei der EM mitgefiebert hattet, startete bei uns der sogenannten "COFASA Cup“, an welchem alle Länder des südlichen Afrikas teilnahmen. So spielte auch hier der Fußball in den letzten Wochen eine große Rolle in unserem Alltag. Alle Deutschland Spiele schauten wir gemeinsam in der "Supporters Sportsbar“ oder bei unserem Mentor Max zu Hause.

Da Namibia der Sieger des letztjährigen COFASA Cups war, finden die Spiele dieses Jahr alle in Windhoek statt. Wir entschlossen uns, das Viertelfinalspiel Namibia gegen Botswana live im Stadion anzuschauen. Ein Ticket kostete umgerechnet circa 1,20€, was mit europäischen Länderspielpreisen natürlich kaum zu vergleichen ist. Alle Namibier waren im Fußballfieber und gefühlt jeder wollte einen Platz im Stadion, um das große Spiel zu verfolgen. Dementsprechend war es auch überfüllt und die Security überfordert, sodass letzten Endes überhaupt keine Tickets mehr kontrolliert wurden und jeder, der Zeit hatte, ins Stadion kommen konnte. Wir hatten dennoch Glück und erwischten relativ gute Plätze. Nach Ende der Spielzeit stand es 1-1 unentschieden, leider verlor Namibia schließlich beim Elfmeterschießen.

Vergangenen Dienstag feierten wir gemeinsam mit den anderen Freiwilligen aus Windhoek, einigen Rehobotern, Lehrern und namibischen Freunden Janiks 20. Geburtstag bei uns zu Hause, in der ehemaligen "Mansion Bar“.

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