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Make me up!

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Welches Mädchen stöbert nicht gern in Drogeriemärkten und Parfümerien nach Schminkneuheiten? Da ich am Bahnhof in Ludwigsburg ohnehin jeden Tag eine Viertelstunde Aufenthalt habe, vertreibe ich mir die Zeit mit einem Besuch in einer Drogerie. Gucken kostet ja nichts, denke ich. Doch leider bleibt es nicht immer nur beim Schauen.

 

Mal erstehe ich einen transparenten Glitzergloss, ein anderes Mal fleht mich ein grüner Eyeliner direkt darum, gekauft zu werden. Ich bin ja kein Unmensch, schließlich tun mir die einsamen Kajalstifte irgendwie leid. In meinem heimischen MakeUp-Täschchen hat der Stift gute Gesellschaft: da tummeln sich rosenholzfarbene Lipliner, goldene Lidschatten, schwarze Wimperntusche und silberfarbene Nagellackfläschen.

 

Wer einen Blick in meinen Badezimmerschrank wirft, könnte möglicherweise sogar auf die Idee kommen, ich arbeite nebenberuflich als Kosmetikerin. Denn drinnen stapeln sich Hautcremes, Bodylotions, Glanzshampoos, Gesichtswasser und Deos. Daran ist ganz klar die Werbung schuld. Sie suggeriert uns ja schließlich, dass der neue Selbstbräuner der Marke XY für die ultimative goldbraune Sommerhaut ohne Streifen sorgt. Und nicht immer hält das Produkt, was es verspricht.

 

Selbstbräuner sind mit Vorsicht zu genießen. Denn nach der Anwendung sah ich hinterher nicht gleichmäßig getönt aus, sondern eher wie ein Statist bei 101 Dalmatiner. Steifenfrei war ich schon, dafür hatte ich Dalmatinerflecken, die ich mit Zitronensaft mühsam wegrubbeln musste. Der kussfeste Lippenstift begann nach dem Essen zu schmieren und trocknete die Lippen aus. Und das Shampoo, das nicht nur für geschmeidiges Haar sondern auch eine gute Laune machtt, roch zwar gut, aber besser kämmbar wurde meine Mähne dadurch nicht.

 

Eines habe ich gelernt: Teuer ist nicht immer gut. Und testen bringt manchmal wirklich etwas. Seit meinem 15. Lebensjahr habe ich so gut wie jede Mascara, die auf dem Markt erhältlich ist, mir auf die Augenhärchen geschmiert. Meine Wimpern erhielten statt 100 Prozent mehr Volumen einen Fliegenbeinenlook, der aber zum Glück eine Zeitlang ein "Must" war (danke J.Lo). Inzwischen habe ich endlich DIE perfekte Wimperntusche für mich gefunden. Der Mut zum Testen bringt also doch was. Wenigstens habe ich so kein schlechtes Gewissen mehr, wenn ich mal wieder eine Neuheit auf dem Make-Up-Markt kaufe. Denn unter vielen unnötigen Produkten, gibt es immer mal eine positive Überraschung, die hält, was die Reklame verspricht.



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