Stimmt.de

Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Darias großer Autritt

Übersicht

Jetzt stehe ich auf dieser wahnsinnigen Bühne. Fünf rote Stuhlrücken vor mir, eine gigantische Band hinter mir. Ja, ich rede von der Blind-Audition-Bühne von The Voice of Germany. Dem Moment, als die Jurymitglieder mich nicht sehen und alleine meine Stimme zählt.

Casting

Wie es dazu kommt, dass ich hier stehe? Ich will ganz offen sein: Im Februar bin ich spontan, nur mit meiner Gitarre bepackt, zum offenen Scouting nach Stuttgart gefahren. Ich wollte mal sehen, wie ein Casting so abläuft. Obwohl ich schon öfters vor Publikum gesungen habe, war ich sehr aufgeregt. Ich hätte nie erwartet weiterzukommen – aber irgendwie hat es geklappt.

Nach fünf Entscheidungsrunden, die mich jedes Mal wahnsinnig überraschten, wurde ich per Anruf zu den Blind Auditions nach Berlin eingeladen. Bis zur Aufzeichnung mache ich sehr viele Stimmübungen und singe "Go Solo“ von Tom Rosenthal so oft es geht, rauf und runter.

Nachdem ich alleine mit dem ICE nach Berlin gefahren bin, bekomme ich dort durch Videodrehs und Interviews einen Einblick in die spannende Fernsehwelt. Auch der Kontakt mit anderen Talenten ist sehr schön. Die gemeinsame, vor allem musikalische Zeit und die Gespräche sind für mich sehr wertvoll. Als Mensch bin ich nicht nur dadurch, sondern auch durch die Zeit im Studio sehr gewachsen.

Mein Vocalcoach gibt mir hilfreiche Tipps und ich lerne langsam, an mich zu glauben und vergesse, dass es früher so viele Leute gab, die das nicht getan haben. Nach und nach steigt die Anspannung. Ich bin aber mit meinem Song und mit meinem Coaching so zufrieden und für die riesige Chance so dankbar, dass ich gar keinen Platz für Anspannung oder gar Angst in mir habe. Irgendwie bin ich sogar total locker. Ich will einfach die Zeit genießen.

Nervosität

Heute ist es so weit. Doch als ich morgens aufwache, pulsiert mein Kopf und mein Hals schmerzt. Typisch. Gerade an diesem wahnsinnig wichtigen Tag werde ich krank. Also mache ich auf dem Weg ins Studio noch einen Abstecher zur Apotheke, um wenigstens die starken Kopfschmerzen einzudämmen.

Im Laufe des Tages wächst die Anspannung dadurch doch stark. Was, wenn ich jetzt nur ausscheide, weil ich krank bin und nicht meine volle Leistung bringen kann? Ich muss lange warten. Und die Nervosität steigt. Ich fühle mich wie in Trance. Endlich werde ich in den Backstage-Bereich gerufen. Langsam bereue ich, dass ich wegen meines trockenen Mundes ungefähr fünf Liter Wasser getrunken habe. Das letzte Talent vor mir steht auf der Bühne.

Mein Kopf ist leer, leise höre ich, wie mein Vocalcoach mir sagt: "Es kann nichts schiefgehen. Die Coaches entscheiden sich für das, was du kannst und nicht für das, was du nicht kannst. Aber dieses Lied kannst du!“ Diese Worte geben mir Kraft. Dann werde ich auf die Bühne gerufen. Jetzt stehe ich hier. Ich nehme nichts um mich herum wahr, ich fühle mich wie in einem kleinen Raum ohne Menschen und ohne Kameras. Ich schließe die Augen, der Schlagzeuger zählt den Takt ein und ich versinke in der Melodie …

 

 

Anzeige

Galerien

Regionale Events