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Der Traum von der Mittelstufe?!

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In letzter Zeit träume ich immer öfter folgendes: Ich sitze in der Schule mit meinen Klassenkameraden der Mittelstufe, habe aber vor mir eine Übersetzung ins Englische aus der Uni vor mir liegen. Welche Bedeutung dieser Traum hat, weiß ich nicht. Fakt ist aber, dass ich in vergangener Zeit immer öfter mal an meine Schulzeit denke. Ein nostalgischer Moment, wie ich zugeben muss.

 

Zur Schule bin ich immer gern gegangen. Als neugieriger Mensch wollte ich so schnell wie möglich schreiben und lesen lernen. Auch Fremdsprachen fand ich interessant. Meine Begeisterung für die naturwissenschaftlichen Fächer dagegen hielt sich in Grenzen. Deshalb habe ich Physik und Co. keinen Moment nachgetrauert, als ich anfing, an der Uni Anglistik und Germanistik zu studieren. Viel Spaß hatte ich auch als Mitglied der Theater-AG und der Schülerzeitung. Denn zwischen der Arbeit hatten wir immer Zeit, mit den Freunden, die ebenfalls dort waren, den neuesten Klatsch auszutauschen. Diesen Teil vermisse ich ehrlich gesagt.

Zu wissen, dass man am nächsten Morgen neben der besten Freundin sitzt und – natürlich heimlich - ihr mit kleinen Briefchen erzählen kann, dass der Schwarm aus der Parallelklasse mich genau drei Sekunden lang angelächelt hat. Oder in der großen Pause zu diskutieren, ob die vergangene Folge unserer Lieblingsserie spannend oder eher langweilig war. Schulen fördern nämlich die Gemeinschaft, machen aber auch faul. Wenn man weiß, dass man seine Clique an fünf Tagen die Woche sieht, bemüht man sich weniger. Deshalb enden auch so viele Freundschaften oder schlafen ein, sobald der eine studiert und der andere irgendwo im hohen Norden eine Ausbildung antritt. Andererseits zeigt sich nach der Schulzeit auch, was wirkliche Freundschaft ist und die kann keine Entfernung dieser Welt kaputt machen.

 

Keine Ferien mehr

Seit fast zwei Jahren bin ich mit meinem Studium nun schon fertig, und arbeite wirklich gern. Manchmal vermisse ich natürlich die geregelten Ferien, wenn es in Ordnung ging, einfach mal eine Woche lang nichts zu tun. Andererseits genieße ich auch den Vorteil, dass ich als Freiberufler theoretisch auch zwischen den Ferien verreisen kann. Und damit kann ich ehrlich gesagt ganz gut leben. Nicht zuletzt gewöhnt man sich auch daran, nicht mehr auf Taschengeld angewiesen zu sein.

Wie man sieht, hat halt das Schülerdasein ebenso ihre Vor- und Nachteile, wie auch das Leben des Berufstätigen. Die Kunst ist, die guten Seiten zu genießen, und die weniger schönen zu tolerieren. Ob ich gerne wieder Schüler wäre? Lieber nicht. Denn ich bin froh, dass ich meine Prüfungszeit endlich hinter mir habe!

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