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Nana war bei der Animagic

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Konnichi wa mina-san! Guten Tag alle zusammen: Vor einigen Tagen konnte man wohl nirgendwo sonst in Deutschland die japanische Manga-Kultur besser zelebrieren als in Bonn. Hier fand die "Animagic" statt – eine der größten Anime- und Manga-Conventions in Deutschland. Die Animagic fand bereits zum fünften Mal am Rhein statt.


Katzenöhrchen



Rund um die Beethovenhalle zeigte sich eine kunterbunte Mischung aus Fans, die aus allen Teilen der Republik in die Beethovenstadt gepilgert waren. Wer kein Cosplay (zusammengesetzt aus den englischen Begriffen Costume und Play) trug, präsentierte sich zumindest in Fan-T-Shirts mit Katzenöhrchen- oder Hasenmützen.


Cosplayer versuchen möglichst perfekt und detailgetreu ihren Lieblingscharakter nachzustellen. Das gilt sowohl für das Kostüm als auch für Fotoposen. Die Cosplaygemeinde ist sehr groß und spielt sich nicht nur im Anime- und Manga-Bereich ab. Es gibt auch Eigenkreationen, Helden aus Videospielen und Disney-Filmen oder Stars der japanischen Popkultur – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.


In der Szene hat jeder seinen Nicknamen, so wie die 25-jährigen Yuun und Banji aus Brühl und der 24-jährige Jin-Kazuma, der extra aus Neumünster angereist ist. Die drei stellen Yamato, Kakashi und Tobi in der „Anbu-Version“ aus ihrem Lieblingsmanga "Naruto" da – oder wie man sagen würden: sie cosplayen. Die Kostüme sind selbst genäht.


Sie verkleiden sich schon seit Jahren und das aus "Spaß an der Freude", wie Banji sagt.
Und sie werden es ihren Freunden zuliebe auch weiterhin tun – auch, wenn sie sich "schon etwas zu alt dafür"fühlen.


Das sieht Rudolf Arnold alias "Naisho“ ganz anders. Der 56-Jährige kam aus Ulm zur Convention und erfuhr durch eine Reportage von Cosplay. Seitdem ist der Mathematiklehrer Feuer und Flamme dafür. Mit viel Liebe zum Detail und Leidenschaft hat er sein atemberaubendes Engelkostüm "Seraphita“ (aus Angel Sanctuary) genäht.


Viel Aufwand


"Es ist eine tolle Figur. Mit der Zeit baut man eine Verbindung dazu auf. Ich bin sozusagen in die Rolle reingewachsen“, erklärt Rudolf Arnold.

Er hat viel Zeit und Geld in das aufwendige Kostüm investiert – und das kann sich sehen lassen: 200 Stunden Arbeitszeit und 1500 Euro stecken darin. Die sechs Flügel, die er auf dem Rücken trägt, wiegen insgesamt zwölf Kilogramm.


Filmvorführungen


Neben vielen Kostümen, gab es an den drei Tagen auch Filmvorstellungen, einen Händlerraum, Bring-and-Buy-Stände, japanische Gäste, Rollenspiele, Zeichenkurse, Konzerte, Karaoke und vieles mehr rund um die japanische Manga-Kultur. Ein großes Highlight sind auch immer die Showacts, die, mit oder ohne Cosplay, zu Anime-Soundtracks singen und tanzen. Es war die insgesamt zwölfte Animagic – und auch diese war abermals mit etwas über 15 000 Besuchern am Veranstaltungswochenende restlos ausverkauft. In diesem Sinne: Sayonara! Auf Wiedersehen.


Wenn du mehr über die Autorin Nana erfahren möchtest, schau dir ihren Steckbrief an [mehr]




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