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Ein Neuanfang in jeder Hinsicht

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Die letzten Wochen der Schule sind nun angebrochen. Tage, Stunden und Minuten werden gezählt und im Halbschlaf verbracht. Doch für viele brechen die Wochen des Hoffens an. Die letzten Noten werden ausgehandelt und erarbeitet. Denn die Schüler, die sich entschließen, die Schule zu wechseln oder weiter zu führen, hoffen noch auf eine Zusage, die sie beim ersten Bewerbungseinschreiben noch nicht erhalten haben.

Zeit für einen Tapetenwechsel

Diesen Stress habe ich glücklicherweise nicht mehr. Meine Zusage für das Wirtschaftsgymnasium bekam ich schon vor ein paar Monaten.
Meine Gründe zum Wechsel waren verschiedene. Für manche vielleicht unverständlich, aber für mich von großer Bedeutung. Nach sechs Jahren an derselben Schule wurde der Schulalltag immer langweiliger, also erschien mir eine andere Schule als ein willkommener Tapetenwechsel. Ebenfalls werde ich mein Horrorfach Französisch nicht mehr ertragen müssen und Physik als Hauptfach elegant vermeiden können.



Als ich die Zusage erhalten hatte war die Freude natürlich groß, wurde aber schon damals gedämpft, als alle meine Freunde, die sich auch beworben hatten, eine Absage erhielten. Da wir noch das restliche Halbjahr vor uns hatten verdrängte ich jedoch den Gedanken, alleine wechseln zu müssen. Aber so schnell wie das Halbjahr vorbei ging, so schnell wird mir nun auch klar, was der Wechsel wirklich für mich bedeuten wird. Allein auf einer neuen Schule, in einer anderen Stadt, in einer neuen Klasse und einem komplett neuen Umfeld.

Neuer Start - ganz alleine

Sicher, die Abwechslung wollte ich, doch jetzt da die Aussichten meiner Freunde auf eine Zusage immer schlechter wurden, realisiere ich erst, was ich aufgeben muss. Die Klasse, die einem die ganzen Jahre genervt hat, ist einem doch sehr ans Herz gewachsen. Der Schulalltag, den man immer mit den gleichen Leuten verbracht hat, wird komplett anders. Und das Schlimmste für mich: Meine Freunde bleiben zurück. Die Leute, mit denen man jeden Tag verbrachte, die dümmsten Dinge tat und es doch irgendwie schaffte, den Schulalltag zu meistern.


Natürlich verspricht man sich, sich weiterhin zu sehen, allerdings habe ich nicht allzu große Hoffnungen darauf. So langsam gehen wir auf unseren Abschluss zu, das heißt wir werden immer mehr für die Schule machen müssen. Soziale Umfelder ändern sich, man erfährt nicht mehr alles voneinander. So ist meine größte Angst nicht die vor den neuen fremden Menschen und der fremden Schule, sondern die, die altbekannten und ans Herz gewachsenen Menschen zu verlieren.

Neuanfang in jeder Hinsicht

Man ertappt sich immer wieder bei den Gedanken, den letzten Schritt zum Wechsel, das heißt das Endjahreszeugnis an die Schule zu schicken, nicht zu tun und einfach auf der alten zu bleiben. Die letzten Tage, in denen ich mich noch umentscheiden könnte, kommen immer näher und erst jetzt registriere ich, wie sehr einen doch die Schule und ihr Umfeld geprägt hat. Mögen die Klassenkameraden noch so kindisch gewesen sein und die Lehrer noch so unerträglich. Man hat im Laufe der Zeit eine riesige Menge an Menschen kennen und schätzen gelernt.



Der Schulwechsel bedeutet für mich einen Neuanfang in jeder Hinsicht.
Ob dieser positiv oder negativ wird, wird sich erst die ersten Monate herausstellen. Für mich ist es mittlerweile nicht nur mehr ein Schulwechsel, sondern ein riesiger Schritt in meinem Leben.

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