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Angeben bis zum Umfallen

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Wir Mädchen mögen nette Jungs. Sie können unterhaltsam, lustig und hilfsbereit sein. Allerdings gibt es eine Macke, die bei sehr vielen Männer fast schon serienmäßig vorhanden ist: ihr Hang zum Angeben. Natürlich wollen sich die Herren der Schöpfung von ihrer besten Seite präsentieren, um eine Frau für sich zu gewinnen. In der Tierwelt ist das ganz ähnlich. Der Pfau schlägt ein Rad, andere Vögel plustern sich auf, wenn sie balzen. Männer dagegen schwellen ihre Brust – im übertragenen Sinne natürlich – an. Mit Statussymbolen versuchen sie, Frauen zu beeindrucken.

 

Meine Bekannte Lisa saß beim ersten Date mit ihrer Discobekanntschaft einem Mann gegenüber, der mit seinem Auto angab. "Ich fahre einen Ferrarri", erzählte er. Lisa gab sich unbeeindruckt. Für Autos interessiert sie sich einfach nicht die Bohne. Als er sie beim zweiten Date von daheim abholte, saß er jedoch nicht in einem Sportwagen, sondern einem klapprigen Ford, dem jeder TÜV nur mit sehr viel Wohlwollen eine Plakette geben würde. Ein drittes Date gab es nicht. Lisa mag nämlich keine Lügner.

 

Meiner ehemaligen Kommilitonin Jenny erzählte ein junger Mann auf einer Party, welche teuren Hobbys er hat: Segeln, Golfen und kostspielige Reisen. Und er erzählte ihr, dass er einen sehr gut bezahlten Job habe. Außerdem lud er sie gleich zu einem Wochenendtrip nach Paris ein. Natürlich im Luxushotel. Fehlte nur noch, dass er ihr seinen Kontoauszug vor die Nase hielt.

 

Meine Cousine Cora unterhielt sich im Urlaub auf Sardinien mit einem Einheimischen. Er sei der Bruder des Hoteldirektors, behauptete er und lud sie gleich auf einen Cocktail ein. Doch Cora ließ ihn abblitzen, da er ihr nicht sympathisch war. Der Barkeeper machte sie darauf aufmerksam, dass es sich dabei um einen Hochstapler handelte, der mit dieser Masche seinen Erfahrungsschatz mit Frauen erweitern will.

 

Und mir erzählte ein junger Typ auf der letzen Uniparty, dass er schon einen Abschluss als Ingenieur habe, und nun ein zweites Studium beginne, um Börsenmakler zu werden. Sein Alter von 24 Jahren machte mich jedoch stutzig. Per Zufall habe ich herausgefunden, dass er bisher noch keine Uni von innen gesehen hatte, und seit Jahren ziellos jobbte. Ich fand's schade, dass er mich belogen hatte, da ich ihn eigentlich sehr nett fand. Welchen Abschluss und Job ein Mann hat, ist zumindest für mich unwichtig. Aber wer bei solch einer Nebensache lügt, nimmt es auch sonst mit der Wahrheit nicht so genau.

 

Liebe Männer, wir Frauen verstehen ja, dass ihr uns eure Schokoladenseite zeigen und Eindruck schinden wollt. Aber warum denn nicht ein wenig subtiler? Imponiert uns mit einer Einladung zu einem (selbst gekochten) romantischen Essen. Schenkt uns eine einzelne rote Rose oder seid einfach ehrlich zu uns. Damit könnt ihr uns wirklich für euch gewinnen, denn wir wollen keine Luxusgüter, sondern Männer, die uns gut behandeln und zum Lachen bringen. Taten sprechen lauter als leere Worte. Und nichts wirkt sympathischer als ein ehrlicher Mann.




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