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Laufen für den guten Zweck

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Es ist ein unglaubliches Glücksgefühl, dass wir vom Hohenstaufen Gymnasium, Bad Wimpfen (HSGbeim 4. Gesundheitslauf der Vulpius Klinik Bad Rappenau für Maxi etwas Gutes tun konnten. Dank der Organisation von Frau Röser-Brandenburger (Sportlehrerin am HSG) war unsere Schule mit 59 gemeldeten, beziehungsweise  53 teilnehmenden Läuferinnen im Alter zwischen zwölf und siebzehn Jahren als zweitgrößte Teilnehmergruppe bei der Wohltätigkeitsveranstaltung für Maxi vertreten. Mit dem Erlös des Gesundheitslaufes wird der 9-jährige Maxi Kainer aus Heilbronn-Kirchhausen unterstützt. Nach einem tragischen Unfall vor sechs Jahren leidet der Junge an schweren körperlichen Behinderungen.

Alles für Maxi

Samstagvormittag, 10. Oktober: Wetterverhältnisse, bei denen man normalerweise keinen Hund vor die Tür schickt. Trotzdem herrschte reges Treiben rund um die Vulpius Klinik in Bad Rappenau. Pünktlich zum Start des 4. Gesundheitslaufes um 10 Uhr, öffnete der Himmel wieder seine Schleusen. Der heftige Regen hielt aber die knapp 1000 Läuferinnen und Läufer  nicht davon ab, sich für die Wohltätigkeitsveranstaltung mächtig ins Zeug zu legen. Die Eltern des behinderten Jungen waren überwältigt und zu Tränen gerührt, von der Rekordbeteiligung an dem Lauf. Sie bedankten sich auf das herzlichste bei allen Teilnehmern, Organisatoren und Sponsoren für die großartige Unterstützung ihres Sohnes. 

 

Beim Startschuss sorgte prasselnder Regen und das Geräusch hunderter von Laufschuhen und den Stöcken der Walker auf dem Asphalt für Gänsehautstimmung. Was sicher an dem tragischen Schicksal des Jungen lag, zu dessen Gunsten sich die Sportler auf den Weg machten.  Maxi war als Dreijähriger beim Spielen aus seinem Hochbett gefallen. Nach schwersten Gehirnverletzungen ist er seitdem blind, hat halbseitige Lähmungen, kann nicht mehr sprechen, nicht stehen und nicht gehen. Eine Delfintherapie, die der Familie durch Spenden möglich wurde, hatte dem Jungen so gut getan, dass sie wiederholt werden soll. Und dafür war der Erlös dieses Laufes gedacht.

Gequasselt, gescherzt, in Pfützen gepatscht

Obwohl es der Wettergott an diesem Samstag gar nicht gut meinte, herrschte eine gigantische Stimmung. Kaum einer wollte mit einer Topzeit ins Ziel kommen. Wichtiger war das Teilnehmen an sich. Die Laufstrecke führte durch den Wald. Es gab einiges zum Schmunzeln unterwegs. Und: Es wurde pausenlos gequasselt, gescherzt, in Pfützen gepatscht und über die Schlammspritzer gelacht, die so einige wie einen Streuselkuchen aussehen ließen. Manche hatten sich sogar Mülltüten übergestülpt, um sich vor dem heftigen Regen zu schützen.



Die Laufklamotten waren klitschnass und klebten an der Haut. Die Schuhe quatschten. Rein optisch sah jeder aus wie ein begossener Pudel.  Und dennoch kamen alle gut gelaunt und mit einem Lächeln im Gesicht ins Ziel.

Frauenpower

Es war erstaunlich, dass wir vom HSG als "reine weibliche" Gruppe vertreten waren. Also Jungs, Laufschuhe raus, den inneren Schweinehund überwinden und beim nächsten Mal dabei sein. Wir versichern euch, den Lauf können auch Untrainierte bewältigen und der Spaßfaktor kommt auch nicht zu kurz. Dabei sein ist alles. Außerdem ist es ein unbeschreiblich schönes Gefühl, etwas Gutes getan zu haben.



Nicht nur das tragische Schicksal des behinderten Jungen macht das Erlebnis unvergesslich, auch die Wetterkapriolen tragen ihren Teil dazu bei. Bei schönem Wetter kann jeder laufen. RESPEKT vor allen Teilnehmern, die sich Maxi zuliebe nicht von den heftigen Regenfällen abschrecken ließen.


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