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Auf Kafkas Spuren

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Es finden sich in den Biographien der literarischen Größen oft Eigenarten, wie zum Beispiel bei Schiller: Der empfand es als Genuss während des Schreibens an einem fauligen Apfel zu riechen. Heinrich von Kleist kam mit der Realität nicht klar und erschoss sich. Und Kafka? Kafkas Leben ist voll von Rätseln.

 

Als Sohn jüdischer Eltern 1883 geboren, ist der Autor unter anderem für den Roman "Der Prozess" bekannt. Der ist ein Thema im Deutschabitur 2008, und das macht Kafka für mich umso interessanter. Um Nachvollziehen zu können was den Schriftsteller geprägt hat bin ich genau 83 Jahre nach seinem Tod, nach Prag gefahren. In die Stadt Franz Kafkas.


Stationen waren unter anderem: das Geburtshaus am Altstädter Ring, das Haus Nummer 22 der Alchimistengasse in der Prager Burg und zuletzt das Grab Kafkas im neuen jüdischen Friedhof.


Leider wurde ich auf meiner Spurensuche etwas enttäuscht. Um überhaupt irgendwelche Spuren zu finden, muss man schon ganz tief in den eigens angelegten Kafka-Prag-Reiseführer schauen. Es sind zwar reichlich Kafka-Souvenir-Shops vorhanden, aber das war ja nicht das, nachdem ich gesucht habe.


Was dem schön näher kommt: Ein Spaziergang am Ufer der Moldau, oder bei Nacht durch die Gassen der Prager Altstadt. Das fängt die Stimmung etwas ein, unter der Kafka wohl oft geschrieben hat.


Hier habe ich ein paar Infos recherchiert, mit denen ihr Eurem Deutschlehrer mit Sicherheit beeindrucken könnt.


- Kafkas Schreibart wird das Adjektiv "kafkaesk" zugeschrieben, was soviel bedeutet wie: in der Schilderung Franz Kafkas; auf rätselhafte Weise unheimlich, bedrohend.


- Franz Kafka war dreimal verlobt. Zweimal mit Felice Bauer, einmal mit Julie Wohryzek. Allerdings kam es nie zu einer Hochzeit.


- Kafka versuchte sich ausschließlich vegetarisch zu ernähren, dazu gehörten viel Rohkost und Nüsse. Für die damalige Zeit ziemlich ungewöhnlich.


- Kafka bat seinen besten Freund Max Brod sämtliche Werke ungelesen zu verbrennen. Diesem Max Brod haben wir es also zu verdanken, nun doch Kafka lesen zu können.


- Durch das Schreiben fühlte Franz Kafka sich "fester", aber er war trotzdem unzufrieden mit allem was er schrieb. Um sich sogar zum Schreiben zu zwingen, hat er ein Tagebuch angelegt. 

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