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Was Sinnvolles oder Interessantes?

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Ich erinnere mich noch gut an eine Diskussion in unserem Deutschunterricht kurz vor dem Abitur. Bei der Besprechung eines Sachtextes zum Thema Berufswelt waren wir auf die Frage gestoßen, ob es besser sei, eine Ausbildung oder ein Studium mit sehr guten Karriereaussichten anzustreben oder ob das Interesse am gewählten Fach beziehungsweise Beruf die sinnvollere Vorraussetzung war. Die Diskussion war sehr intensiv und die Meinungen waren sehr unterschiedlich.

 

Obwohl ich mich sonst immer gerne und viel am Unterrichtsgeschehen beteiligte und durchaus ein diskussionsfreudiger Mensch bin, war ich in diesen neunzig Minuten relativ zurückhaltend. Der Grund: Ich hatte zu diesem Thema keine klare Meinung. An meinem Kugelschreiber kauend saß ich in der Stunde und dachte nach. Zu dieser Zeit hatte ich mich bereits für das Studienfach Betriebswirtschaftslehre in München entschieden. Aus Interesse? Teilweise. Aufgrund der Berufsaussichten? Schon eher. Richtige Entscheidung? Keine Ahnung.

 

Ein bisschen wie durchfallen

Heute weiß ich: Es war eine Fehlentscheidung. Bereits im ersten Semester habe ich festgestellt, dass dieses Studium und der damit verbundene spätere Beruf mich nicht ausfüllen würde. Mittlerweile habe ich mich umgeschrieben. Die Uni ist gleich geblieben, aber jetzt mache ich das, was ich immer machen wollte: Deutsch und Englisch. Berufsaussichten: na ja. Ich weiß aber, dass ich mich anstrengen werde, dass ich Einsatz zeigen werde sowohl im Studium als auch im Berufsleben.

 

Leicht war die Entscheidung aufzuhören dennoch nicht. Hat es sich doch wie ein Aufgeben, ein bisschen sogar wie ein Durchfallen angefühlt. Irgendwie hatte ich mir doch, den nach dem Abiturstress so sehr herbeigesehnten neuen Lebensabschnitt, etwas anders vorgestellt. Im Nachhinein kann ich aber sagen, dass ich gelernt habe, mit einer Situation umzugehen, die man so aus der Schule nicht kennt. Zum ersten Mal im Leben steht man ohne weitere Vorgaben und Anleitungen da. Man muss nun den Weg und die Richtung seines Lebens selbst in die Hand nehmen und am Anfang ist man sich über die Tragweite dieser Entscheidungen gar nicht so bewusst. So bestimmt doch die Studienwahl zum großen Teil das spätere Berufsleben.

 

Kämpfen für das, was einem gefällt

Im Nachhinein würde ich gerne noch einmal diese Diskussion im Deutschunterricht führen. Wie ist es den anderen ergangen? Für mich steht jedoch fest: Das Interesse am Studium oder der Ausbildung steht an erster Stelle, denn für etwas, das man gerne macht, kämpft man auch.

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