Stimmt.de

Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Nie wieder Schule

zurück zur Übersicht

Seit einer Woche drücken die Schülerinnen und Schüler in Baden- Württemberg wieder die Schulbank. Für viele wird es das letzte Jahr sein, dann sie sind auf der letzen Strecke ihres Schulweges angekommen und werden 2009 ihren Haupt- oder Realschulabschluss oder ihr Abitur machen. Ich habe mein letztes Jahr seit dem 19. Juni hinter mir, jenem Tag, an dem mit meiner mündlichen Abi- Prüfung in Geschichte meine Schulzeit endete. Dass seitdem schon über zwei Monate vergangen sind, ist wirklich unglaublich und zeigt wieder einmal und mehr den je, wie schnell die Zeit vergeht.

Die Zeit nach dem Abi

Und ganz ehrlich: Langweilig war mir seitdem nie. Vor dem 19. Juni gab es in meinem Sprachgebrauch einen Satz, den ich selbst mit der Zeit immer weniger hören konnte und der folgendermaßen lautete: "Ja, nach`m Abi." Alle Pläne, alle Treffen wurde immer wieder auf  die Zeit nach den Prüfungen verschoben. Und ich war froh, als ich an diesem Abend, nach einer guten mündlichen Prüfung, sagen konnte: "Es ist nach dem Abi."  Natürlich wurde diese Tatsache mit Freunden, die ebenfalls dieses Jahr ihre allgemeine Hochschulreife gemacht haben, erstmal ordentlich gefeiert.



Dann stand der Abi- Ball vor der Tür, ein neues Kleid musste gefunden und wichtige Zukunftsentscheidungen mussten getroffen werden. Eine Freundin, die im August für ein Jahr als Au- Pair nach Amerika geflogen ist, und ich konnten endlich unser schon lange geplantes Abschiedstreffen in die Tat umsetzen. Es folgten Besuche in Wuppertal und Koblenz, der Stapel an ungelesenen Büchern schrumpfte und die „"ach`m Abi- Liste" wurde kleiner und kleiner.

Professoren statt Lehrer

Im August war Ferien jobben angesagt und ehe man sich versieht begegnet man im Wohnzimmer einem vor hin grummelnden Bruder wieder, der sich darüber auslässt, wie schnell die Sommerferien vorbei gegangen sind und ein paar Tage später schon über den unmöglichen Stundenplan und die ersten Lehrer schimpft. Erst zu diesem Zeitpunkt wurde mir bewusst, dass das alles wirklich ein für alle mal hinter mir liegt. Nie wieder Sommer-, Oster- oder Pfingstferien. Meinen Stundenplan muss ich mir an der Uni selbst zusammen stellen und in Zukunft werde ich mich ( ich hoffe natürlich nur positiv) über Professoren, anstatt Lehrer, auslassen.



Vorlesung statt Unterricht, Uni statt Schule. Und ich freue mich auf die kommende Zeit. Es ist nicht so, dass ich die Schule überhaupt nicht vermisse. Meine Lieblingsfächer und meine Lieblingslehrer fehlen mir schon. Aber so etwas wie Mathe???? Nein! Im Gegenteil: Ich bin undenkbar glücklich darüber, dass ich mich nicht länger mit Parabeln, Asymptoten und den Rest hab ich verdrängt, befassen muss. Und sehr geehrte Frau ehemalige Mathe- Lehrerin: Falls sie das hier lesen sollten (wovon ich nicht ausgehe), so möchte ich ihnen mitteilen, dass ich in meinen Studiengängen wirklich kein Mathe haben werde. Hiermit ist ihre These, dass man für jedes Studium Mathe benötigt, widerlegt.



Natürlich bin ich mir darüber im Klaren, dass mir auch im Studium Themen begegnen werden, die mir nicht so viel Spaß machen, aber nichts kann so schlimm sein wie Mathe. Und das ist schon mal ein großer Trost. ;)

 

Galerien

Regionale Events