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Meine perfekte Partynacht

Übersicht

Samstagmorgen, ich setze mich in mein Auto. Mit Vollgas und Michael Jackson fahre ich der Herbstsonne entgegen. Die Fenster sind heruntergelassen und das Panoramadach ist geöffnet. Der kalte Wind weht in meinen Haaren. Ich gebe ein verrücktes "Yeah" von mir. Es ist ein einzigartiges Freiheitsgefühl. In meiner zweiten Heimat  Nürnberg angekommen, treffe ich mich mit einer alten Freundin. Wir setzen uns ins Szenelokal Nr.1. In Decken eingepackt zwischen Wärmestrahlern und lauter gut gelaunten Menschen schlürfen wir Latte Machiatto.

Die Waffen einer Frau

Egal wo und egal wie, heute werden wir uns einen Frauenabend gönnen inklusive Wohlfühltour. Nach einer ausgelassen Shoppingtour, natürlich mit dem geeigneten Abendoutfit in der Tasche, machen wir uns auf den Heimweg. Erst mal relaxen und Energie tanken. Dazu gehört natürlich auch ein Dinner unter Frauen. Wir drehen das Radio auf und stellen unsere Kochkünste unter Beweis. Diesmal gibt es Pasta a la Garnelen und einen feinen Wein dazu. Frisch gestärkt klingelt es auch schon an der Türe und der Rest unsere Mädls schneit herein.



Zwischen ein paar Gläsern Sekt, Zigaretten, einem Berg Klamotten machen wir uns ans Styling. Mit Glätteisen und Lockenstab heizen wir vor. Unsere Augen glänzen und strahlen noch mehr als sonst, die Mascara gibt uns den nötigen Aufschwung. Zum Schluss der Aufheizphase packen wir die beste Erfindung nach dem Jahr 2000 aus. Gelpolster für die Highheels. Das sind die Waffen einer Frau. Das Ergebnis: Eine hübscher als die andere. Von Blond bis tiefschwarz, von sportlich bis sexy. Wir sind also am Start.

Ein Spanier auf der Durchreise

Der ausgewählte Club ist gefüllt mit unbekannten Gesichtern. Der Veranstalter freut sich über unseren Besuch. Wir erhöhen die Frauenquote. Mit geballtem Temperament lassen wir die Bühne beben. Mein Körper spürt jeden Beat und ich lasse die Blicke der Männer auf mich wirken. Es macht Spaß zu tanzen. Der Alkohol macht mich locker und es wird geflirtet was das Zeug hält. Auf dem Weg zur Bar treffe ich alte Bekannte, lasse mich auch mal auf einen Drink einladen und höre mir gerne an, dass ich mich ins Positive entwickelt habe. Balsam für die Seele. Mein Lächeln kann mir heute keiner mehr nehmen.



Die witzigste Begegnung des Abends ist ein junger Spanier, der auf Durchreise seiner Europatour ist. Mit Zettel und Papier schreibt er auf Englisch einen Reim über meine Freundin und mich. Dieser dient seiner Erinnerung an all die verschiedenen Persönlichkeiten und Eindrücke aus den verschiedenen Städten, in denen er einen Stopp einlegt. Irgendwie schmeichelnd. Um den Typ wieder loszuwerden, gehen wir unserer Sucht nach. Zum Genuss einer Zigarette suchen wir die Toiletten auf und landen bei den Männern. Ja, das Vorurteil, die Frauenpissoirs seien verschmutzter und ständig überfüllt, ist absolut wahr. Es ist fantastisch zu feiern und zu leben.



Jede noch so tolle Partynacht geht zu Ende. Aber nicht für uns. Wir nehmen uns ein Taxi zur nächsten Fast Food Bude und stillen unseren Hunger mit Pommes und anderem fettigem Zeug. Es sei uns gegönnt. Die Kalorien haben wir ja schließlich in den letzten Stunden verbrannt. Mit dem Sonnenaufgang kommt dann auch die Müdigkeit ans Licht. Das Bett ist nicht mehr weit entfernt. Der nächste Morgen ist ernüchternd, doch so muss das sein nach einer ausgelassen Nacht. Immer wieder gerne.


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