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Fragliche Ideen

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Amoklauf. Dieses Wort löst bei Schülern, Lehrern und Eltern gleichermaßen Panik aus. Denn viel zu oft gab es in den vergangenen Jahren Meldungen von Schülern, die in blinder Raserei Lehrer oder Mitschüler töteten. Um die Serie solcher Gewalttaten zu stoppen, gibt es jetzt zahlreiche Überlegungen zu Sicherheitsvorkehrungen an Schulen.


Für mehr Sicherheit

Bereits beim Amoklauf in Winnenden vor einem Jahr konnten weitere Opfer durch eine verschlüsselte Lautsprecheransage ("Frau Koma kommt") vermieden werden. Diesem Beispiel folgend gibt es nun an vielen Schulen Schlüsselwörter, die Schüler und Lehrer rechtzeitig warnen sollen.

Einige Schulen haben als weitere Sicherheitsvorkehrungen Türklinken durch Knäufe ersetzt, die Eindringlingen das Betreten der Klassenzimmer erschweren sollen.


Kärtchen schwenken

Es gibt allerdings auch weniger sinnvolle Maßnahmen. An einer Schule im Raum Heilbronn wurden grüne und rote Kärtchen in den Klassenzimmern verteilt, die der eintreffenden Polizei und Feuerwehr durch die Fenster den Aufenthaltsort des Amokläufers signalisieren sollen. Fraglich ist jedoch, ob im Ernstfall an die Karten, die sicher in einem abgeschlossenen Schrank aufbewahrt werden, gedacht wird.

Noch fraglicher ist, wer in Gegenwart des Amokläufers Kärtchen schwenkend durchs Klassenzimmer läuft. Sollte wirklich einmal ein Amokläufer in der Schule sein, heißt es, einen kühlen Kopf bewahren und sich in Sicherheit bringen. Bleibt zu hoffen, dass wir nie mit solch einer Situation konfrontiert werden.


[Lest hier, was sich alles so an den Schulen verändert hat]


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