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Hassfächer

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Es gibt sie schon immer an allen Schulen der Welt und es wird sie dort auch immer geben. Die Rede ist von Hassfächern. Egal ob Mathe, Englisch, Französisch oder Physik – fast jeder Schüler hat ein Hassfach. Wann aber wird ein Fach zum Hassfach? "Es kann mehrere Gründe haben, dass ein normales Schulfach zum Hassfach wird", so Uwe Wittwer-Gärttner, Direktor des Hartmanni-Gymnasiums Eppingen. Einer dieser Gründe sei ganz klar mangelndes Können und schwache Leistungen. Gerade Fächer, in denen es einen großen Anteil an Schülern gibt, die ihren Gesamtleistungsschnitt dadurch verschlechtern, stehen auf der Liste der unbeliebten Fächer ganz oben. "Mathe ist und war schon immer eines der beliebtesten Hassfächer", so Wittwer-Gärttner weiter.

 

Probleme mit Lehrern

Aber schlechte Noten sind nicht der einzige Grund, auch Probleme mit Lehrern sind von großer Bedeutung. Aber auch hier ist es nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick zu sein scheint. Ein Psychologiestudent der Universität Heidelberg erklärt: "Es ist nicht von Bedeutung, ob man mit dem aktuellen Lehrer Probleme hat oder nicht. Ein Fach kann auch heute noch zum Hassfach werden, wenn der Schüler Probleme mit dem Fachlehrer von vor zwei Jahren hatte. Wodurch dies allerdings genau ausgelöst wird, lässt sich nur schwer und individuell sagen."


Ein weiterer Grund für die Abneigung zu einem bestimmten Fach kann mangelndes Interesse sein. "Vor allem Fächer wie Geschichte oder Musik werden schnell zum Hassfach erklärt, weil der Schüler einfach kein Interesse und keinen Alltagsbezug im Stoff sieht", erklärt Wittwer-Gärttner, der selbst Geschichte unterrichtet.


Fehlendes Interesse scheint allerdings nicht immer ein Auslöser zu sein, denn eher trockene und theoretische Fächer, wie zum Beispiel Gemeinschaftskunde (Politik), werden immer wieder als langweilig und öde bezeichnet, tauchen auf der Liste der Hassfächer allerdings nur selten auf. Schon immer beliebt waren die eher praktischen Fächer wie Technik oder Bildende Kunst (BK). Letztendlich unterscheiden sich die Hassfächer von Schüler zu Schüler, tauchen im Zeugnis aber meist mit schlechten Noten wieder auf. "Auch in der Zukunft wird sich, was die Existenz der Hassfächer angeht, nichts ändern", vermutet Wittwer-Gärttner. Auch nach einer Möglichkeit zu suchen, die Hassfächer für die Schüler angenehmer zu gestalten scheint sinnlos zu sein, denn nicht jeder Schüler kann in jedem Fach perfekt sein, genauso wenig wie die Chemie zwischen jedem Schüler und Fachlehrer stimmen kann.

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